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Carbamazepin

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Chemische Eigenschaften:

C15H12N2O; bildet Metabolite, biologisch schlecht abbaubar, persistent.

Verwendung:

Behandlung von Anfallsleiden von affektiven Störungen wie Depressionen oder Manie (als Ersatz für Lithium) zum Schutz vor Krampfanfällen im Alkoholentzug oder bei Multipler Sklerose Verwendung in der Therapie von Schmerzsyndromen (Trigeminusneuralgie, Migräne, Clusterkopfschmerz)

Problemstellung:

Carbamazepin ist im Klärschlamm nachweisbar. Über die noch teilweise zulässige Verbringung auf landwirtschaftliche Nutzflächen werden die Rückstände und Metabolite pflanzenverfügbar. Die Universität Bremen erforscht u.a. die Abbaukapazität in Pflanzenkläranlagen. Bereits 2013 wiesen Wissenschaftler der TU Berlin die effektive Entfernung durch Ozonung nach.

Gesundheitsgefährdung:

Obwohl als Arzneimittel eingesetzt verursacht Carbamazepin erhebliche Nebenwirkungen und bildet toxische Metabolite. Es sind Ersatzstoffe verfügbar. Carbamazepin gehört zu den Substanzen, die in der Spurenstoff-Verordnung des Bundes aufgenommen sind

Quellen:

  • www.bmu.de/meldung/spurenstoffstrategie-des-bundes
  • www.uft.uni-bremen.de
  • Huebner, U. et al. (2014): Ozonation products of carbamazepine and their removal from secondary effluents by soil aquifer treatment–indications from column experiments. In: Water Research 2014 Feb 1;49:34-43.
  • Brunnhuber, S. et al. (2005): Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie. München

 

Ausgabe : 12/2018

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