Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Elisabeth Jreisat wird Präsidentin der ARW

Die Arbeitsgemeinschaft der Rhein-Wasserwerke (ARW) hat eine neue Spitze: Elisabeth Jreisat hat das Amt der Präsidentin übernommen, zuvor stand Dr. Andreas Cerbe für sechs Jahre an der Spitze des Gremiums.

von | 09.04.21

Die Arbeitsgemeinschaft der Rhein-Wasserwerke (ARW) hat eine neue Spitze: Elisabeth Jreisat hat das Amt der Präsidentin übernommen, zuvor stand Dr. Andreas Cerbe für sechs Jahre an der Spitze des Gremiums. Die Wahl erfolgte im Rahmen einer turnusmäßigen Mitgliederversammlung, die aufgrund der Pandemie als Webkonferenz stattfand.  

Elisabeth Jreisat ist Geschäftsführerin der Hessenwasser GmbH & Co. KG mit Sitz in Groß-Gerau und verantwortlich für die Bereitstellung von Trinkwasser für 2,4 Millionen Menschen in der Rhein-Main-Region. Die Diplom Ingenieurin verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Branche. Sie ist Mitglied in den Führungsgremien der Verbände der Wasserwirtschaft und Verbandsvorsteherin des Wasserverbands Hessisches Ried.  

Hessenwasser beliefert über den regionalen Leitungsverbund die Großstädte Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt sowie weitere 50 Kommunen und Weiterverteiler. Mit einer Jahresabgabe von rund 112 Millionen Kubikmeter Trinkwasser gehört Hessenwasser zu den zehn größten Wasserbeschaffungsunternehmen in Deutschland. Durch die aktive Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen mit aufbereitetem Flusswasser wird eine nachhaltige, klimaunabhängige und ökologisch verträgliche Trinkwasserversorgung sichergestellt.  

Die neue ARW-Präsidentin: „Auch wenn schon viel erreicht ist, muss der vorsorgende Gewässerschutz aus Sicht der Trinkwasserversorger weiter vorangetrieben werden. Gerade mit Blick auf den Klimawandel wird die Nutzung von Flusswasser mengenmäßig eine stärkere Bedeutung erlangen, und durch die damit aufkommenden Nutzungskonkurrenzen brauchen wir weiterhin eine starke Stimme für die Qualität des Rheinwassers: Die ARW. Im Dialog mit den verschiedenen Verantwortlichen werden wir den vorsorgenden Gewässerschutz weiter voranbringen.“  

Jreisats Vorgänger Dr. Andreas Cerbe ist seit 2011 bei der RheinEnergie im Vorstand. Dort ist er verantwortlich für die Ressorts Netzbetrieb, Wasserwirtschaft und Regulierungsfragen. Er bleibt im Präsidium der ARW. Die ARW-Geschäftsführung wird weiterhin von Dr. Carsten Schmidt aus Köln übernommen.  

Die ARW wurde als Verein 1957 gegründet, bündelt die Interessen von etlichen Millionen Trinkwasserverbrauchern im Rheineinzugsgebiet zwischen Karlsruhe und der niederländischen Grenze und gehört zu einem internationalen Fach- und Forschungsnetzwerk im gesamten Rheingebiet von der Quelle bis zur Mündung. Im Fokus der Arbeit steht der vorbeugende Gewässerschutz. Als oberstes Ziel hat sich die ARW mit ihren Schwesterverbänden gesetzt, Trinkwasser mit möglichst naturnahen Verfahren aufzubereiten. Die Wasserwerke seien schließlich keine Reparatur- sondern Förder- und Verteilbetriebe. Deswegen steht nach der Philosophie des Verbandes seit mehr als 60 Jahren der Ressourcenschutz ganz oben.  

Die ARW hat in Zeiten, in denen das Wort Umweltschutz nahezu unbekannt war, durch Messprogramme, Forderungskataloge und den Diskurs mit der Industrie dafür gesorgt, dass die Lebensader Rhein insbesondere in der Gewässerqualität in einen guten stabilen Zustand versetzt wurde.  

Mit ihren 24 Mitgliedsunternehmen koordiniert die ARW im Verbund Forschungsvorhaben zu verschiedensten Themen rund um das Trinkwasser und übt eine Wächterfunktion für die Belange des Trinkwassers aus. Sie ist wichtiger Ansprechpartner für Politik, Verbände und Industrie am Rhein. Sie wirkt seit mehr als 60 Jahren darauf hin, dass im gesamten Einzugsgebiet die Trinkwasserversorgung Priorität vor anderen Nutzungen haben muss, und dass Vermeiden vor Beseitigen geht.  

