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Versorgungssicherheit: Erkenntnisse aus dem Reallabor

Um Wasserknappheit zu bekämpfen, sind Technologien zur Wasserwiederverwendung vielversprechend, insbesondere in der Landwirtschaft. Doch wie immer gehen damit auch Herausforderungen einher. Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung hat sich im Forschungsprojekt HypoWave mit gesellschaftlichen und institutionellen Hürden beschäftigt. ISOE-Wasserexpertin Martina Winker stellt die Ergebnisse bei der Konferenz der International Water Association (IWA) vor.

von | 13.03.25

HypoWave+ Eröffnungsfest des hydroponischen Gewächshauses - Führung im Gewächshaus mit Stefan Pieper (IseBauern).
Quelle: ISOE
Versorgungssicherheit

Die Wiederverwendung von Wasser gilt längst weltweit als wichtige Komponente für zukünftige Versorgungssicherheit. Sie wird mit Blick auf die Folgen des Klimawandels immer relevanter. Vor allem in Regionen, die von Dürren und Wasserknappheit geprägt sind.

Versorgungssicherheit durch Wasserwiederverwendung

Die Forschungsprojekte HypoWave und HypoWave+ dienen seit 2016 erfolgreich der Erprobung eines neuen Lösungsansatzes für Wasserwiederverwendung. Das Forschungsteam unter der Leitung der Universität Braunschweig hat ein Verfahren entwickelt sowie praktisch erprobt. Es handelt sich um ein besonders wasserschonendes Verfahren für den hydroponischen Anbau von Gemüse mit hochwertig aufbereitetem Bewässerungswasser. Die Umsetzung erfolgte in einem Reallabor.

Das Bewässerungswasser für den Anbau kommt aus kommunalem Abwasser. Durch die Aufbereitung konnte ein ohnehin schon wasserschonendes Verfahren für die landwirtschaftliche Produktion noch optimiert werden.

„Technische Meilensteine wie das System zur Wasserwiederverwendung in HypoWave können die landwirtschaftliche Bewässerung in die Zukunft führen“, sagt ISOE-Wasserforscherin Martina Winker. „Sie zeigen aber nur die eine Seite der Medaille, wenn es um Innovationen geht. Um effiziente neue Lösungen umzusetzen, sind auch nichttechnische Herausforderungen zu bewältigen.“

 

Ergebnispräsentation aus dem HypoWave-Reallabor bei der IWA-Konferenz in Kapstadt

Wie kommen neue Partnerschaften zustande, die die Anwendung der technologischen Neuerung tragen können, und wie gelingt die Kooperation in einem neuen Kontext? Wie gelangt die Innovation in die Anwendung? Konkret: Wie schafft das Gemüse aus dem neuartigen Bewässerungssystem den Weg in den Verkauf? Welche Verantwortung liegt bei den kommunalen Betreibern und privaten Unternehmen, die sich an der Innovation beteiligen?

Fragen wie diese hat sich das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung im Forschungsprojekt HypoWave+ gestellt und in einem Reallabor erarbeitet. Somit haben die Forschenden interdisziplinäres Wissen in praxisorientierte experimentelle Umgebungen integriert. Wasserexpertin Martina Winker stellt diesen Ansatz am Beispiel von HypoWave+ und Ergebnisse bei der der diesjährigen 14. IWA-Konferenz „Water Reclamation and Reuse“ in Südafrika vor.

Weitere Informationen

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