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Kläranlage Stuttgart-Mühlhausen bekommt die 4. Reinigungsstufe

Stuttgart investiert bis 2028 rund 85 Mio. Euro in das Hauptklärwerk, um dieses mit einer 4. Reinigungsstufe auszurüsten. Der Förderbescheid über 2,9 Mio. Euro für den ersten Bauabschnitt wurde Anfang September erteilt.

von | 11.09.19

OB Fritz Kuhn nimmt den Förderbescheid für den Ausbau der vierten Reinigungsstufe entgegen (Personen v.l.n.r.: OB Fritz Kuhn, Tiefbauamtsleiter Wolfgang Schanz, Umweltminister Franz Untersteller, Abteilungsleiter Klärwerke und Kanalbetrieb bei der Stadtentwässerung Stuttgart Boris Diehm). Foto: Ferdinando Iannone, Rechte: Landeshauptstadt Stuttgart
Hauptklärwerk Mühlhausen: OB Kuhn nimmt Förderbescheid für Ausbau entgegen, es soll eine vierte Reinigungsstufe gebaut werden. Anwesen waren auch Umweltminister Franz Untersteller, Betriebsleiter Wolfgang Schanz - Klarwerk Mühlhausen, Aldinger Straße 212, 70378 Stuttgart - Foto Ferdinando Iannone

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller überreichte den Förderbescheid am 3. September an Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn. In Stuttgart werden täglich 220.000 m3 Abwasser gereinigt. Die Menge entspricht 1,2 Mio. Einwohnerwerten (EW). Damit gehört diese Kläranlage zu den Belastungsschwerpunkten des Bundeslandes.
Die Anlage wird unter laufendem Betrieb ausgebaut. Der Umbau ist in drei Bauabschnitte gegliedert. Die Arbeiten zum ersten Abschnitt beginnen im Herbst 2019. Es wird unter anderem die Station für die Aktivkohledosierung an den Belebungsbecken errichtet sowie die Sandfanganlage erneuert und ausgebaut. Außerdem wird die Elektro- und Maschinentechnik umgestellt. Die gesamte Anlage soll bis 2028 fertig gestellt werden.
Baden-Württemberg hat bereits vor einigen Jahren damit begonnen, Kläranlagen an besonders empfindlichen Gewässern oder an Belastungsschwerpunkten mit einer weitergehenden Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination auszurüsten. Dabei hat sich das Verfahren der Adsorption an Pulveraktivkohle durchgesetzt. Das Konzept verfolgt einen konsensorientierten Ansatz mit den Betreibern und wird mit Fördermitteln unterstützt. Gemäß der Spurenstoffkonzeption des Landes werden an wasserwirtschaftlich ausgewählten Standorten Kläranlagen mit einer Stufe zur Spurenstoffelimination ausgebaut. Insgesamt sind in Baden- Württemberg bereits 14 Kläranlagen (einschließlich einer Anlage in Bayern, die überwiegend baden-württembergisches Abwasser behandelt) mit einer Aktivkohleadsorptionsstufe in Betrieb. Das entspricht einer Abwasserreinigungskapazität von etwa 2,1 Mio. Einwohnerwerten (EW).
Weitere 16 Anlagen sind derzeit in Bau oder Planung.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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