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Pixel-Helden erklären die Smart City: Urbane Innovation greifbar machen

Mit den „Smart City Heroes“ hat das RWTH-Aachen-Startup dataMatters gemeinsam mit der digitalen Kreativagentur YipYips eine ungewöhnliche Methode gefunden, komplexe Technologie zu vermitteln. In Form von Retro-Videospiel-Figuren wie „Data Dan“ werden kommunale Herausforderungen dargestellt, die Smart Cities mit Hilfe von Sensoren, Datenräumen und Künstlicher Intelligenz (KI) lösen können. Die Videoclips dienen zur anschaulichen Vermittlung – doch die Szenarien basieren allesamt auf realen Projekten.

von | 03.09.25

Hinter den spielerischen Visualisierungen steht das Betriebssystem urbanOS, das dataMatters entwickelt hat. Es verbindet Sensorik, Funkstandards (LoRaWAN), urbane Datenräume und KI zu einem umfassenden Steuerungszentrum.
Quelle: dataMatters und YipYips
Smart City

Reale Einsatzfälle hinter Pixelgeschichten

Ein Beispiel ist der Clip „Die Urban League räumt auf“, in dem smarte Müll­behälter über Sensoren ihren Füllstand funken. Das dahinterstehende reale Projekt wird bereits in der Stadt Hürth eingesetzt: Stadtwerke müssen so nur jene Container anfahren, die tatsächlich geleert werden müssen. Künstliche Intelligenz optimiert zudem die Fahrtrouten der Müllfahrzeuge.

Ein weiterer Film widmet sich dem Schutz von Stadtbäumen vor Trockenstress. Das Konzept „Urban Tree Intelligence“, das inzwischen u. a. in Dormagen, Hürth und Köln umgesetzt ist, verleiht Bäumen gewissermaßen digitale „Stimmen“: Sensoren melden per Funk den Wasserbedarf, sodass gezielt und sparsam bewässert werden kann.

Auch Extremwetter steht im Fokus: Ein dritter Clip zeigt, wie Sensoren an Brücken, Flüssen und Sinkkästen Daten gegen Überflutungen liefern. Damit lässt sich die Verwundbarkeit gegenüber Starkregen verringern – ein Problem, das durch den Klimawandel an Bedeutung gewinnt.

Smart-City-Technologie als Gesamtpaket

Hinter den spielerischen Visualisierungen steht das Betriebssystem urbanOS, das dataMatters entwickelt hat. Es verbindet Sensorik, Funkstandards (LoRaWAN), urbane Datenräume und KI zu einem umfassenden Steuerungszentrum.

Das Unternehmen übernimmt dabei sämtliche Arbeitsschritte – von Genehmigungsverfahren über den Aufbau der IoT-Infrastruktur bis hin zur laufenden Wartung. Erste Ergebnisse sind meist binnen weniger Tage verfügbar, die Komplett­umsetzung eines Projektes dauert in der Regel zwei bis vier Monate.

Urbanisierung als globaler Treiber

Die Vereinten Nationen warnen, dass bis 2030 mehr als 60 % der Weltbevölkerung in Städten leben werden. Ohne smarte Lösungen in Verkehr, Abfallwirtschaft, Energieverbrauch und Klimaanpassung sei dies kaum zu bewältigen. Genau darauf setzen dataMatters und vergleichbare Anbieter.

The Urban League ist in diesem Video auf einer neuen Mission: Smarte, datenbasierte Hochwasservorsorge in einer modernen Stadt. Mithilfe von urbanOS by dataMatters erfassen die Sensoren lokale Starkregenereignisse, messen den Pegelstand von Gewässern und überwachen Sinkkästen in Straßeneinläufen – für frühzeitige Warnung bei Rückstau und Überflutung.

Wachsende Märkte für Smart Cities

Smart Cities gelten mittlerweile als Milliardenmarkt. Allein in Deutschland beziffern Expertenschätzungen das Volumen aktuell auf rund acht Milliarden Euro, mit Potenzial auf etwa 47 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren. Weltweit wird das Marktvolumen bis 2030 auf rund vier Billionen US-Dollar prognostiziert.

Ein entscheidender Baustein ist die Verfügbarkeit von Netzinfrastrukturen wie LoRaWAN, das in zwei Dritteln der deutschen Postleitzahlgebiete bereits funktauglich etabliert ist. Diese Technologie ermöglicht die energie­effiziente, drahtlose Übermittlung von Sensordaten über große Entfernungen hinweg.

Fazit

Die „Smart City Heroes“ sind mehr als ein unterhaltsamer Ansatz: Sie machen sichtbar, wie smarte Technologien den Alltag in Städten bereits heute verändern. Ob Müllentsorgung, Klimawandel­anpassung oder Verkehrssteuerung – die Pixel-Clips sind jede­falls nur ein Vorgeschmack auf reale digitale Werkzeuge, die Städte nachhaltiger und effizienter machen sollen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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