Anforderungen an die Gewässergüte, ein international koordinierter Warn- und Alarmdienst bei Industrieunfällen oder sonstigen Schadensereignissen mit möglichen Auswirkungen aufs Trinkwasser, kritischer Dialog mit der Industrie, Entwickeln von Messverfahren und Bereitstellen von Mitteln für die Forschung: Das alles sind Aufgaben der ARW, die hohen Nutzen für die Trinkwasserqualität im Rheingebiet stiften.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

(Quelle: Hessenwasser)

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Mehr Daten, mehr Risiko? Der Umgang mit sensiblen Infrastrukturinformationen
Mehr Daten, mehr Risiko? Der Umgang mit sensiblen Infrastrukturinformationen

Wie viel Transparenz ist bei kritischen Infrastrukturen noch verantwortbar? Angesichts neuer technologischer Möglichkeiten wächst die Herausforderung, öffentlich zugängliche Informationen vor Missbrauch zu schützen. Der BDEW plädiert deshalb für ein Umdenken: Bestehende Regelungen sollen überprüft und so weiterentwickelt werden, dass sie sowohl Informationsansprüche als auch Sicherheitsanforderungen gleichermaßen berücksichtigen.

mehr lesen
Wege zu bezahlbarem Wasser in Megastädten
Wege zu bezahlbarem Wasser in Megastädten

Bis 2050 wird fast die Hälfte der städtischen Bevölkerung weltweit mit Wasserknappheit konfrontiert sein. Eine internationale Studie zeigt am Beispiel der indischen Millionenstadt Pune, dass besonders arme Haushalte während mehrjähriger Dürren bei der Wasserversorgung stark benachteiligt sind – trotz zahlreicher Verbesserungsmaßnahmen.

mehr lesen
Fraunhofer IEG und Wuppertaler Stadtwerke starten Machbarkeitsstudie zu Geothermie
Fraunhofer IEG und Wuppertaler Stadtwerke starten Machbarkeitsstudie zu Geothermie

Die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) setzen die Zusammenarbeit bei der geowissenschaftlichen Erkundung der tiefen Geothermie in Wuppertal fort. Ziel ist eine fundierte Machbarkeitsstudie für die Nutzung von Wärme aus mehreren tausend Metern Tiefe. Denn Erdwärme kann eine klimafreundliche und zukunftssichere Energiequelle für die städtische Wärmeversorgung darstellen.

mehr lesen
FlashPhos: Phosphor für die Industrie gewinnen
FlashPhos: Phosphor für die Industrie gewinnen

Abfall aus Kläranlagen entsorgen und gleichzeitig weißen Phosphor gewinnen: Wie das funktioniert, zeigt das neue thermochemische Verfahren FlashPhos. Es ist derzeit die einzige Technologie in Europa, die es ermöglicht, diesen wichtigen Rohstoff umweltfreundlich, effizient und kostengünstig für industrielle Anwendungen herzustellen. Ein europaweites Konsortium hat unter Koordination der Universität Stuttgart die FlashPhos-Technologie erforscht und entwickelt.

mehr lesen
Die unbekannte Insel in der Antarktis
Die unbekannte Insel in der Antarktis

Ein 93-köpfiges internationales Expeditionsteam erforscht seit Februar an Bord des Eisbrechers Polarstern des Alfred-Wegener-Instituts das nordwestliche Weddellmeer in der Antarktis. In dieser Schlüsselregion für globale Meeresströmungen standen der Ausstrom von Eis und Wasser aus dem Larsen-Schelfeis-Gebiet sowie der erstaunliche Meereisrückgang der letzten Jahre im Fokus. Als wegen der rauen Wetterbedingungen die Forschungsarbeiten unterbrochen werden mussten, um im Windschatten von Joinville Island Schutz zu suchen, wurden Wissenschaft und Schiffscrew von dem plötzlichen Auftauchen einer Insel überrascht, die zuvor auf den vorhandenen Seekarten lediglich als Gefahrenzone verzeichnet war.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Keller & Hahn Brunnenbau GmbH

Thema: Wassergewinnung

Brunnenbau, Quellfassungen,

ETSCHEL BRUNNENSERVICE GMBH

Thema: Wassergewinnung

Home of the JET Master

pigadi GmbH

Thema: Wassergewinnung

Brunnenservice Büro Süd: +49 9264 989 098 Büro NRW +49 2041 3805

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03