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Living Planet Report 2022: Süßwasserarten vom Artensterben am härtesten betroffen

Die Doppelkrise aus Erderhitzung und Artensterben ist dramatisch und wird Gesundheit, Ernährung, Wohlstand und Sicherheit gravierend beeinflussen. Das ist eine Kernaussage des 14. Living Planet Reports des WWF.

von | 19.10.22

19. Oktober 2022: Die Doppelkrise aus Erderhitzung und Artensterben ist dramatisch und wird Gesundheit, Ernährung, Wohlstand und Sicherheit gravierend beeinflussen. Das ist eine Kernaussage des 14. Living Planet Reports des WWF.

Zustand der biologischen Vielfalt hat sich global weiter verschlechtert

Die Klimakrise bedroht die Artenvielfalt und der fortschreitende Verlust an biologischer Vielfalt heizt die Klimakrise weiter an. Auf diese Doppelkrise weist Christopf Heinrich, Geschäftsführender Vorstand von WWF Deutschland, anhand der Entwicklung des globalen Living Planet Index (LPI) hin. Dieser Index, der die Bestände von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien (also aller Wirbeltierarten) seit 1970 erfasst, gilt als einer der bedeutendsten Gradmesser zum Zustand der Erde. 2022 umfasst der Index Daten aus fast 32.000 Wirbeltierbeständen weltweit. Seit 2020 wurden der Datenbank 838 Arten und 11.011 neue Populationen hinzugefügt, darunter mehr Fischarten und Tiere aus bislang unterrepräsentierten Gebieten wie Brasilien.

Süßwasserarten am stärksten betroffen

Demnach sanken die Bestände an Wirbeltieren, ausgehend vom Startwert aus 1970, weltweit um 69 %! Bei Tieren, deren Existenz von intakten Flüssen, Seen und Feuchtgebieten abhängen, sind erneut am härtesten betroffen. Ihre Verluste seit 1970 betragen dramatische 83 %.

Schutz und Wiederherstellung natürlicher Lebensräume reichen nicht aus

Christoph Heinrich: „Nach wie vor setzt die Zerstörung des Lebensraums am meisten zu. Dazu kommt die Übernutzung von Tieren und Pflanzen als zweitgrößte Ursache der Artenkrise an Land und als größte in den Meeren.“

Seiner Ansicht nach reichen die Aktivitäten zur Errichtung von Schutzgebieten und von ökologischen Korridoren aber nicht aus:

„Wir brauchen gesellschaftliche Veränderungen. Wir brauchen dringend einen Wandel beim Konsum, bei der Produktion, bei der Energienutzung, in der Technologie, im globalen Handel und in allen Wirtschafts- und Finanzsystemen.“

Weitere Einzelheiten zum Rückgang der Arten und der fatalen Wechselwirkung zwischen Erderwärmung und Verlust der Biodiversität finden Sie hier.

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Wirbeltiere, die auf intakte Süßwasserreservoirs angewiesen sind, sind vom Artensterben am stärksten betroffen. vitaliy melnik/Adobe Stock

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