Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Kläranlage Bottrop: Sanierung im laufenden Betrieb

Der Wasserwirtschaftsverband Emschergenossenschaft plant Investitionen von rund 45 Mio. Euro investiert in die Instandhaltung ihrer wasserwirtschaftlichen Infrastruktur am Kläranlagenstandort Bottrop: In dem laufenden Projekt wird zurzeit die Nachklärung mit insgesamt 36 Nachklärbecken bau- und maschinentechnisch saniert bzw. erneuert.

von | 12.08.25

Sanierung der Nachklärung in Bottrop
Copyright: EGLV
Nachklärung in Bottrop

Die Kläranlage der Emschergenossenschaft in der Welheimer Mark ist heute als Deutschlands erste vollständig energieautarke Großkläranlage bekannt. Ihr Bau begann 1991 kurz vor dem Startschuss für das Generationenprojekt Emscher-Umbau. Fünf Jahre später konnte das moderne Klärwerk in Betrieb genommen werden. Ausgelegt ist es für eine Kapazität von zirka 1,34 Mio. Einwohnerwerten (d.h. Menschen plus Industrieunternehmen). Pro Sekunde kann die Anlage maximal 8.500 Liter reinigen.

Die Nachklärung der Kläranlage Bottrop besteht aus drei sogenannten „Straßen“ mit jeweils einem Hauptzulaufgerinne und zwölf Nachklärbecken – in Summe also drei Hauptzulaufgerinne und 36 Becken. Rund 30 Jahre nach der Inbetriebnahme sind nun für eine Verbesserung der Funktionalität und Verlängerung der Nutzungsdauer umfangreiche Sanierungsarbeiten in den verschiedenen Bereichen der Nachklärung erforderlich.

„Die größte Herausforderung bei einem solchen Projekt ist der Umbau im laufenden Betrieb – maximal vier Becken dürfen zeitgleich außer Betrieb genommen werden, da die ordnungsgemäße Reinigung des Abwassers zu jeder Zeit gewährleistet sein muss“, sagt Dr. Frank Obenaus, Vorstand für Wassermanagement und Technik bei der Emschergenossenschaft.

Mehrere Modernisierungsschritte geplant

Die Maßnahme besteht aus insgesamt neun Umbauphasen. In den ersten drei Phasen sind auch die Hauptzulaufgerinne mit enthalten. Um diese umbauen zu können, ist ein umfangreiches Pumpenprovisorium erforderlich, damit die verbliebenen acht Becken der Straße weiterhin beschickt und betrieben werden können. Ab der vierten Umbauphase kann auf das Pumpenprovisorium verzichtet werden.

Für ein besseres Strömungsverhalten in den Nachklärbecken werden die Einlauföffnungen vergrößert sowie neue und optimierte Prallbleche eingebaut. Für eine gleichmäßige Luftzufuhr installiert die Emschergenossenschaft eine neue Rinnenbelüftung. Zudem werden die Klarwasserrinnen künftig abgedeckt, um den Algenbewuchs einzudämmen. Auch das Thema Arbeitssicherheit kommt nicht zu kurz: Um diese künftig weiter zu verbessern, nimmt die Emschergenossenschaft Anpassungen an den Geländern und Treppen im Bereich der Becken vor.

Im Zuge der Maßnahme wird auch die Betriebssicherheit verbessert, da die alten Räumer, die vier Becken bedient haben, durch zwei Räumer für jeweils zwei Becken ersetzt werden. Ferner werden durch das neue Antriebskonzept, die Schienenanlagen der Räumerbrücken und die vollständige Erneuerung der Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik die Anzahl der Betriebsstörungen minimiert.

In die Arbeiten investiert die Emschergenossenschaft zirka 45 Mio. Euro – sie sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

 


 

(Quelle: Emschergenossenschaft)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Wasserkraftverband warnt vor Folgen der neuen 25-kW-Grenze
Wasserkraftverband warnt vor Folgen der neuen 25-kW-Grenze

Der Wasserkraftverband Mitteldeutschland warnt vor Auswirkungen der geplanten EEG-Novelle 2027 auf kleine Wasserkraftprojekte. Neue Anlagen unter 25 kW sollen nach Angaben des Verbands keine EEG-Vergütung mehr erhalten. Zugleich fordert er, bestehende Querbauwerke vor einem Rückbau auf ihre wasserwirtschaftliche, ökologische und energetische Weiternutzung zu prüfen.

mehr lesen
Restaurierungsstopp lässt Phosphorproblem im Arendsee ungelöst
Restaurierungsstopp lässt Phosphorproblem im Arendsee ungelöst

Der Altmarkkreis Salzwedel hat Ende Juli die Genehmigung für das geplante Restaurierungskonzept des Arendsees versagt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zugleich, woher ein wesentlicher Teil der Phosphorbelastung stammt und warum Fachleute sowohl eine Sanierung der Eintragsquellen als auch eine Reduzierung des Phosphors im See für erforderlich halten.

mehr lesen
Weniger Stagnation im Netz: Bigge erneuert Trinkwasserleitung
Weniger Stagnation im Netz: Bigge erneuert Trinkwasserleitung

Die Hochsauerlandwasser GmbH erneuert im Zentrum von Bigge rund 530 Meter einer Trinkwasser-Hauptleitung aus den 1950er Jahren. Neben dem Alter der Leitung sind defekte Armaturen und die bisherige Überdimensionierung Gründe für die Sanierung. Insgesamt investiert der Versorger rund 280.000 Euro.

mehr lesen
16 Hochwasser in zwei Jahren: Europas vergessene Flutserie
16 Hochwasser in zwei Jahren: Europas vergessene Flutserie

Die Magdalenenflut von 1342 galt lange als herausragendes Einzelereignis. Eine kürzlich veröffentlichte Studie rekonstruiert nun 16 überregionale Hochwasser zwischen 1341 und 1343 und zeigt, dass mehrere extreme Ereignisse in kurzer Folge auftraten. Die Ergebnisse sind auch für die heutige Bewertung von Hochwasserrisiken relevant.

mehr lesen
Moorschutz weltweit: Neun Erfolgsgeschichten trotz Klimamüdigkeit
Moorschutz weltweit: Neun Erfolgsgeschichten trotz Klimamüdigkeit

Moore gelten meist als Sorgenkind des Klimaschutzes – degradiert und klimaschädlich. Eine neue internationale Studie zeigt jetzt die andere Seite: neun „Bright Spots“ aus aller Welt, in denen Wiedervernässung, Renaturierung und Paludikultur bereits heute erfolgreich Klima- und Naturschutz vereinen.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Weber-Ingenieure GmbH

Themen: Abwasserbehandlung | Netze

Abwasserbehandlung, Baumanagement, Infrastruktur und Stadtentwässerung, Ingenieurbau, Konversion und Abfall, Technische Ausrüstung, Wasserbau,

SUMA Rührtechnik GmbH

Thema: Abwasserbehandlung

Seit 1957 entwickelt und produziert SUMA Rührwerke für eine Vielzahl von Anwendungen und Branchen. Aufbauend auf unseren Wurzeln im Agrarsektor haben wir uns zu einem Anbieter von Rührtechnik für den Wasser- und Abwasserbereich, Biogas und viele weitere Industriebereiche entwickelt. In den

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03