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Organische Phosphorverbindungen

Foto: Pixabay
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Vorkommen:

Phosphor ist über Sauerstoff- und/oder Kohlenstoffatombrücken mit ein bis drei organischen Resten verknüpft.

Sie kommen natürlich oder industriell hergestellt vor.

Natürliche Verbindungen:

  • Teils essentielle Moleküle,
  • Adenosintriphosphat (ATP) als wichtiger Teil des Energiestoffwechsels,
  • Phospholipide in Zellmembranen,
  • Bestandteil von DNS und RNS.

Industrielle Bedeutung:

Verwendung als Flammschutzmittel, Weichmacher, Additive, Komplexbildner, Biozide, Kampfstoffe sowie Schmierstoffe.

Die Produktionsmengen belaufen sich – je nach Verwendungszweck – auf mehrere tausend Tonnen pro Jahr.

Die bekannteste Verbindung ist Glyphosat.

Phosphonate haben als Antiscalante große Bedeutung in Kühlwässern, Membranverfahren und Entsalzungsanlagen.

Chlorierte Phosphatester werden vor allem als Flammschutzmittel eingesetzt.

Emission von industriellen organischen Phosphorverbindungen:

Verschiedene organische Phosphatester besitzen ubiquitäre Präsenz in der Umwelt.

Weltweit in Luft, Wasser und Boden nachgewiesen.

Chlorierte Phosphatester werden in Kläranlagen nur unzureichend eliminiert und gelangen so in natürliche Gewässer.

Gesundheitsgefährdung industrieller Phosphorverbindungen:

Biozide Wirkung beruht häufig auf Hemmung der Acetylcholinesterase.

Alkylierte Phosphatester (z. B. Tri-n-butylphosphat) mit potenziell neurotoxischer Wirkung.

Chlorierte Phosphatester (z. B. Tris(2-chlormethylphosphat)) mit potenziell karzinogener Wirkung.

Langzeitwirkungen wurden noch nicht ausreichend erforscht.

Ausgabe 06/2018

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