Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Meerwasser zur Produktion von grünem Wasserstoff nutzen

In Namibia wird untersucht mit welchen Mitteln der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft gelingen kann. Eine große Rolle spielt dabei innovative Meerwasserentsalzungstechnologie vor Ort.

von | 17.01.23

17. Januar 2023 | In Namibia wird untersucht mit welchen Mitteln der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft gelingen kann. Eine große Rolle spielt dabei innovative Meerwasserentsalzungstechnologie vor Ort. Die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. und ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung haben das Projekt im Oktober 2022 gestartet.

Im Rahmen einer Studie, die in den nächsten zweieinhalb Jahren erarbeitet wird, analysieren die Projektpartner:innen Aspekte der Produktion, der Umwandlung und des Transports von grünem Wasserstoff in Namibia. Ziel der Studie ist es, das Potenzial einer grünen Wasserstoffindustrie – einschließlich innovativer Meerwasserentsalzungstechnologien vor Ort – sowie Möglichkeiten des Wasserstoffexports nach Deutschland zu untersuchen.

Namibia will noch vor 2025 Wasserstoff exportieren

Während sich die DECHEMA auf die technischen Aspekte der Wasserstoffproduktion und des Wassermanagements sowie auf Studien zur Marktentwicklung konzentriert, unterstützt das ISOE im Bereich Transformationsmanagement und bei den sozial-ökologischen Wirkungen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen seiner Strategie, internationale Wasserstoff-Partnerschaften auszubauen, gefördert. Da in Deutschland nicht ausreichend (grüner) Wasserstoff produziert werden kann, verfolgt das BMBF das Ziel, Partnerschaften mit Ländern einzugehen, in denen die Produktion sinnvoll erscheint.

So zeigen erste Berechnungen, dass Namibia über optimale Bedingungen verfügt, um Wind- und Solarenergie zu erzeugen und damit grünen Wasserstoff zu produzieren. Namibia selbst strebt an, noch vor dem Jahr 2025 grünen Wasserstoff zu exportieren. Grüner Wasserstoff ist klimaneutral, weil bei seiner Produktion kein CO2 freigesetzt wird – ihm kommt somit eine Schlüsselrolle bei der deutschen Energiewende zu.

Es braucht kostengünstige Meerwasserentsalzungsanlagen

„Auch wenn nach Ansicht vieler Expert:innen Namibia eines der vielversprechendsten Länder für die günstige Produktion von Grünem Wasserstoff ist, so ist es gleichzeitig auch das trockenste Land der Subsahara-Region. Ausreichend erneuerbare Energien allein reichen für die Wasserstoffproduktion nicht aus. Wasser, das ebenfalls benötigt wird, muss vor Ort deshalb kostengünstig aus Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen werden. Nur dann wird sich das Vorhaben rentieren“, so Dr. Daniel Frank, Koordinator des Vorhabens bei der DECHEMA.

Neben den Potenzialen, die die Produktion von grünem Wasserstoff bietet, müssen auch die sozialen und ökologischen Risiken, wie zum Beispiel Wasser- und Landnutzungskonflikte bewertet werden. Diese Bewertung wird der Kooperationspartner ISOE vornehmen.

Gelingt es im Rahmen der Studie, die Machbarkeit der Wasserstoffproduktion und des geplanten Exports erfolgreich zu demonstrieren, lässt sich das Konzept auf andere Regionen übertragen. Damit ließe sich eine Basis für den weltweiten Aufbau der Wasserstoffwirtschaft schaffen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Niedrigwasser in der Donau legt historische Schiffswracks frei
Niedrigwasser in der Donau legt historische Schiffswracks frei

Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen haben den Wasserstand der Donau bei Prahovo in Serbien deutlich sinken lassen. Dadurch werden zahlreiche Wracks deutscher Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar, die bis heute die Schifffahrt behindern und umfangreiche Bergungsmaßnahmen erforderlich machen.

mehr lesen
Wasserbewusste Stadtentwicklung braucht langfristige Finanzierung
Wasserbewusste Stadtentwicklung braucht langfristige Finanzierung

Die Allianz „Gemeinsam für eine wasserbewusste Stadtentwicklung“ fordert, die Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz zu verankern. Nach Auffassung des Netzwerks sind langfristig finanzierte Maßnahmen erforderlich, um Kommunen widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Dürre und Starkregen zu machen.

mehr lesen
München beendet Wassersparauflagen nach sinkendem Verbrauch
München beendet Wassersparauflagen nach sinkendem Verbrauch

Die Landeshauptstadt München verlängert ihre Allgemeinverfügung zur Wassernutzung nicht. Nachdem der Trinkwasserverbrauch zurückgegangen ist, laufen auch die Wassersparanordnung der Stadtwerke München (SWM) sowie die damit verbundenen Einschränkungen aus. Die Versorgungssituation bleibt aufgrund der anhaltenden Trockenheit jedoch angespannt.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Ingenieurbüro Alwin Eppler GmbH & Co. KG

Thema: Wasseraufbereitung

Ihr vertrauensvoller Partner für innovative Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung – seit über 70 Jahren Expertise in Planung und Umsetzung maßgeschneiderter

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03