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Was tun bei Starkregen? Prof. Heiko Sieker über Risikominimierung und Schwammstädte

Starkregenereignisse werden in Deutschland immer häufiger. Dr. Heiko Sieker fordert dringende Maßnahmen zur Risikominimierung und stellt moderne Strategien vor, um sich gegen die Wassermassen zu wappnen.

von | 06.08.24

Lesen Sie im Interview, wie Prof. Heiko Sieker modernes Regenwassermanagement erklärt.
Starkregen; Schwammstadt

In der Deutschland treten Extremwetterereignisse immer häufiger auf, Starkregen ist nur ein Beispiel. Dr. Heiko Sieker, Regenwasserexperte und Honorarprofessor am Fachgebiet für Wasserwirtschaft und Hydrosystemmodellierung der TU Berlin, fordert dringende Maßnahmen zur Risikominimierung und stellt moderne Strategien vor, um sich gegen die Wassermassen zu wappnen.

„Zuerst müssen wir die Gefahren durch Starkregen schnellstmöglich identifizieren und entsprechende Risikokarten öffentlich zugänglich machen“, betont Dr. Heiko Sieker.

Obwohl einige Kommunen bereits aktiv sind, fehlt es noch an einer flächendeckenden Verfügbarkeit. Diese Karten müssen in Planungsprozesse, besonders in der Bauleitplanung, integriert werden, um Überschwemmungsgebiete nicht zu unterschätzen und neue Baugebiete sicher zu planen. Das passiert z. B. schon in dem Projekt BlueGreenStreets.

Die Schwammstadt als Schutz vor Starkregen

Ein modernes Regenwassermanagement nach dem Schwammstadtprinzip ist essenziell. „Regenwasser sollte vor Ort gespeichert werden, um es in Trockenzeiten nutzen zu können“, erklärt der Experte. Dachbegrünung, Versickerung und Zisternen sind effektive Maßnahmen, um sowohl Starkregenprobleme als auch Hitze und Trockenheit zu bekämpfen. Dies sei besonders in niederschlagsärmeren Regionen wie Berlin notwendig.
Die Techniken für nachhaltiges Regenwassermanagement sind bekannt und erprobt, doch veraltete Regelwerke und auf Entwässerung fokussierte Verwaltungsprozesse bremsen deren Umsetzung. „Die öffentliche Hand muss hier mit gutem Beispiel vorangehen“, fordert Sieker.

Aktuelle Forschung und individuelle Maßnahmen

Im Forschungsprojekt „Blue-Green-Streets“ wird an der klimaresilienten Gestaltung von Straßen gearbeitet. Ein weiterer Forschungsfokus liegt auf der intelligenten Steuerung von Regenwasserspeichern, um das Regenwasserdilemma zu lösen.
Jeder Einzelne kann ebenfalls beitragen: „Informieren Sie sich über Risiken und treffen Sie Vorsorge, z. B. durch Schutz von Eingängen und Kellerräumen“, rät der Experte. „Auch einfache Maßnahmen wie Regentonnen oder Regenwasserkaskaden sind sinnvoll.“

Mehr dazu erklärt Prof. Sieker im Interview mit der gwf Wasser|Abwasser.

Zum Interview

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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