Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Chrom

Quelle:Adobestock/Dedmityay
« zurück zum Index

Chemie:

Chrom zählt zu den Übergangsmetallen und kommt überwiegend in den Oxidationsstufen II, III und VI vor. Chrom (III) ist am stabilsten. Chrom (VI) ist toxisch, mutagen und karzinogen.

Vorkommen:

Natürlich in der Erdkruste, durch Verwitterung und geogene Prozesse kommt es im Boden, Grund- und Oberflächengewässern vor. Der Grenzwert für Chrom in der TrinkwV liegt bei 0,050 mg/l [1].

Chrom wird überwiegend aus Chromit oder Chromeisenstein (FeCr2O4) gewonnen. Die bedeutensten Förderländer sind Südafrika, Kasachstan und Indien.

Verwendung:

Verwendet wird es bei der Verchromung von Metall, als Korrosionsschutz, Legierung, als Katalysator, zum Färben von Glas (smaragdgrün und gelb), als Pigment in Farben und Färbemitteln, als Reinigungsmittel in der chemischen Industrie und Glasindustrie, zur Herstellung von Magnetbändern sowie in der Ledergerberei (als Chromsulfat) und in der Holzverarbeitung.

Problematik:

Chrom (III) und (VI) fällt in industriellen Prozessen im Abwasser und als Sondermüll an [2] und muss in saurer Umgebung unter Verwendung eines Reduktionsmittels durch Fällung entfernt werden. In der Trinkwasseraufbereitung kann natürlich vorkommendes dreiwertiges Chrom durch bestimmte Verfahren (Entsäuerung) sogar zu Cr (VI) oxidieren. Reduktionspotenziale haben Enteisenung/Entmanganungsverfahren, basische Anionenaustauscher sowie die Nanofiltration [3].

Ökotoxikologie:

Hochtoxisch (akut und chronisch) für Menschen und aquatische Systeme, toxisch (akut) und hochtoxisch (chronisch) für terrestrische Systeme. Chrom ist auch bioakkumulativ (reichert sich in Organismen an).

Die europäische REACH Verordnung hat daher bereits 2017 für „Bedarfsgegenstände mit Körperkontakt“ den Grenzwert von Chrom (VI) auf < 3mg/kg festgelegt [4], sowie den Einsatz von Chrom (VI) in der Industrie verboten.

Literatur:

[1] TrinkwV: Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch 1, 2 (gesetze-im-internet.de)

[2] Umweltbundesamt | Für Mensch und Umwelt

[3] F. Sacher,, M. Riegel, V. Schlitt: Entfernung von Chromat bei der Trinkwasseraufbereitung, energie/wasser-praxis 11/2917, S. 102 – 107.

[4] REACH verstehen – ECHA (europa.eu)

Ausgabe:10/2021

« zurück zum Index
Förderung für Spitzenprofessur im Konstruktiven Wasserbau für Prof. Dr.-Ing. Holger Haufe

Förderung für Spitzenprofessur im Konstruktiven Wasserbau für Prof. Dr.-Ing. Holger Haufe

Bekanntes Gesicht besetzt neue Professur „Konstruktiver Wasserbau“ der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm): Prof. Dr.-Ing. Holger Haufe übernimmt die neu eingerichtete Professur, die im Rahmen der Förderlinie „Spitzenprofessur (HaW)“ vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst eine Förderung von bis zu 3,5 Millionen Euro für fünf Jahre erhält.

mehr lesen
Wege zur großflächigen Renaturierung: Wie Europas Flüsse wieder lebendiger werden

Wege zur großflächigen Renaturierung: Wie Europas Flüsse wieder lebendiger werden

Flüsse, Moore und Auen stehen unter Druck – und mit ihnen zentrale Lebensgrundlagen für Mensch und Natur. Doch wie lassen sich zerstörte Ökosysteme nicht nur lokal, sondern europaweit wirksam wiederherstellen? Ein Team um Daniel Hering von der Universität Duisburg-Essen hat darauf nun eine Antwort gefunden: mit fünf zentralen „Bausteinen“, die den Weg für eine umfassende Renaturierung ebnen.

mehr lesen
GF und VAG bauen gemeinsam zuverlässige Wassernetze

GF und VAG bauen gemeinsam zuverlässige Wassernetze

Mit der Übernahme der VAG-Group setzt GF ein Zeichen in der Wasserindustrie. Erstmals präsentieren sich beide Unternehmen auf der IFAT mit integrierten Flow Solutions aus Polymer und Metall, von der Rohrleitung bis zur Hochleistungsarmatur. Wie daraus Mehrwerte entstehen, zeigt ein Referenzprojekt aus der Schlossbadi Frauenfeld.

mehr lesen