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Dialog statt Bauernregeln

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Themen: | | |
Autor: Jonas Völker

Dialog statt Bauernregeln

Mit Bauernregeln wie „Zu viel Dünger auf dem Feld geht erst ins Wasser, dann ins Geld“ oder „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“ wollte Ministerin Barbara Hendricks einen Dialog über nachhaltige Landwirtschaft und die europäische Agrarförderung anstoßen. Damit stieß sie auf so massive Kritik von Seiten der Landwirte und von Bundesagrarminister Christian Schmidt, dass sie nun nach wenigen Tagen zurückrudert: Einige Menschen hätten sich durch die Aufmachung der Kampagne persönlich angegriffen und in ihrer Berufsehre verletzt gefühlt. „Das tut mir leid“, äußerte die Ministerin in einem Zeitungsinterview.

Offener Brief

Wer jetzt die Seite www.neue-bauernregeln.de besuchen will, landet stattdessen auf der Seite „Dialog Landwirtschaft“. Dort führt unter anderem ein Link zu einem offenen Brief an Bundesagrarminister Christian Schmidt. Darin schreibt Barbara Hendricks, ihre Kampagne stehe „im Zusammenhang mit dem Bürger-Beteiligungsverfahren zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik.“ Sie wolle dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen sich daran beteiligen. „Es geht um das System der Agrarförderung und damit um die Neuordnung des größten Ausgabenpostens in der EU. Über den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen deutlich dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Da ist es wichtig, dies nicht nur als Diskussion innerhalb der Landwirtschaft anzusehen, sondern eine, die letztlich jeden angeht.“

„Musste um jeden Millimeter ringen“

Die Ministerin belehrt ihren Amtskollegen: „Öffentlichkeitsarbeit hat die Aufgabe, Aufmerksamkeit zu erzeugen und darüber zum Mitmachen anzuregen. Deshalb unterscheidet sie sich auch von ministeriellen Fachtexten.“ Barbara Hendricks lässt in ihrem Brief auch keinen Zweifel daran, dass sie in der Sache unnachgiebig bleiben will: „Abschließend will ich anmerken, dass ich trotz der unbestreitbaren Umweltbelastungen aus der Landwirtschaft in dieser Legislaturperiode um jeden Millimeter an Verbesserungen mit Ihrem Haus und mit der Unionsfraktion ringen musste. Bis zuletzt wurden längst vereinbarte Regelungen beim Düngerecht immer wieder in Frage gestellt.“

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