Die Schweiz soll laut der am 4. November präsentierten Klimaszenarien künftig heißer, trockener und niederschlagsintensiver werden. Die Szenarien bilden die Grundlage für die Strategie des Bundesrates zur Anpassung an den Klimawandel. Die im Auftrag des Bundes entwickelten Klimaszenarien 2025 kommen zum Schluss, dass sich die Schweiz fast doppelt so stark erwärmt hat wie der globale Durchschnitt – seit vorindustrieller Zeit um 2,9 °C gegenüber weltweit 1,3 °C.
Besonders ausgeprägt sind laut der Klimaforscher vier Entwicklungen: Erstens sollen Hitzeperioden deutlich zunehmen. Der heißeste Tag des Jahres soll künftig im Mittel 4,4 °C wärmer sein, Tropennächte in Städten wie Zürich könnten sich verfünffachen. Zweitens sollen Sommer deutlich trockener werden: Typische Sommertrockenperioden sollen bis zu 44 % intensiver ausfallen. Drittens soll die Häufigkeit und Intensität von Starkniederschlägen steigen, insbesondere bei Gewittern. Und viertens soll sich die Nullgradgrenze im Winter um rund 550 m auf etwa 1450 m verschieben, wodurch die Schneedecke weiter abnehmen soll.
Szenarien für Prävention und Planung nutzen
Bundesrätin Baume-Schneider betonte, die Szenarien lieferten eine wichtige Grundlage für Prävention und Planung. Auch Klimaforscher Reto Knutti von der ETH Zürich hob hervor, dass ehrgeiziger Klimaschutz und Netto-Null-Emissionen bis 2050 helfen könnten, erhebliche Teile der langfristigen Erwärmung zu vermeiden.
Die Schweizer Klimaszenarien 2025 (Video: MeteoSchweiz)
MeteoSchweiz erstellt die Klimaszenarien regelmäßig im Auftrag des Bundesrates. Die aktuelle Ausgabe entstand gemeinsam mit der ETH Zürich, dem Center for Climate Systems Modeling (C2SM) sowie den Universitäten Bern und Lausanne unter dem Dach des National Centre for Climate Services (NCCS). Sie soll Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft eine belastbare Basis für künftige Anpassungsstrategien bieten.
(Quelle: ETH Zürich)







