Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Wie alt ist unser Wasser?

Vom 1. bis 6. März 2026 kommen rund 1.300 Physikerinnen und Physiker in Mainz zusammen, um auf Einladung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) aktuelle Fragen der Quantentechnologien zu diskutieren. Eines der Themen: "Quantentechnologien für Klima und Umwelt: Unsere Ozeane, unser Eis, unser Trinkwasser – wenige Atome verraten Alter".

von | 26.02.26

Bei dem Begriff „Quantentechnologie“ denken viele an geheimnisvolle Computer, die eines Tages alle Codes knacken können. Tatsächlich steckt hinter der Quantentechnologie jedoch viel mehr: neue Messmethoden, mit denen sich Dinge sichtbar machen lassen, die sonst unsichtbar bleiben. In seinem Vortrag „Quantentechnologien für Klima und Umwelt: Unsere Ozeane, unser Eis, unser Trinkwasser – wenige Atome verraten Alter“ geht es Prof. Dr. Markus Oberthaler um ein konkretes Beispiel: eine Quantentechnologie, mit der sich das Alter von Wasser bestimmen lässt – egal, ob es sich um Trinkwasser, Gletscherwasser oder Wasser in den Ozeanen handelt. Sogar die Menge an menschengemachtem CO2, das bereits im Meer „geparkt“ ist, kann damit bestimmt werden.

Eines unter vielen Billionen

Die Natur verrät dieses Alter über seltene Atome, die in Spuren im Wasser vorkommen. Sie sind so selten, dass man sie im Grunde einzeln zählen muss – ungefähr eines unter vielen Billionen anderen. Genau das gelingt mit einer neuen Methode, der sogenannten Atom Trap Trace Analysis. Dabei werden einzelne Atome in einer Art „Lichtfalle“ eingefangen und zum Leuchten gebracht. So ist es möglich, das Alter einer Probe zu bestimmen, indem lediglich rund zehn Liter Wasser oder Eis untersucht werden.

In seinem Vortrag nimmt Oberthaler das Publikum mit auf die Reise einer Probe: von der Entnahme in der Natur über die Analyse im Labor bis hin zu dem Moment, in dem einzelne Atome im Dunkeln aufblitzen und ihre Geschichte erzählen. Anhand von Beispielen aus der Trinkwasserversorgung, den Ozeanen und den Gletschern wird deutlich, wie wenige Atome ausreichen, um neue Erkenntnisse über unsere Natur zu gewinnen.

Die Öffentlichkeit ist herzlich zum Vortrag „Quantentechnologien für Klima und Umwelt: Unsere Ozeane, unser Eis, unser Trinkwasser – wenige Atome verraten Alter“ am Donnerstag, 5. März 2026, um 20:00 Uhr im Hörsaal RW1, Haus Recht und Wirtschaft (ReWi), Jakob-Welder-Weg 9, 55128 Mainz eingeladen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Vortrag erfolgt im Rahmen der Frühjahrstagung der Sektion Atome, Moleküle, Quantenoptik und Plasmen (SAMOP) der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Die Frühjahrstagungen sind ein zentraler Baustein der Aktivitäten der DPG. Sie sind wichtige Plattformen für Studierende, um hier ihre Forschungs- und Abschlussarbeiten oft zum ersten Mal einem größeren Fachpublikum vorzustellen. Darüber hinaus bietet sich Early Career Researchers hier die Möglichkeit, mit erfahrenen Physikerinnen und Physikern aus Wissenschaft und Industrie ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und Anregungen für die Berufs- und Karriereplanung zu sammeln.


Quelle: Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG) und Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Auszeichnung für herausragende Projekte im Wasserbau
Auszeichnung für herausragende Projekte im Wasserbau

Der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) führt einen Deutschen Wasserbaupreis ein. Ausgezeichnet werden künftig herausragende Ingenieurleistungen, die Nachhaltigkeit, Funktionalität und technischen Fortschritt im Wasserbau und in der Wasserwirtschaft verbinden. Der Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen des BWK-Bundeskongresses vergeben.

mehr lesen
Aqua Urbanica 2026 in Kaiserslautern
Aqua Urbanica 2026 in Kaiserslautern

Vom 21. bis 23. September 2026 bringt die Aqua Urbanica in Kaiserslautern Fachleute aus Wissenschaft, Planung und Praxis zusammen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen rund um die Stadtentwässerung, die Regenwasserbewirtschaftung sowie der Einsatz realer Messdaten zur Weiterentwicklung hydrologischer Modelle.

mehr lesen
BUND-Recherche zeigt Defizite beim Hochwasserschutz
BUND-Recherche zeigt Defizite beim Hochwasserschutz

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weiterhin erhebliche Defizite beim Hochwasserschutz. Eine neue Recherche zeigt, dass Flüsse in Deutschland große Teile ihrer natürlichen Überschwemmungsflächen verloren haben und der Schwerpunkt der Investitionen nach wie vor auf technischen Schutzmaßnahmen liegt. Aus Sicht des BUND sind deutlich mehr Investitionen in die Wiederherstellung von Auen, Deichrückverlegungen und andere naturbasierte Lösungen erforderlich, um Hochwasserrisiken und die Folgen des Klimawandels wirksam zu begrenzen.

mehr lesen
OOWV treibt Ausbau der Infrastruktur weiter voran
OOWV treibt Ausbau der Infrastruktur weiter voran

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat 2025 insgesamt 165 Millionen Euro in die Wasserver- und Abwasserinfrastruktur investiert – mehr als im Vorjahr. Mit dem Ausbau von Wasserwerken, Leitungen und Kläranlagen reagiert der Verband auf den steigenden Wasserbedarf, den Klimawandel und wachsende Anforderungen an eine sichere Versorgung.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03