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Epichlorhydrin

Foto: Pixabay
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Eigenschaften von Epichlorhydrin

Epichlorhydrin ist eine synthetisch hergestellte Verbindung, die aus Chlor und Propylen oder aus Salzsäure und natürlichem Glycerin erzeugt wird.

Verwendung von Epichlorhydrin

Epichlorhydrin wurde bis vor wenigen Jahren für die Herstellung von synthetisiertem Glycerin und Glycidol sowie deren Derivaten verwendet. Mittlerweile fallen große Mengen Glycerin bei der Biodiesel-Herstellung an.

Weiterhin dient Epichlorhydrin als vielseitiger Ausgangsstoff zur Herstellung verschiedener organischer Verbindungen und Polymeren, z. B. in Epoxidharzen.

Bestandteile in Farben, Lacken und Schellack.

Es wird als Stabilisator in chlorhaltigen Materialien wie synthetischen Gummi oder auch in Insektiziden verwendet.

Reliningverfahren: Epoxidharze werden in der grabenlosen Rohrsanierung, z. B. Trinkwasserleitungen, eingesetzt.

Emission von Epichlorhydrin in die Umwelt

Epichlorhydrin ist relativ flüchtig und verdampft leicht aus Böden und anderen Feststoffen (z. B. Epoxidharzen). Weitere Emissionsquelle stellt das Epoxidharz produzierende und verarbeitende Gewerbe dar.

Expositionswege

Epichlorhydrin kann durch die Luft (vor allem in der Epoxidharzherstellung), durch die Haut und durch das Trinkwasser aufgenommen werden.

Gesundheitsgefährdung/Toxizität

Eine einmalige Exposition mit Epichlorhydrin führt zur Reizung der Augen und des Rachens, bei Hautkontakt mit der Flüssigkeit ergeben sich Hautverätzungen.

Inhalation und Hautkontakt bewirken eine systemische Resorption, die zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, abdominellen Schmerzen sowie zu Lungen-, Leber- und Nierenschäden führen kann.

Epichlorhydrin ist giftig und krebserregend.

Aktuelle rechtliche Situation

Der Grenzwert für Epichlorhydrin in Trinkwasser liegt bei 0,0001 mg/L.

Ausgabe 09/2018

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