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Sauberes Wasser vom Fußballplatz

Durch die Nutzung von Fußballfeldern als Wasserspeicher können Schulkinder in Südafrikas Provinz Nordwest auch in trockenen Zeiten mit sauberem Wasser versorgt werden. Das ist nur eine von mehreren Initiativen, mit der sich die Region um Kapstadt vor den schlimmsten Auswirkungen von Dürreperioden schützen will.

von | 10.05.19

Fußballsplätze können auch als Regenwasserspeicher genutzt werden

Den Anstoß zur GreenSource-Initiative bekamen niederländische Ingenieure während der Fußballweltmeisterschaft 2010, als sie erkannten, dass dieses Land zum einen fußballverrückt ist und zum anderen unter großer Wasserknappheit leidet. Daraus erwuchs die Idee, eine Fläche, die nutzungsbedingt mit einer Drainage versehen wird, zum Speicher zu machen und durch Installation einer geeigneten Filteranlage dafür zu sorgen, dass daraus Trinkwasser wird. In Kooperation der Unternehmen Royal TenCate (u.a. Spezialist für synthetische Sportplatzbeläge), DrainProducts (Drainagesysteme) und Pentair (Membranen zur Wasserfiltration) zusammen mit öffentlichen Verbänden und dem niederländischen Außenministerium entstanden zunächst neun Fußballfelder an Schulstandorten. Weitere 13 Kunstrasenplätze mit Speicherfunktion an anderen Schulen sollen folgen. Jede dieser Anlagen kann maximal etwa 2.400 Menschen mit Wasser versorgen.
Der WWF Südafrika schätzt, dass etwa 14 Millionen Südafrikaner unter einer unzureichenden Wasser- und Sanitärversorgung leiden, unter anderem auch, weil in diesem Land nur etwa 49 cm Niederschlag pro Jahr fallen. Das ist etwa die Hälfte des durchschnittlichen Niederschlags weltweit. Im vergangenen Jahr erlebte Kapstadt seine bisher größte Wasserkrise, die zu weitreichenden Einschränkungen für alle Menschen hinsichtlich ihres Gebrauchs von Wasser führte. Im Februar des Jahres erklärte die südafrikanische Regierung die Dürre, die zu diesem Zeitpunkt schon etwa drei Jahre andauerte, zur nationalen Katastrophe. Die Großstadt Kapstadt war dabei der „Stunde Null“, der allgemeinen Wasserabschaltung, nur mit knapper Not entkommen.

Dieser Bericht beruht auf einem News-Artikel von Thomson Reuters vom 1.5.2019 und auf  www.greensourcenpc.co.za

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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