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Monitoring des städtischen Abwassermikrobioms in Hamburg

Die Vielfalt des aquatischen Mikrobioms im Abwasser einer Großstadt wie Hamburg ist Gegenstand eines neuen Forschungsprojekts.

von | 24.06.24

Ein neues Monitoring-Projekt unter der Leitung der Universität Hamburg erforscht die Vielfalt des aquatischen Mikrobioms.
Quelle: Adobestock/ 164720886

24. Juni 2024 | Die Vielfalt des aquatischen Mikrobioms im Abwasser einer Großstadt wie Hamburg ist Gegenstand eines neuen Forschungsprojekts unter Leitung der Universität Hamburg.

Ein neues Monitoring-Projekt unter der Leitung der Universität Hamburg erforscht die Vielfalt des aquatischen Mikrobioms im Abwasser einer Großstadt. Forschende des Fachbereichs Biologie nehmen entlang der Abwasserströme von Hamburg Proben, um Veränderungen in der mikrobiotischen Artenvielfalt zu untersuchen.

Forschungsprojekt MOMOBIO

Das Forschungsprojekt MOMOBIO zielt darauf ab, die Kleinstlebewesen im Hamburger Wasser mittels bioinformatischer Analysemethoden und molekulargenetischer Untersuchungen zu identifizieren. Dies soll einen umfassenden Datensatz zur Artenvielfalt liefern, der zusammen mit ökologischen Modellierungsansätzen als indirektes Gesundheitsmaß für Mensch und Tier dienen kann.

„Nicht erst in der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass das menschliche Abwasser ein sehr guter Indikator ist, um etwa die Verbreitung von Krankheiten in der Bevölkerung vorherzusagen. Wir möchten im Rahmen des Projekts ein Instrument für Hamburg entwickeln, das aus der Analyse des aquatischen Mikrobioms zuverlässige Aussagen zu Gesundheitsfragen ermöglicht“, erklärt Verbundkoordinator Prof. Dr. Wolfgang Streit, Leiter der Abteilung Mikrobiologie und Biotechnologie der Universität Hamburg. Ziel sei ein multidisziplinäres Langzeitmonitoring mikrobieller Biodiversitätsveränderungen.

Kooperationen und Förderung für MOMOBIO

Im Rahmen von MOMOBIO kooperieren Arbeitsgruppen der Universität Hamburg und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf mit „Hamburg Wasser“, dem Institut für Hygiene und Umwelt der Stadt Hamburg sowie der Nichtregierungsorganisation „Life Science Nord“. Das Projekt erhält nach einer einjährigen Konzeptionsphase eine Förderung von 1,9 Millionen Euro über drei Jahre aus der Förderlinie „BiodivGesundheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), um seine Ziele zu verwirklichen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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