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Umbau der Kläranlage Emscher-Mündung abgeschlossen

Die Kläranlage Emscher-Mündung in Dinslaken wurde nun an das künftige Emscher-System ohne offene Schmutzwasserführung angepasst. Der Umbau der Anlage wurde bei laufendem Betrieb durchgeführt. Unter anderem entstand eine komplett neue Vorklärstufe (Einlaufbauwerk, Rechenanlage, Sandfang, Vorklärbecken) und es wurden im Bereich der biologischen Reinigung insgesamt 24.192 Belüfterelemente ausgetauscht.

von | 07.05.19

Die Einweihung fand am 29.4.2019 im Beisein der NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser statt (Bild: www.eglv.de).

Im Rahmen des Generationenprojekts Emscher-Umbau hat die Emschergenossenschaft in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht nur knapp 362 km an neuen unterirdischen Abwasserkanälen gebaut und 138 km an Gewässerlandschaften renaturiert. Bereits in den 90er-Jahren entstanden in Dortmund, Bottrop, Duisburg und Dinslaken moderne Großklärwerke. Die letzte Anlage vor dem Rhein, die Kläranlage Emscher-Mündung in Dinslaken, wurde nun an das künftige Emscher-System ohne offene Schmutzwasserführung angepasst. Die Einweihung fand am 29. April 2019 im Beisein der NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser statt.
„Kläranlagen stehen meist nicht im Fokus der Öffentlichkeit. Doch wir müssen uns vor Augen führen, dass diese Anlage hier maßgeblich dazu beiträgt, dass nicht nur das Wasser in der Emscher, sondern auch im Rhein und in der Nordsee sauber ist. Kläranlagen sorgen maßgeblich für eine gute Gewässerqualität, diese wiederum ist der Garant für eine Steigerung der Artenvielfalt in den Bächen und Flüssen unseres Landes“, sagt die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.
„Der Umbau dieser Kläranlage ist von immenser Bedeutung für den Emscher-Umbau insgesamt – insbesondere für die Funktion des neuen unterirdischen Abwasserkanals Emscher, der künftig den Emscher-Fluss als abwassertechnische Hauptschlagader der Region ablösen wird“, ordnet Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, die Anpassungsmaßnahmen im Gesamtkontext des Generationenprojekts Emscher-Umbau ein.
Dieses sorgt für Abwasserfreiheit in der Emscher und für eine naturnahe Umgestaltung der Gewässer. „Der Emscher-Umbau ist dabei mehr als ein abwasser-technisches Projekt, er hat auch städtebaulichen Einfluss. Wir schaffen neue grün-blaue Infrastrukturen, die es wiederum zu entdecken, zu erleben und zu erfahren gilt.“, so Paetzel weiter.
Die Kläranlage Emscher-Mündung in Dinslaken nimmt einen besonderen Stellenwert im Kläranlagen-Verbund an der Emscher ein, denn hier – knapp 6 km vor der Mündung in den Rhein – fließt aktuell noch die gesamte Emscher in die Anlage, wo sie final gereinigt wird.

Regionale Bedeutung

Die regionale Bedeutung der Kläranlage verdeutlichte auch Ullrich Sierau, Ratsvorsitzender der Emschergenossenschaft und Oberbürgermeister der Stadt Dortmund: „Der 51 km lange Abwasserkanal Emscher beginnt in Dortmund und nimmt auf seinem Weg Richtung Westen die Abwässer aller Emscher-Anrainer auf. Während er das Schmutzwasser glücklicherweise unter Tage abführt, wird die saubere Emscher als blaues Band zwischen Dortmund und Dinslaken das verbindende Element unserer Region sein“.
Der Umbau der Anlage, ein Großprojekt für sich, wurde bei laufendem Betrieb durchgeführt. Unter anderem entstand eine komplett neue Vorklärstufe (Einlaufbauwerk, Rechenanlage, Sandfang, Vorklärbecken) und es wurden im Bereich der biologischen Reinigung insgesamt 24.192 Belüfterelemente ausgetauscht.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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