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Biber-Sichtung an der Emscher in Dinslaken

Passend zum „Tag der Artenvielfalt“ am heutigen 22. Mai kann die Emschergenossenschaft bestätigen, dass an der Emscher in Dinslaken ein Biber gesichtet wurde. Erst am Dienstagabend hatte ein Bürger seine „Entdeckung“ per E-Mail dem Wasserwirtschaftsverband gemeldet – inklusive Fotos! Den Fachexpert*innen der Emschergenossenschaft reichte das bereits aus, um eindeutig bestätigen zu können, dass es sich bei dem Tier um keine Nutria handelt, sondern um einen Biber.

von | 22.05.25

An der Emscher in Dinslaken ist ein Biber gesichtet worden.
© Matthias Schulte-Kellinghaus

Der Biber-Fund ist damit ein weiteres Indiz dafür, dass die Abwasserfreiheit in der Emscher und bisher bereits stattgefundene Renaturierungsmaßnahmen nun Früchte tragen! Im vergangenen Jahr war bereits im Osten der Emscher in Dortmund ein Biber nachgewiesen worden. Einige Jahre zuvor gab es einen Fund in Castrop-Rauxel, damals konnte jedoch nur ein totes Tier festgestellt werden.

Die Rückkehr des Bibers ist ein klarer Indikator für den Erfolg der Renaturierung. An der abwasserfreien und teilweise wieder begrünten Emscher findet er wieder geeignete Lebensräume und ausreichend Nahrung. Biber ernähren sich rein pflanzlich, wobei er dafür meist nur im Winter die Rinde und Zweige von Weichhölzern wie Pappeln und Weiden nutzt. Im Sommer ernährt sich der Biber von krautigen Pflanzen und Wasserpflanzen.

Biber als „Dienstleister“ für das Ökosystem

Biber sind natürliche Gewässergestalter: Sie schaffen durch das Totholz gefällter Bäume neue Lebensräume, so dass lichtdurchflutete Offenbiotope und Stillgewässer wechseln – es entstehen vielfältige und strukturreiche Fließgewässerabschnitte für zahlreiche Tier – und Pflanzenarten.

Die Nachricht über die Entdeckung des Biber-Revieres ist sehr erfreulich. Es gilt jedoch auch, die Tiere aufgrund ihrer besonderen „Bauaktivitäten“ insbesondere an kleineren Nebengewässern im Blick zu behalten, denn sie können Probleme im Rahmen der Gewässerunterhaltung verursachen. Daher wird die Emschergenossenschaft die Aktivitäten des unter Artenschutz stehenden Bibers beobachten.

Über die Emschergenossenschaft

Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 km an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 km an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden über 130 km an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de

Weitere Informationen zu EGLV

(Quelle: Emschergenossenschaft/Lippeverband)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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