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Klimawandel: DWD mit neuer dekadischer Klimavorhersage

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat jetzt für Deutschland, Europa und die Welt neu berechnet, um wie viel die Temperatur und Niederschläge in den Jahren 2021 bis 2030 vom vieljährigen Durchschnitt des Zeitraums 1991-2020 abweichen könnten. Die Ergebnisse dieser dekadischen Klimavorhersagen weisen, so der DWD, für Deutschland in einheitliche Richtung: 2021 könnte es etwa 0,5 bis 1,0 Grad wärmer werden als im vieljährigen Mittel.

von | 13.06.21

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat jetzt für Deutschland, Europa und die Welt neu berechnet, um wie viel die Temperatur und Niederschläge in den Jahren 2021 bis 2030 vom vieljährigen Durchschnitt des Zeitraums 1991-2020 abweichen könnten. Die Ergebnisse dieser dekadischen Klimavorhersagen weisen, so der DWD, für Deutschland in einheitliche Richtung: 2021 könnte es etwa 0,5 bis 1,0 Grad wärmer werden als im vieljährigen Mittel. Ein solches Temperaturplus wird auch für den Zeitraum 2021-2025 erwartet. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Die dekadische Klimavorhersage für den Niederschlag sagt unter dem Strich meist zu trockene Verhältnisse voraus. Vor allem in Westdeutschland wird dann ein deutliches Minus bei den Niederschlägen erwartet. Die Vorhersagequalität ist jedoch geringer als für die Temperatur. Der DWD veröffentlicht alle Ergebnisse seiner Klimavorhersagen und fachliche Erläuterungen im Internet.

Dekadische Klimavorhersagen können Investitionsentscheidungen verbessern

Tobias Fuchs, Vorstand Klima und Umwelt des DWD: „Unsere Klimavorhersagen für die kommenden zehn Jahre füllen die Lücke zwischen Klimavorhersagen für die nächsten Monate und langfristigen Klimaprojektionen bis zum Ende des Jahrhunderts. Sie können Entscheidern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft helfen, jetzt schon Investitionsentscheidungen an den Klimawandel anzupassen.“ Von den dekadischen Klimavorhersagen des DWD profitieren zum Beispiel Wasserwerke, wenn es um die Sicherung der Trinkwasserversorgung bei absehbar niederschlagsarmen Jahren geht. Die Land- und Forstwirtschaft kann sich bei der Auswahl des Saatguts oder der vorbeugenden Schädlingsbekämpfung frühzeitig auf trockenere oder warme Zeiträume einstellen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

(Quelle: DWD)

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