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Elisabeth Jreisat wird Präsidentin der ARW

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Themen: |
Autor: Finn Gidion

Elisabeth Jreisat wird Präsidentin der ARW
(Quelle: Hessenwasser)

Die Arbeitsgemeinschaft der Rhein-Wasserwerke (ARW) hat eine neue Spitze: Elisabeth Jreisat hat das Amt der Präsidentin übernommen, zuvor stand Dr. Andreas Cerbe für sechs Jahre an der Spitze des Gremiums. Die Wahl erfolgte im Rahmen einer turnusmäßigen Mitgliederversammlung, die aufgrund der Pandemie als Webkonferenz stattfand.  

Elisabeth Jreisat ist Geschäftsführerin der Hessenwasser GmbH & Co. KG mit Sitz in Groß-Gerau und verantwortlich für die Bereitstellung von Trinkwasser für 2,4 Millionen Menschen in der Rhein-Main-Region. Die Diplom Ingenieurin verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Branche. Sie ist Mitglied in den Führungsgremien der Verbände der Wasserwirtschaft und Verbandsvorsteherin des Wasserverbands Hessisches Ried.  

Hessenwasser beliefert über den regionalen Leitungsverbund die Großstädte Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt sowie weitere 50 Kommunen und Weiterverteiler. Mit einer Jahresabgabe von rund 112 Millionen Kubikmeter Trinkwasser gehört Hessenwasser zu den zehn größten Wasserbeschaffungsunternehmen in Deutschland. Durch die aktive Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen mit aufbereitetem Flusswasser wird eine nachhaltige, klimaunabhängige und ökologisch verträgliche Trinkwasserversorgung sichergestellt.  

Die neue ARW-Präsidentin: „Auch wenn schon viel erreicht ist, muss der vorsorgende Gewässerschutz aus Sicht der Trinkwasserversorger weiter vorangetrieben werden. Gerade mit Blick auf den Klimawandel wird die Nutzung von Flusswasser mengenmäßig eine stärkere Bedeutung erlangen, und durch die damit aufkommenden Nutzungskonkurrenzen brauchen wir weiterhin eine starke Stimme für die Qualität des Rheinwassers: Die ARW. Im Dialog mit den verschiedenen Verantwortlichen werden wir den vorsorgenden Gewässerschutz weiter voranbringen.“  

Jreisats Vorgänger Dr. Andreas Cerbe ist seit 2011 bei der RheinEnergie im Vorstand. Dort ist er verantwortlich für die Ressorts Netzbetrieb, Wasserwirtschaft und Regulierungsfragen. Er bleibt im Präsidium der ARW. Die ARW-Geschäftsführung wird weiterhin von Dr. Carsten Schmidt aus Köln übernommen.  

Die ARW wurde als Verein 1957 gegründet, bündelt die Interessen von etlichen Millionen Trinkwasserverbrauchern im Rheineinzugsgebiet zwischen Karlsruhe und der niederländischen Grenze und gehört zu einem internationalen Fach- und Forschungsnetzwerk im gesamten Rheingebiet von der Quelle bis zur Mündung. Im Fokus der Arbeit steht der vorbeugende Gewässerschutz. Als oberstes Ziel hat sich die ARW mit ihren Schwesterverbänden gesetzt, Trinkwasser mit möglichst naturnahen Verfahren aufzubereiten. Die Wasserwerke seien schließlich keine Reparatur- sondern Förder- und Verteilbetriebe. Deswegen steht nach der Philosophie des Verbandes seit mehr als 60 Jahren der Ressourcenschutz ganz oben.  

Die ARW hat in Zeiten, in denen das Wort Umweltschutz nahezu unbekannt war, durch Messprogramme, Forderungskataloge und den Diskurs mit der Industrie dafür gesorgt, dass die Lebensader Rhein insbesondere in der Gewässerqualität in einen guten stabilen Zustand versetzt wurde.  

Mit ihren 24 Mitgliedsunternehmen koordiniert die ARW im Verbund Forschungsvorhaben zu verschiedensten Themen rund um das Trinkwasser und übt eine Wächterfunktion für die Belange des Trinkwassers aus. Sie ist wichtiger Ansprechpartner für Politik, Verbände und Industrie am Rhein. Sie wirkt seit mehr als 60 Jahren darauf hin, dass im gesamten Einzugsgebiet die Trinkwasserversorgung Priorität vor anderen Nutzungen haben muss, und dass Vermeiden vor Beseitigen geht.  

Anforderungen an die Gewässergüte, ein international koordinierter Warn- und Alarmdienst bei Industrieunfällen oder sonstigen Schadensereignissen mit möglichen Auswirkungen aufs Trinkwasser, kritischer Dialog mit der Industrie, Entwickeln von Messverfahren und Bereitstellen von Mitteln für die Forschung: Das alles sind Aufgaben der ARW, die hohen Nutzen für die Trinkwasserqualität im Rheingebiet stiften.

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