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FS Logoi

Verschärfte Diskussion um „Raw Water“

Insbesondere an der US-Westküste lehnen einige Kunden das Trinkwasser aus dem Wasserhahn ab. Grund sei die Entfernung gesundheitsfördernder Bakterien sowie lebenswichtiger Mineralstoffe.

von | 06.02.18

Auch in Deutschland wird der Raw Water Trend kritisch gesehen.

Seinen bisherigen Höhepunkt erreichte die Diskussion rund um das Thema Raw Water (Rohes Wasser) Ende Dezember 2017 mit einem Artikel in der renommierten New-York-Times. Worum geht es? Insbesondere an der US-Westküste lehnen einige Kunden das Trinkwasser aus dem Wasserhahn ab. Die Raw Water-Anhänger kritisieren, dass durch die Wasseraufbereitung in der öffentlichen Trinkwasserversorgung auch gesundheitsfördernde Bakterien und lebenswichtige Mineralstoffe entfernt werden. Daher machen sie sich beispielsweise auf die Suche nach unbehandeltem Wasser aus abgelegenen Quellen. Raw Water-Gegner können diese Argumentation nicht nachvollziehen. Die Debatte wird auf beiden Seiten emotional und ohne belastbare Fakten geführt.
Bisland gibt es keine Studienergebnisse, die die gesundheitsfördernde Wirkung des Raw Water Konsums bestätigen. Auch in Deutschland wird der Raw Water Trend kritisch gesehen. Ingrid Chorus, Abteilungsleiterin beim Umweltbundesamt, rät deutlich davon ab, massenhaft unkontrolliertes Quellwasser zu trinken ohne die spezifischen Belastungen z. B. durch die Industrie und Landwirtschaft in der jeweiligen Region zu kennen.
Unabhängig vom gesundheitlichen Risiko ist der Raw Water Konsum eine kostspielige Angelegenheit. In den USA ist der Rohwasser-Markt beflügelt durch Unternehmen und kluges Marketing richtig in Fahrt gekommen. Überzeugte Konsumenten greifen für ihre Vorliebe tief in den Geldbeutet. Wie die New York Times berichtet, kosten beispielsweise 9,5 Liter ungefiltertes, unbehandeltes und unsterilisiertes Quellwasser in einem Glasgefäß in San Francisco mehr als 30 Euro. Massentauglich ist der Raw Water Trend dadurch keinesfalls.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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