Suche...
Generic filters
Filter by Themen
Abwasserbehandlung
Analytik & Hygiene
Digitalisierung
Events
Nachhaltigkeit & Umweltschutz
Netze
Wasser & Abwasser
Wasseraufbereitung
Wassergewinnung
Wasserstress
Water Solutions
Filter by Kategorien
Advertorial
Branche
Events
Forschung & Entwicklung
Leute
News
People
Products & Solutions
Produkte & Verfahren
Publications
Publikationen
Sonstiges
Trade & Industry
Filter by Veranstaltungsschlagworte
abwasser
ACHEMA
Automatisierung
FDBR
Hydrologie
kanalnetze
MSR
Talsperren
trinkwasser
wasseraufbereitung
wasserbau
Wassernetze
Wasserversorgung

Neue Studie zeigt: Deutschland braucht Starkregenwasser-Management

Kategorie:
Autor: Jonas Völker

Neue Studie zeigt: Deutschland braucht Starkregenwasser-Management

„Starkregen ist enorm gefährlich. Es gibt keine tagelange Vorwarnung wie etwa beim Hochwasser von Flüssen. Die Flut kommt quasi von oben – ohne Deich, ohne Schutz“, sagt Günthert. „Allerdings blenden die meisten Kommunen die Gefahren, die hinter dem wachsenden Starkregen-Risiko stecken, einfach aus. Das ist fahrlässig.“ Der Studienautor geht noch weiter: „Die Kommunen müssen zu mehr Prävention gezwungen werden.“ Bund und Länder sollten die Städte und Gemeinden bei ihrem Kampf gegen den Starkregenschutz zwar unterstützen, sie gleichzeitig aber auch in die Pflicht nehmen.

Risiko-Karten für Städte und Gemeinden gefordert

Konkret fordert Günthert, dass Städte und Gemeinden dazu verpflichtet werden, künftig Gefahren- und Risikokarten zu erstellen. Die Topografie mit lokalen Grünflächen und dem Gefälle, die Meteorologie, die Kapazität von Kanalsystemen … – Warnkarten entstehen aus einer Fülle von Daten, erklärt er.
„Auf diesen Risikokarten muss Straße für Straße – bis aufs einzelne Haus genau – die Überschwemmungsgefahr eingetragen werden. Es geht darum, mit der Starkregen-Risikokarte die Wirkung von Sturzfluten digital zu simulieren“, so Prof. F. Wolfgang Günthert bei der Vorstellung der Studie „Starkregen – Urbane Sturzfluten 4.0“ am 14. Mai auf der IFAT in München.
Warnkarten bieten, so Studienautor Günthert, die Chance für ein effektives Regenwasser-Management, das bundesweit dringend notwendig sei. Städte könnten so „wassersensibel entwickelt“ werden. Dazu gehöre insbesondere das Transportieren, Reinigen, Speichern und Ableiten von Regenwasser. Die „Entwässerung der Zukunft“ für Wohnsiedlungen und Verkehrswege vermeide Engpässe im Kanalnetz. Sie schütze damit wesentlich besser vor Überschwemmungen.
Aber auch Hausbesitzer würden von Starkregen-Risikokarten profitieren. Sie könnten damit ganz individuell mehr Vorsorge und damit Gebäudeschutz betreiben – von der Dachbegrünung (zur Zurückhaltung und Verdunstung von Wasser) über Regenbecken und oberirdische Sammelflächen bis zur geschützten Bauvariante für Kellereingänge, Lichtschächte und Tiefgarageneinfahrten.

Überschwemmungen: Besserer Schutz durch Frühwarnsystem

Auch ein bundesweit funktionierendes Frühwarn- und Informationssystem sei notwendig. „Es bringt nichts, viele Menschen weiter im Ungewissen zu lassen. Dafür ist die Gefahr, die vom Starkregen mittlerweile ausgeht, viel zu hoch. Und sie wird Jahr für Jahr größer“, sagt Günthert.
Die Studie „Starkregen – Urbane Sturzfluten 4.0“ wurde von der Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“ in Auftrag gegeben. Auf der IFAT in München sprach sich der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) angesichts der Studienergebnisse dafür aus, Hauseigentümer und Bauherren stärker beim individuellen Starkregenschutz ihrer Gebäude zu unterstützen: „Der Staat muss hier beim Neu- oder Umbau Anreize schaffen“, sagt BDB-Hauptgeschäftsführer Michael Hölker.
Infrage käme beispielsweise – neben steuerlichen Anreizen – die Einführung eines „Starkregen-Bauschutzprogrammes“ bei der staatlichen KfW-Bank. „Hier sind direkte Zuschüsse und zinsgünstige Kredite möglich. Alles ist unterm Strich auf Dauer günstiger als der enorme volkswirtschaftliche Schaden durch die vielen Überschwemmungen“, so Hölker.

Das könnte Sie auch interessieren:

DWA legt Positionspapier „Hochwasser und Starkregen“ vor
Mikroplastik im Schnee der Antarktis nachgewiesen
Positionspapier „Hochwasser und Starkregen – Land und Stadt auf die Klimafolgen vorbereiten“ veröffentlicht

Passende Firmen zum Thema:

Publikationen

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03