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Amphibienschutz: Stuttgart saniert Seemühlensee an der Körsch

Wie die Landehauptstadt Stuttgart ankündigt, wird der Seemühlensee an der Körsch in diesem Winter saniert. Ziel ist der Schutz von Amphibien und anderen Wasserlebewesen. Damit möchte Stuttgart einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.

von | 20.11.25

Frosch
Quelle: Pixabay/JerzyGórecki

Nach Angaben der Stadt Stuttgart beginnt die Sanierung des Seemühlensees in Stuttgart-Plieningen voraussichtlich in der zweiten Novemberhälfte. Ziel der Arbeiten ist es, den ursprünglichen Zustand des Gewässers wiederherzustellen. Dazu soll die über die Jahre entstandene Schlammschicht entfernt, die Wasserqualität verbessert und der natürliche Wasserhaushalt stabilisiert werden. Neben der Entschlammung sind bauliche Eingriffe an Zu- und Ableitungen vorgesehen. Auch stark überhängende Gehölze sollen zurückgeschnitten werden, um eine erneute Verschlechterung der Wasserqualität durch Laubeintrag zu vermeiden.

Mit diesen Maßnahmen soll der Lebensraum für gefährdete Amphibienarten wie Grasfrosch und Erdkröte gesichert und aufgewertet werden. Beide Arten, einst häufig in der Region vertreten, sollen inzwischen deutliche Bestandsrückgänge verzeichnen. Das Projekt wird vom Tiefbauamt und dem Amt für Umweltschutz in Abstimmung mit der höheren Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Stuttgart umgesetzt, wie die Stadt informiert. Für die Arbeiten im Naturschutzgebiet Häslachwald liege die entsprechende Genehmigung vor.

Ökologische Bedingungen: wiederholt Anlass zur Sorge

Der Seemühlensee, ursprünglich ein Mühlkanal, galt lange als bedeutendes Amphibiengewässer mit stabilen Populationen. Nach Stilllegung der Seemühle im Jahr 1962 und einer Renaturierung in den 1990er-Jahren verschlechterten sich die ökologischen Bedingungen durch Hochwasser und zunehmende Verlandung erneut. Dadurch trocknete das Gewässer in Teilen aus. Bereits im Bezirksbeirat Plieningen war der Erhalt des Sees in der Vergangenheit Thema politischer Initiativen.

Die jetzige Sanierung ist Teil des vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderten „Feuerwehrprogramms Amphibienschutz“. Dieses landesweite Programm, das 2022 gestartet wurde, sieht die Sanierung von rund 220 Gewässern vor, um bedrohten Amphibienarten neue Lebensräume zu bieten.

Langfristig sollen neben der Sanierung auch regelmäßige Pflege- und Überwachungsmaßnahmen etabliert werden. Darüber hinaus plant die Stadt Stuttgart, durch Informationsarbeit und Umweltbildung das Bewusstsein in der Bevölkerung für den Schutz dieser empfindlichen Tierarten weiter zu stärken.

 


 

(Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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