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HAMBURG WASSER und REMONDIS bauen die weltweit erste Phosphor-Recycling-Anlage

Kategorie:
Thema:
Autor: Jonas Völker

HAMBURG WASSER und REMONDIS bauen die weltweit erste Phosphor-Recycling-Anlage

Das Projekt hat internationalen Vorzeigecharakter: In Hamburg wird der lebenswichtige Rohstoff mit dem von REMONDIS entwickelten TetraPhos®-Verfahren erstmals wirtschaftlich effizient und im großtechnischen Maßstab aus Abwasser zurückgewonnen.
Die weltweiten Phosphorvorkommen sind endlich, doch die Nachfrage steigt konstant. Laut dem Umweltbundesamt wird der Bedarf zwischen 2051 und 2092 das Angebot übersteigen. Mit der neuen Recycling-Anlage für Phosphor demonstrieren REMONDIS und HAMBURG WASSER, wie dem nahenden globalen Engpass auf kommunaler Ebene begegnet werden kann: Würden alle deutschen Kläranlagenbetreiber dem Hamburger Beispiel folgen, könnte auf 60 % der Phosphorimporte verzichtet werden.

Rückgewinnung von Phosphor wird stetig relevanter

Derzeit muss Deutschland den Rohstoff vollständig importieren. Circa 230.000 t Phosphor pro Jahr werden in Form von Dünger auf die Felder ausgebracht. Der Rohstoff ist essentiell für das Pflanzenwachstum und damit für die gesamte Nahrungsmittelproduktion. Die Rückgewinnung von Phosphor wird damit stetig relevanter. Die deutsche Bundesregierung hat gesetzlich vorgeschrieben, dass Phosphor ab 2029 aus Abwasser zurückgewonnen und in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden muss. HAMBURG WASSER wird der erste kommunale Entsorger sein, der diese Vorgabe mithilfe des REMONDIS TetraPhos®-Verfahrens erfüllt. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit Mitteln aus dem Umweltinnovationsprogramm.
Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher sagt: „Der Bau der Hamburger Phosphor-Recycling-Anlage ist ein wichtiges Projekt für den Innovationsstandort Hamburg. Die Rückgewinnung verringert die Umweltbelastung und macht einen kostbaren Rohstoff wieder verfügbar. Das Klärwerk Hamburg liefert mit dieser Anlage eine zukunftsweisende Lösung und setzt internationale Maßstäbe.“
„Die Pilotanlage hatte ich 2015 als Weltpremiere hier eingeweiht und war zuversichtlich, dass der Betrieb wirtschaftlich funktionieren würde. Daher freue ich mich sehr, dass diese innovative Technik nun auch im großen Maßstab hier in Hamburg umgesetzt wird. HAMBURG WASSER ist als kommunales Unternehmen ein Taktgeber für Innovation, das sehen wir auch bei der Wärmewende: Mit der geplanten Abwasser-Wärmepumpe und dem Aquifer-Tiefenspeicher an der Dradenau entstehen Anlagen in ganz neuer Größenordnung,“ so Jens Kerstan, Aufsichtsratsvorsitzender HAMBURG WASSER und Umweltsenator. „Deutschland importiert jährlich tausende Tonnen Phosphor, obwohl sich der Stoff in großen Mengen in Klärwerken ansammelt. Phosphor zu recyceln ist ein hervorragendes Beispiel, wie sich mit knappen Ressourcen nachhaltig wirtschaften lässt. Das ist Klima- und Ressourcenschutz im besten Sinne! Wir können stolz darauf sein, was Hamburg und sein städtisches Unternehmen hier schaffen.“
„Im Abwasser finden wir eine riesige und nicht versiegende Energie- und Rohstoffquelle. Unser Ziel ist es, diese bestmöglich zu nutzen. Schon heute gewinnen wir mehr Energie aus dem Abwasser zurück als eine Kleinstadt benötigt. Mit der neuen Phosphor-Recycling-Anlage bauen wir unser Klärwerk jetzt zur urbanen Rohstoffmine aus und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Ressourcenschutz“, sagt Nathalie Leroy, Geschäftsführerin von HAMBURG WASSER. „Um das energetische Potential des Klärschlamms weiter zu erschließen, vergrößern wir auch unsere Klärschlammverbrennung. Das steigert die Energieproduktion und schafft Entsorgungssicherheit für unsere stetig wachsende Stadt und unsere kommunalen Kooperationspartner.“
Max Arnold Köttgen, Vorstand der REMONDIS SE & Co. KG erläutert: „Die Rückgewinnung von Phosphor mit dem REMONDIS TetraPhos®-Verfahren trägt dem heutigen Anspruch und unserer gesellschaftlichen Verantwortung zum Ressourcenschutz Rechnung. Das von REMONDIS entwickelte Verfahren ist ein weiteres Beispiel unserer Innovationskraft und zeigt in besonderem Maße, dass Recycling wirtschaftlich ist. Mit dem Verfahren werden wir nicht nur bereits heute gesetzliche Anforderungen der Zukunft umsetzen, sondern auch unsere langjährige Kooperation mit der Freien und Hansestadt Hamburg fortsetzen.“

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