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Projekt „Refill“: Kostenlos Wasserflaschen nachfüllen und Müll vermeiden

Leere Trinkflasche und kein Supermarkt in der Nähe? Ab jetzt ist es in Mülheim/Ruhr möglich, an mehreren Standorten mitgebrachte Flaschen kostenfrei mit Trinkwasser aus der Leitung nachzufüllen. „Refill“ heißt das mittlerweile in ganz Deutschland verbreitete Konzept.

von | 05.09.18

Brachte „Refill“ nach Mülheim: Klimaschutzbeauftragter Jörn Sprenger hier mit Oberbürgermeister Ulrich Scholten, RWW-Mitarbeiter Alexander Weitz und RWW-Pressesprecher Ramon Steggink (v. l.) (Bild: RWW).

In Geschäften, Cafés, Restaurants oder sonstigen Einrichtungen, die sichtbar einen runden blauen Aufkleber „Refill Station“ an Fenstern oder Türen tragen, ist es möglich, Leitungswasser kostenfrei in mitgebrachte Flaschen abzufüllen. Das Ergebnis: Es wird weniger Müll produziert, die Umwelt geschont und Menschen werden inspiriert, plastikfreier zu leben.

Inspiration aus dem Ausland

Vorbild für dieses Projekt ist „Refill Bristol“. Dort läuft es laut Internetpräsenz von „Refill Deutschland“ schon seit 2015 sehr erfolgreich. Seit März 2017 gibt es „Refill“ auch in Deutschland. Nach dem Start in Hamburg ist es mittlerweile zu einer deutschlandweiten Bewegung geworden. Tendenz steigend, getragen von vielen Ehrenamtlichen, die „Refill“ in ihren Städten organisieren und aktiv mithelfen, dem Plastikwahnsinn ein Ende zu bereiten und auf weltweite Verschmutzungen durch Plastikmüll hinweisen.

„Refill Mülheim“

Doch bis „Refill“ in Mülheim angekommen ist, hat es etwas gedauert. Alexander Weitz, Mitarbeiter der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW), der sich seitens des Wasserversorgers mit dem Projekt vertraut und stark gemacht hat: „Wir hatten anfangs niemanden, der „Refill“ ehrenamtlich begleiten und betreuen wollte. Unternehmen, aber auch Vereinen und Stiftungen ist es nicht gestattet. Im Rahmen des Mülheimer Dialogs für Energiewende und Klimaschutz sind wir mit dem Klimaschutzbeauftragten von Mülheim ins Gespräch gekommen. Er fand die Idee sofort gut und war – wie wir – gleich von dem Konzept überzeugt. Einfacher und effektiver kann man Klimaschutz in seinem Alltag kaum leben!“
Auch „Refill Mülheim“ hat damit ab sofort ein Gesicht und einen Ansprechpartner. Der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Mülheim Jörn Sprenger hat am 11. Juli 2018 zusammen mit RWW das Konzept in Mülheim eingeführt. Dazu Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten: „Ich freue mich, dass das Konzept im Workshop ‚Stadtklima & Wohnen‘ angesprochen worden ist. Es ist ein gutes und sinnvolles Beispiel, wie man durch geändertes Trinkverhalten weiteren Müll vermeiden kann!“

Standorte

Als erster Standort in Mülheim wurde zum Start der Aktion das Aquarius Wassermuseum der RWW ausgewählt. Einen entsprechenden Aufkleber brachten die Beteiligten an der Fensterfront im Eingangsbereich an. Interessierte können ab sofort ihre mitgebrachten Flaschen an dem Wasserspender im Foyer auffüllen. „Weitere Standorte stehen bereits fest“, so Jörn Sprenger. „Neben den RWW-Standorten Aquarius und auch Haus Ruhrnatur folgt der Wasserspender im historischen Rathaus. Hinzu kommen zeitnah weitere Standorte.“
Wen das Konzept überzeugt hat und wer künftig ebenfalls Refill Station sein möchte, meldet sich beim Klimaschutzbeauftragten. „Ich halte die Aufkleber bereit und schicke sie den Interessierten gerne zu, denn wir freuen uns über jeden Standort, der das Netzwerk ergänzt“, so Jörn Sprenger weiter. Aufkleber liegen auch bei RWW am Schloß Broich bereit. Damit künftig jeder sehen kann, wo die Standorte für Mülheim zu finden sind, wird es noch eine Internetseite mit einer Übersichtskarte, Namen und Adressen geben.
Quelle: RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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