Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Sperrfrist endet: Gülle-Düngung auf wassergetränkten Böden weiter nicht zulässig

Auf wassergesättigten Flächen ist die Aufbringung von sogenannten Wirtschaftsdüngern weiterhin verboten, da diese keine Düngemittel aufnehmen können.

von | 02.02.18

Stickstoff- und phosphathaltigen Düngemitteln (u. a.) können nach Ende der Sperre wieder ausgebracht werden - es gelten aber Ausnahmensituationen.

Am 31. Januar 2018 endete die durch die Düngeverordnung festgelegte Sperrfrist zum Ausbringen von stickstoff- und phosphathaltigen Düngemitteln. Die Sperrfrist gilt neben Gülle
u. a. auch für Jauche, Gärreste, Geflügelkot und Mineraldünger. Für Landwirtschaftsbetriebe, die eine Genehmigung zur Verschiebung der Sperrfrist haben, endet die Sperrfrist entsprechend später.
„Wir müssen davon ausgehen, dass gegenwärtig große Teile der landwirtschaftlichen Flächen wassergesättigt sind und keine Düngemittel aufnehmen können. Auf solchen Flächen ist die Aufbringung von Wirtschaftsdüngern weiterhin verboten. In Einzelfällen kann sich die Situation aber durchaus anders darstellen“, so Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.
Das Ausbringen von Wirtschaftsdüngern muss unterbleiben, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist.
Ein Boden gilt als wassergesättigt, wenn der gesamte Porenraum wassergefüllt ist. Das ist der Fall, wenn auf freier, ebener Fläche, nicht nur in Senken, außerhalb von Fahrspuren Wasser­lachen sichtbar sind oder beim Verformen des Bodens (außer Sand) Wasser austritt. Bei hoher Wassersättigung wird in vielen Fällen eine Befahrbarkeit der Böden gar nicht möglich sein.
Wird zur Entlastung der angespannten Lagersituation bei den flüssigen organischen Düngern mit der Ausbringung begonnen, so sind innerhalb der Schläge Flächen auszuwählen, bei denen die Nährstoffaufnahme gegeben ist. Um das Abschwemmen der Dünger durch weitere Niederschläge zu vermeiden, sollte nur auf ebenen Flächen bzw. auf Flächen mit einem dichten Pflanzenbestand mit der Ausbringung begonnen werden.
Das Aufbringen stickstoffhaltiger Düngemittel auf nicht aufnahmefähigen Böden kann als festgestellter Verstoß mit einer dreiprozentigen Kürzung der Betriebsprämie sanktioniert werden.
Aktuelle Informationen zur Wassersättigung der Böden sind den Internetseiten des DWD zu entnehmen bzw. können bei der LFB abgefragt werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Regen für die Wüste: Hohenheimer Forschung untersucht neue Ansätze
Regen für die Wüste: Hohenheimer Forschung untersucht neue Ansätze

Große Solarparks könnten in trockenen Regionen künftig nicht nur Strom erzeugen, sondern auch das lokale Klima beeinflussen. Forschende der Universität Hohenheim untersuchen, ob sich durch riesige Solaranlagen und künstlich angelegte Dünen mehr Niederschlag in Wüstengebieten erzeugen lässt. Hintergrund ist, dass dunkle Flächen Sonnenwärme aufnehmen und dadurch Luftströmungen verändern können. Langfristig könnte dieser Ansatz helfen, extrem trockene Regionen teilweise wieder fruchtbarer zu machen.

mehr lesen
Neuer Ansatz gegen Nitrat im Trinkwasser
Neuer Ansatz gegen Nitrat im Trinkwasser

Nitratdünger steigert Ernten, belastet aber das Trinkwasser. Forschende der Universität des Saarlandes und der Universität Graz entwickeln nun eine Membran, die Nitrat nicht nur filtert, sondern möglichst zu harmlosem Stickstoff umwandelt.

mehr lesen
Emschergenossenschaft investiert in Hochwasserschutz und Gewässerumbau
Emschergenossenschaft investiert in Hochwasserschutz und Gewässerumbau

Die Emschergenossenschaft treibt zentrale Projekte zur Klimafolgenanpassung im Ruhrgebiet weiter voran. Im Fokus stehen der Ausbau des Hochwasserschutzes sowie die ökologische Verbesserung von Gewässern wie dem Hörder Bach oder der Aspelflötte. Dafür plant der Wasserwirtschaftsverband jährliche Investitionen von rund 300 Millionen Euro. Aktuelle Maßnahmen reichen von der Sanierung der Emscher-Deiche bis hin zu umfangreichen Renaturierungsprojekten in Dortmund und Bottrop

mehr lesen
„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“
„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“

Die Wasserversorgung steht längst mitten im digitalen Umbruch – doch je stärker Systeme, Daten und Prozesse vernetzt werden, desto größer werden auch die Angriffsflächen. Dr.-Ing. Dirk Waider, Vorstand von Gelsenwasser, spricht im Interview über Cyberbedrohungen, Datensouveränität, die Rolle von KI als Entscheidungshilfe und die Frage, wie sich Versorgungssicherheit in einer zunehmend fragilen Welt realistisch organisieren lässt.

mehr lesen
Der Wassertwist
Der Wassertwist

Forschende der Abteilung Physikalische Chemie am Fritz-Haber-Institut und der Freien Universität Berlin machen die Anordnung von Wassermolekülen an der Grenzfläche von flüssigem Wasser zu Luft sichtbar. Ihre Erkenntnisse helfen die Chemie an der Grenzfläche besser zu verstehen, die maßgeblich durch die spezifische Anordnung der Wassermoleküle bestimmt wird. Die Studie zeigt, dass besonders ein bisher vernachlässigter Parameter von grundlegender Bedeutung ist: der Wasser-Twistwinkel.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03