Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Dialog statt Bauernregeln

Barbara Hendricks gibt nach: Die Bundesumweltministerin zieht ihre umstrittenen „neuen Bauernregeln“ zurück. Sie entschuldigt sich und bietet stattdessen einen Dialog an.

von | 10.02.17

Zieht ihre neuen Bauernregeln zurück: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks
Copyright: Thomas Imo/ photothek.net [Tel. +493028097440 - www.photothek.net - Jegliche Verwendung nur gegen Honorar und Beleg. Urheber-/Agenturvermerk wird nach Paragraph13 UrhG ausdruecklich verlangt! Es gelten ausschliesslich unsere AGB.]

Mit Bauernregeln wie „Zu viel Dünger auf dem Feld geht erst ins Wasser, dann ins Geld“ oder „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“ wollte Ministerin Barbara Hendricks einen Dialog über nachhaltige Landwirtschaft und die europäische Agrarförderung anstoßen. Damit stieß sie auf so massive Kritik von Seiten der Landwirte und von Bundesagrarminister Christian Schmidt, dass sie nun nach wenigen Tagen zurückrudert: Einige Menschen hätten sich durch die Aufmachung der Kampagne persönlich angegriffen und in ihrer Berufsehre verletzt gefühlt. „Das tut mir leid“, äußerte die Ministerin in einem Zeitungsinterview.

Offener Brief

Wer jetzt die Seite www.neue-bauernregeln.de besuchen will, landet stattdessen auf der Seite „Dialog Landwirtschaft“. Dort führt unter anderem ein Link zu einem offenen Brief an Bundesagrarminister Christian Schmidt. Darin schreibt Barbara Hendricks, ihre Kampagne stehe „im Zusammenhang mit dem Bürger-Beteiligungsverfahren zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik.“ Sie wolle dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen sich daran beteiligen. „Es geht um das System der Agrarförderung und damit um die Neuordnung des größten Ausgabenpostens in der EU. Über den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen deutlich dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Da ist es wichtig, dies nicht nur als Diskussion innerhalb der Landwirtschaft anzusehen, sondern eine, die letztlich jeden angeht.“

„Musste um jeden Millimeter ringen“

Die Ministerin belehrt ihren Amtskollegen: „Öffentlichkeitsarbeit hat die Aufgabe, Aufmerksamkeit zu erzeugen und darüber zum Mitmachen anzuregen. Deshalb unterscheidet sie sich auch von ministeriellen Fachtexten.“ Barbara Hendricks lässt in ihrem Brief auch keinen Zweifel daran, dass sie in der Sache unnachgiebig bleiben will: „Abschließend will ich anmerken, dass ich trotz der unbestreitbaren Umweltbelastungen aus der Landwirtschaft in dieser Legislaturperiode um jeden Millimeter an Verbesserungen mit Ihrem Haus und mit der Unionsfraktion ringen musste. Bis zuletzt wurden längst vereinbarte Regelungen beim Düngerecht immer wieder in Frage gestellt.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Jetzt bewerben für den Willy-Hager-Preis 2026!
Jetzt bewerben für den Willy-Hager-Preis 2026!

Junge Wasserforscher:innen, die sich um die Erforschung der Grundlagen und Verfah-ren zur Wasseraufbereitung und Abwasserreinigung verdient gemacht haben, können sich bis zum 27. November 2026 für den Willy-Hager-Preis bewerben.

mehr lesen
IWA Awards 2026: Diese Wasserprojekte setzen Maßstäbe
IWA Awards 2026: Diese Wasserprojekte setzen Maßstäbe

Die International Water Association (IWA) hat in Glasgow die Gewinner der Project Innovation Awards 2026 ausgezeichnet. Aus 320 Bewerbungen aus 65 Ländern wurden 23 Projekte prämiert. Den Hauptpreis erhielt ein chinesisches Vorhaben, das Abwasserreinigung, Wasserwiederverwendung und energetische Ressourcenrückgewinnung miteinander verbindet.

mehr lesen
Meerwasser als Ressource für die Wasserstoffproduktion
Meerwasser als Ressource für die Wasserstoffproduktion

Meer- und Brackwasser könnten künftig direkt für die Wasserstoffproduktion genutzt werden und damit den Bedarf an aufwendig aufbereitetem Wasser reduzieren. Im Projekt SeaEly haben Fraunhofer-Forschende untersucht, wie sich unterschiedliche Materialien und Membranen beim Einsatz von salzhaltigem Wasser in Elektrolyseuren verhalten.

mehr lesen
Arendsee gibt 10.500 Jahre alte Holzfunde frei
Arendsee gibt 10.500 Jahre alte Holzfunde frei

Bei unterwasserarchäologischen Untersuchungen im Arendsee haben Forschende außergewöhnlich gut erhaltene, bis zu 10.500 Jahre alte Hölzer entdeckt. Die Funde könnten von bislang unbekannten Konstruktionen aus der Mittelsteinzeit stammen und neue Erkenntnisse über die Lebensweise damaliger Jäger und Sammler liefern.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

cleanwells GbR

Thema: Wassergewinnung

AIXTRACTOR® 1.0 – 10.0 Zertifiziert durch: DVGW, ELY, dwi,

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
gwf-wasser.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
gwf-wasser.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: