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Jeder achte Schlauchliner erfüllt mindestens ein Prüfkriterium nicht

Zum 17. Mal legt das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur seinen jährlichen Liner-Report vor. Darin fließen die Prüfergebnisse von insgesamt 2.613 Schlauchliner-Proben ein, die das Institut im Jahr 2020 geprüft hat. Das sind 11 % mehr als im Vorjahr – ein Hinweis darauf, dass es der Sanierungsbranche im letzten Jahr trotz Corona-Pandemie gut ging. […]

von | 13.09.21

Zum 17. Mal legt das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur seinen jährlichen Liner-Report vor. Darin fließen die Prüfergebnisse von insgesamt 2.613 Schlauchliner-Proben ein, die das Institut im Jahr 2020 geprüft hat. Das sind 11 % mehr als im Vorjahr – ein Hinweis darauf, dass es der Sanierungsbranche im letzten Jahr trotz Corona-Pandemie gut ging.

Um in den IKT-LinerReport Eingang zu finden, müssen von einer Sanierungsfirma mindestens 25 Proben eines Linertyps von fünf verschiedenen Baustellen geprüft worden sein. Dies ist 27 Firmen aus sieben verschiedenen Ländern Europas gelungen. Sie setzten zehn unterschiedliche Schlauchliner-Systeme ein.

Die schwächsten Prüfergebnisse seit sechs Jahren

Die Prüfergebnisse des Jahres 2020 sind insgesamt die schwächsten seit sechs Jahren. Jeder achte Schlauchliner erfüllt mindestens ein Prüfkriterium nicht. Die Anforderung ist jedoch klar und eindeutig: Alle vier Prüfkriterien müssen gleichzeitig erreicht werden. In 2020 schaffen dies nur 87,5% der Liner. Aber auch bei Einzelbetrachtung der vier Prüfkriterien (E-Modul, Wanddicke, Biegefestigkeit, Wasser-Dichtheit) zeigt sich, dass die 2020er Ergebnisse die schlechtesten seit sechs Jahren sind. Nur in 2018 waren die Ergebnisse für die Wanddicke um 0,5 %P schlechter als in 2020. Sonst liegen aller Ergebnisse der Jahre 2015 bis 2019 über denen von 2020.

Über die Gründe für diese Entwicklung lässt sich als Prüfinstitut nur spekulieren, nicht aber evidenzbasiert und seriös berichten. Insofern hält sich das IKT mit einer Interpretation zurück. Eines wird aber klar: Trotz der inzwischen sehr hohen technologischen Entwicklung des Schlauchlining-Verfahrens, trotz seiner Stellung als das führende enovierungsverfahren und trotz intensiver Mitarbeiterschulungen ist ein immer Rhöheres Qualitätsniveau kein Naturgesetz. Es zeigt sich vielmehr, dass es auch nach unten gehen kann mit den abgelieferten Leistungen auf Baustellen. Daher sind auch weiterhin strenge Qualitätskontrollen sowohl vor Ort als auch im Prüflabor notwendig.

Hier finden Sie den gesamten Report.

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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