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Interaktive Storymap macht Veränderungen an den Ahr-Gewässern sichtbar

Die Folgen der Flut und die Entwicklung der Gewässer im Ahrtal lassen sich nun digital erkunden: Eine neue interaktive ArcGIS StoryMap des Projekts MonAHR – „Monitoring der Gewässerwiederherstellungsmaßnahmen an der Ahr nach der Flutkatastrophe“ – macht laufenden Forschungsprojekte und Renaturierung interaktiv nachvollziehbar.

von | 04.06.26

Elektrobefischungen liefern Daten zur Entwicklung der Fischbestände in der Ahr
Quelle: Isabel Janke Copyright: Umwelt-Campus Birkenfeld

Als Vorbereitung für Nährstoffmessungen, werden die Wasserproben direkt am Gewässer filtriert und für den Transport abgefüllt. (Quelle: Sumita Thapa)

Das MonAHR-Projekt ist eine Forschungskooperation des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier, der Universität Koblenz und der Hochschule Koblenz. Finanziert und unterstützt wird es durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz, den Landkreis Ahrweiler und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Nach dem extremen Hochwasser 2021 an der Ahr sind umfangreiche Maßnahmen zum Wieder- und Neuaufbau der Infrastruktur erforderlich. In diesem Zusammenhang werden auch Maßnahmen zur Gewässerwiederherstellung durchgeführt. Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts steht die Frage, wie sich die ökologischen Prozesse und der Zustand der Ahr aus wissenschaftlicher Sicht entwickeln.

Interaktive Einblicke ins Ahrtal

Die nun veröffentlichte ArcGIS StoryMaps erklärt das Forschungsvorhaben und angewandte Methoden. Besonders hervorzuheben sind interaktive Karten, die Veränderungen in der Region vor und nach der Flut auf Luftbildern sichtbar machen. Nutzer*innen können so die dynamischen Entwicklungen im Ahrtal unmittelbar nachvollziehen. Darüber hinaus veranschaulicht die ArcGIS StoryMaps die wissenschaftlichen Methoden des Projekts und stellt die verwendeten Messgeräte vor. Aussagekräftige Bilder und begleitende Texte zeigen, wie Daten erhoben werden und welche Technologien dabei zum Einsatz kommen.

Mit der Veröffentlichung der ArcGIS StoryMaps schafft das MonAHR-Projekt einen offenen Zugang zu seiner Forschungsarbeit und stärkt den Wissenstransfer in die Öffentlichkeit. Perspektivisch wird die Plattform kontinuierlich erweitert: Zukünftig sollen hier auch aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlicht und geteilt werden.

Ziele des MonAHR-Projekts

Mit Fokus auf den am stärksten betroffenen Mittel- und Unterlauf der Ahr wird das bereits existierende behördliche Monitoringnetz von den wissenschaftlichen Partner*innen ergänzt. Laufend werden Daten zur Entwicklung der Gewässerstrukturen, physikalisch-chemischen Wasserqualität und Entwicklung der Artgemeinschaften erhoben. Dadurch wird die Entwicklung der Ahr während der Umsetzung der Wiederherstellungsmaßnahmen wissenschaftlich begleitet.

Das Ziel von MonAHR ist ein genaues Verständnis der Entwicklung des Lebensraums Ahr mit seinen Strukturen, Prozessen und Artgemeinschaften sowie der sich daraus ergebenden Ökosystemleistungen und des ökologischen Bewertungszustands. Ein solches Verständnis ist notwendig, um Handlungsalternativen bei Neubau- und Wiederherstellungsmaßnahmen bewerten und Prognosen zu zukünftigen Entwicklungen an der Ahr geben zu können.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Stefan Stoll
s.stoll@umwelt-campus.de


Quelle: Hochschule Trier

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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