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Simmerbach wird renaturiert

Fußwege, Sitzgelegenheiten sowie die Entfernung invasiver Gewächse sollen aus dem Simmerbach eine Erlebnisfläche gestalten. Die Renaturierung fördert das Ökosystem und die Artenvielfalt.

von | 07.02.18

Übergabe des Förderbescheids zur Renaturierung des Simmerbachs. Gruppenbild mit Umweltministerin Ulrike Höfken und Landrat Dr. Marlon Bröhr. (© MUEEF)

„Naturnahe Gewässerentwicklung nützt nicht nur der Artenvielfalt, sondern auch dem Hochwasserschutz. Mit Mitteln aus der Aktion Blau Plus fördert das Umweltministerium daher eine Renaturierungsmaßnahme am Simmerbach mit insgesamt 369.000 Euro“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken am 05.02.2018 in Simmern.
Dort überreichte sie dem Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Dr. Marlon Bröhr, den Förderbescheid. „Am Simmerbach wird ein naturnaher Verlauf möglich mit einem strukturreichen Bachbett und gesunder Ökologie“, freute sich die Ministerin.
Die Finanzierung der Renaturierungsmaßnahme am Simmerbach wird durch die Einnahmen aus dem Wassercent möglich. So wird etwa die Uferböschung abgeflacht, das „Drüsige Springkraut“ – eine invasive Art – entfernt, ein barrierefreier Fußweg sowie Sitzgelegenheiten und eine Erlebnisfläche angelegt.
„Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist ein Vorbild: Bereits seit den Neunzigerjahren engagiert sich der Landkreis sich im Sinne einer naturnahen Gewässerentwicklung“, sagte Höfken. Es wurden kontinuierlich Flächen am Simmerbach aufgekauft, so dass inzwischen ein 20 Kilometer langer Korridor am Bach entstanden ist, an dem Flächen aus der Nutzung genommen wurden oder von Landwirten extensiv bewirtschaftet werden. Zudem wurden seit 2003 insgesamt zwölf Wehre umgebaut, um die Durchlässigkeit des Gewässers wieder herzustellen.
„Gewässer sind wichtige Ökosysteme und Orte der Artenvielfalt. Die von der Aktion Blau Plus geförderten Projekte leisten aber nicht nur einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität an unseren Flüssen und Bächen, sondern erzeugen auch einen Mehrwert für den Naturschutz, für Erholung und Tourismus, für die Landwirtschaft und die Umweltbildung“, betone Höfken. Seit 1994 sind rund 330 Millionen Euro in Projekte der Aktion Blau und Aktion Blau Plus geflossen.
Weitere Informationen hier.

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