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BMUKN startet Initiative für mehr Wasserspeicher und Abkühlung

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 21. Juli eine umfassende Initiative präsentiert, um in Städten wie auf dem Land dem Klimawandel mit neuen Wasserspeichern und mehr Abkühlung zu begegnen. Im Mittelpunkt stehen sowohl innovative technische Maßnahmen zur Regenwasserspeicherung als auch der gezielte Schutz und Ausbau natürlicher Verbündeter wie Straßenbäumen, Mooren und Wäldern.

von | 04.08.25

Auch in Mooren soll großflächige nasse Landwirtschaft ermöglicht werden.
Bild: Pixabay/Psubraty
BMUKM

„Die Natur ist unsere wichtigste Verbündete, sowohl gegen Hitze und Trockenheit als auch gegen Starkregen und Überschwemmungen. Wenn wir es richtig anstellen, hilft sie uns, Wasser zu speichern und Landschaften abzukühlen“, so Bundesumweltminister Schneider. „In Städten können Straßenbäume oder entsiegelte Flächen im Sommer mehrere Grad Unterschied machen. Auf dem Land wirken Wälder und Moore wie natürliche Klimaanlagen und speichern zugleich Wasser. Früher ging es darum, dass Wasser möglichst abfließt. Heute sind wir gut beraten, das Wasser in der Landschaft zu halten, als Vorsorge für die nächste Dürre. Dafür zu sorgen, dass auch unsere Kinder noch genügend Grundwasser und Abkühlung finden, ist eine der sinnvollsten Zukunftsinvestitionen, die eine Gesellschaft machen kann.“

Fünf-Punkte-Programm für nachhaltigen Wasserschutz

Die neue Initiative des Bundesumweltministeriums bündelt und verstärkt bestehende Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz, etwa durch:

  • den beschleunigten Umbau von Wäldern zu klimastabilen Wasserspeichern
  • eine neue Förderrichtlinie für nasse Landwirtschaft auf wiedervernässten Mooren
  • Programme für Entsiegelung und Stadtnatur, etwa durch zusätzliche Straßenbäume
  • mehr gemeinsame Investitionen von Bund und Ländern
  • beschleunigte Planung, damit Vorhaben vor Ort schneller umgesetzt werden können

 

Schneider kündigte an, das erfolgreiche KfW-Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ deutlich von 178 auf 385 Mio. Euro aufzustocken. Neben weiteren Stadtbäumen können damit erstmals auch Projekte zur Entsiegelung gefördert werden. Für die entscheidende Rolle der Wälder in der Klimaanpassung sollen die Mittel für 10 Jahre für „Klimaangepasstes Waldmanagement“ auf 145 Mio. Euro jährlich erhöht werden. So können rund 120.000 Hektar zusätzlich naturnah und klimaresilient bewirtschaftet werden. Eine neue Förderrichtlinie („Palu-Richtlinie“) soll darüber hinaus großflächige nasse Landwirtschaft in Mooren ermöglichen. Unterstützung bei der Anschaffung moorbodenschonender Landtechnik wird kurzfristig durch einen Förderaufruf gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank bereitgestellt.

 


 

(Quelle: Bundesumweltministerium/BMUKN)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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