Südafrika zählt zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Gleichzeitig liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch bei rund 218 Litern pro Person und Tag. Zum Vergleich: Weltweit sind es durchschnittlich etwa 173 Liter. Eine Herausforderung besteht darin, dass nicht immer klar ist, wo Wasser verbraucht wird und wo es verloren geht.
Ein flächendeckendes System zur exakten Erfassung des Wasserverbrauchs, wie es in Deutschland üblich ist, existiert in Südafrika nicht. Auch eine Abrechnung nach dem tatsächlichen Verbrauch eines Haushalts ist nicht in vergleichbarer Form etabliert. Dadurch fehlt vielerorts die notwendige Transparenz über Verbrauch und Verluste.
Wasserzähler aus Wiesloch-Baiertal im Einsatz
Hier setzt die Engelmann Sensor GmbH aus Wiesloch-Baiertal an. Das mittelständische Unternehmen hat im Rahmen des WECISA-Projektes Wasserzähler nach Südafrika geliefert. Betreut wird das Projekt von der deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika (AHK Südliches Afrika). WECISA steht für „Water Efficiency for Commercial and Industrial Southern Africa“. Ziel ist es, die Wassereffizienz an den Standorten von acht gewerblichen und industriellen Unternehmen im südlichen Afrika zu verbessern. Voraussetzung dafür sind konkrete Verbrauchsdaten – und damit entsprechende Messtechnik.
Verbrauch und Verluste transparent erfassen
Im Rahmen eines Pilotprojektes wird mithilfe der Wasserzähler von Engelmann der tatsächliche Wasserverbrauch erfasst. Dadurch können Wasserverluste aufgedeckt und transparent dargestellt werden. Die gewonnenen Daten sollen darüber hinaus zu einem bewussteren Umgang mit Wasser beitragen. Die Wasserzähler dienen damit nicht nur dazu, Verbrauchswerte für eine Abrechnung zu erfassen. Sie schaffen Transparenz und bilden eine Grundlage für eine faire Abrechnung sowie einen bewussteren Umgang mit der knappen Ressource.
Projekt auf CleanTech-Konferenz vorgestellt
Am 4. September 2026 stellten Vera Massie, Projektleiterin der AHK Südliches Afrika, und Engelmann-Produktmanagerin Kathrina Hirsch das Projekt auf der CleanTech-Konferenz der Exportinitiative Umweltschutz (EXI) vor. Auch Bundesumweltminister Carsten Schneider informierte sich dort über das Projekt. Damit findet Messtechnik aus Wiesloch-Baiertal ihren Weg in das fast 13.000 Kilometer entfernte Südafrika.
Quelle: Engelmann Sensor GmbH









