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Meerwasserentsalzung mit thermisch-spaltbaren Polymergelen

Ein Mainzer Forschungsprojekt erhält eine Bundesfinanzierung zur Bewertung einer neuen Technologie zur Wasserversorgung in Trockenregionen der Welt.

von | 12.12.25

Prof. Dr. Sebastian Seiffert (rechts) forscht zur Entsalzung von Meerwasser mit thermisch-schaltbaren Polymergelen.
©: Fontäne Film / Sebastian Seiffert
Prof. Dr. Sebastian Seiffert (rechts) forscht zur Entsalzung von Meerwasser mit thermisch-schaltbaren Polymergelen (Foto/©: Fontäne Film / Sebastian Seiffert)

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) erhält im kommenden Jahr erstmalig eine Finanzierung eines Entwicklungsprojekts durch die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND). Im Fokus steht ein Verfahren zur Entsalzung von Meerwasser, das thermisch-schaltbare Polymergele nutzt. Als Antrieb dient dabei der natürliche Tag-Nacht-Wechsel der Erde und die damit verbundene Temperaturschwankung. Während die Polymergele in der kühlen Nacht Wasser aufnehmen und Salz abstoßen, setzen sie das entsalzte Wasser am warmen Tag wieder frei.

Das Verfahren eignet sich für kompakte, kostengünstige und nachhaltige Anlagen etwa für Einzelhaushalte, kleinere Siedlungen, Gebäudekomplexe oder landwirtschaftliche Anlagen in Trockenregionen mit Zugang zum Meer.

Auf unkomplizierte Weise Süßwasser bereitstellen

„Wir hoffen, dass wir damit Entsalzungsanlagen schaffen, die unkompliziert Süßwasser bereitstellen können – entweder zum Trinken oder auch zur Bewässerung von Pflanzen“, so Projektleiter Prof. Dr. Sebastian Seiffert vom Department Chemie der JGU.

Zuletzt wurde das Vorgängerprojekt HydroDeSal über drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. In diesem Jahr konnten sich Seiffert und sein Team bei SPRIND in einem kompetitiven Auswahlverfahren durchsetzen und haben nun einen Validierungsauftrag von SPRIND – verbunden mit einer Finanzierung in Höhe von 235.000 Euro – erhalten, um das Potenzial der neuen Technologie zu bewerten. Fallen die Ergebnisse positiv aus, kann es eine weitere Finanzierung in Form eines Gründungszuschusses, eines Forschungsauftrags oder einer Eigenkapitalbeteiligung geben.

Hintergrund: SPRIND

Die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND wurde 2019 mit Geschäftssitz in Leipzig gegründet und schließt eine Lücke in der deutschen Innovationslandschaft: Sie findet neue, bahnbrechende Technologien für die großen Herausforderungen unserer Zeit und stellt sicher, dass die Wertschöpfung der daraus entstehenden Unternehmen und Industrien in Deutschland und Europa bleibt. SPRIND wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) finanziert.

„Mit dem innovativen Entsalzungsansatz des Forschungsteams um Sebastian Seiffert wird eine Herausforderung adressiert, die vor dem Hintergrund der Klimaveränderung für von Dürren besonders betroffenen Regionen hoch relevant ist“, betont Prof. Dr. Stefan Müller-Stach, JGU-Vizepräsident für Forschung und wissenschaftliche Karrierewege, das globale Potenzial des Forschungsprojekts. „Ich freue mich sehr, dass die Weiterentwicklung dieser Technologie als eines von wenigen Projekten an Universitäten durch SPRIND gefördert wird.“


Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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