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Hochwasserschutz: Minister Krischer besucht innovatives Forschungsprojekt

Um Hochwasser künftig auch an kleineren Flüssen präziser und schneller vorherzusagen, stärkt das Land Nordrhein-Westfalen den Hochwasserschutz. Umweltminister Oliver Krischer besuchte dazu das vom Land geförderte Forschungsprojekt HüPros (Hochwasser- und Überflutungsprognosesystem) in Aachen-Kornelimünster.

von | 30.10.25

Für eine präzisere und schnellere Hochwasservorhersage auch an kleineren Flüssen möchte NRW den Hochwasserschutz stärken.
Quelle: Pexels/David Kouakou

Das Modellvorhaben nutzt dichte Sensornetze und künstliche Intelligenz, um Wasserstand, Niederschlag und Bodenfeuchte in den Einzugsgebieten von Inde und Vicht in Echtzeit zu erfassen und dadurch frühzeitigere Hochwasservorhersagen zu ermöglichen.

„Das ist wichtig, um im Ernstfall Zeit zu gewinnen. Kornelimünster hat 2021 erlebt, wie schnell die Lage ernst werden kann. Diese Forschung hilft uns, die Sicherheit gerade dort zu erhöhen, wo kleine Gewässer große Schäden anrichten können“, sagte Minister Krischer.

HüPros kombiniert innovative Technologien und eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis. Initiiert wurde es vom Wasserverband Eifel-Rur (WVER), beteiligt sind unter anderem die Universität Duisburg-Essen, die RWTH Aachen, regioIT und das Forschungszentrum Jülich. Das Land fördert das Projekt zu 80 % mit 1,3 Mio. Euro.

„Der WVER geht mit dem Projekt HüPros mit innovativen Methoden das komplexe Gebiet der Hochwasservorhersage an und hat mit führenden Projektpartnern ein klares Ziel vor Augen: Neben der detaillierten Kenntnis des Ist-Zustands unserer Gewässer geht es vor allem um verlässliche Prognosen für die Entwicklung der Wasserstände bei Hochwasserereignissen, um den zuständigen offiziellen Stellen Fachinformationen bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen“, wie Dr. Joachim Reichert, Vorstand des WVER unter anderem erklärt.

Land baut eigenes Messnetz konsequent aus

Vor Ort demonstrierten die Beteiligten, wie der HüPros-Sensor Wasserstände direkt unter einer Brücke misst und mit Daten des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) verglichen wird. Ziel ist der Aufbau eines flächendeckenden Messnetzes für kleine Gewässer, um lokalen Behörden und dem Katastrophenschutz präzisere Informationen bereitzustellen.

Parallel soll das landeseigene Pegelnetz ausgebaut werden: Bis Jahresende sollen 26 neue Hochwassermeldepegel installiert und ans LANUK-Netz angeschlossen werden. Alle neuen Pegel erfüllen hohe Qualitätsstandards, senden ihre Daten rund um die Uhr an die Hochwasserzentrale und sind im Hochwasserportal.NRW abrufbar.

Weitere Informationen:

 

Hochwasser-Portal NRW

 

 


 

(Quelle: Landesregierung NRW)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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