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RE-WATER Braunschweig Award für HyReKA-Forscher

Für ihre Präsentation zur Relevanz und Kontrolle antibiotikaresistenter Krankheitserreger in Abwässern auf dem diesjährigen RE-WATER-Symposium (21. Februar) wurde Ricarda M. Schmithausen der Preis der Braunschweiger Stadtentwässerung verliehen. Sie nahm ihn stellvertretend für alle Beteiligten am HyReKA-Projekt entgegen.

von | 04.03.19

Bild: Stadtentwässerung Braunschweig GmbH / Florian Kleinschmidt, BestPixels.de

Mit dem mit 5.000 € dotierten Preis würdigt die Braunschweiger Stadtentwässerung im Rahmen des alle zwei Jahre durchgeführten, internationalen Symposiums beispielhafte Beiträge zur Förderung der Wasserwiederverwertung. Im interdisziplinären BMBF-Projekt HyReKA (Biologische bzw. hygienisch-medizinische Relevanz und Kontrolle Antibiotika-resistenter Krankheitserreger in klinischen, landwirtschaftlichen und kommunalen Abwässern und deren Bedeutung in Rohwässern), wurde erstmals eine vergleichende Risikobewertung unterschiedlicher Eintragspfade antibiotikaresistenter Krankheitserreger in die Gewässer durchgeführt. Gefahrenstellen für die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen über das Abwasser aus Kläranlagen, Tiermast- und Schlachtbetrieben sowie Krankenhäusern wurden identifiziert und die hiermit verbundenen Risiken bewertet.
Die Medizinerin und Agrarwissenschaftlerin Ricarda Schmithausen leitete in ihrem Vortrag die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf die so genannten fakultativ-pathogenen Erreger. Das sind Bakterien, von denen gesunde Menschen normalerweise nicht krank werden, die aber in bestimmten Nischen (z.B. Krankenhäusern) gefährlicher werden können und dort gleichzeitig auf Menschen mit geschwächter Immunabwehr treffen. Einige wassergebundene Erreger sind sehr widerstandsfähig gegen viele Desinfektionsmittel – und sie können Antibiotika-Resistenzgene tragen und auch weiter geben.
Aus den im HyReKA-Projekt erlangten wissenschaftlichen Erkenntnissen werden Handlungsempfehlungen und Lösungsansätze für die Politik, die Siedlungswasserwirtschaft, das Hygiene- und Umweltmanagement sowie die Landwirtschaft abgeleitet. Diese werden bei der Abschlusskonferenz diskutiert, die am 03. und 04. April 2019 im Auditorium Friedrichstraße in Berlin stattfindet.
Nähere Informationen zum Projekt und zur Abschlusskonferenz: www.hyreka.net.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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