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Grüner Wasserstoff aus kommunalem Abwasser

Wie kann grüner Wasserstoff produziert werden, ohne Wasserressourcen zusätzlich zu belasten? Dieser Frage widmet sich das vom ISOE geleitete Forschungsprojekt reSYNERGY. Gemeinsam mit Partnern aus Wasser- und Energiewirtschaft entwickelt das Projekt ein Modell für eine resiliente und nachhaltige Wasser- und Energieversorgung.

von | 25.06.26

Quelle: Adobestock/STOCKYE STUDIO

Die wachsende Wasserstoffwirtschaft erhöht den Bedarf an hochreinem Wasser für die Elektrolyse, während zugleich Wasserressourcen durch Dürreperioden und konkurrierende Nutzungen zunehmend unter Druck geraten. reSYNERGY untersucht daher, wie aufbereitetes kommunales Abwasser als alternative Wasserressource für die Wasserstoffproduktion genutzt werden kann. Ziel ist es, bestehende Wasser- und Energieinfrastrukturen intelligenter miteinander zu koppeln und so die Versorgungssicherheit bis 2035 zu stärken.

Demonstrationsanlage für resiliente Infrastruktur

Im Mittelpunkt des Projekts steht eine Demonstrationsanlage, in der kommunales Abwasser zu Reinstwasser aufbereitet und für die Wasserstoffproduktion nutzbar gemacht wird. Untersucht werden technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit des Ansatzes. Ergänzend analysiert das Projekt die Resilienz großskaliger Infrastrukturen gegenüber Extremwetterereignissen und Systemstörungen. Simulationen sollen zeigen, wie Wasser- und Energiesysteme künftig robuster und effizienter gestaltet werden können.

Governance und gesellschaftliche Einbettung

Neben technischen Fragen untersucht reSYNERGY auch die institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft. Das Projekt entwickelt Governance-Modelle für die sektorübergreifende Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaft, Energiewirtschaft, Industrie und Kommunen. Partizipative Prozesse mit relevanten Akteuren sollen Akzeptanz, Umsetzbarkeit und langfristige Transformationsperspektiven stärken.

Hintergrund

Das ISOE leitet den Forschungsverbund und bringt seine Expertise in der sozial-ökologischen Wasserforschung sowie in der Analyse gekoppelter Infrastrukturen ein. Gemeinsam mit den Projektpartnern entwickelt das Institut Zukunftsszenarien für eine nachhaltige Wasser- und Wasserstoffwirtschaft und leitet daraus politische sowie planerische Handlungsempfehlungen ab.

Förderung

Das Projekt „Sektorübergreifende Nutzung von kommunalem Abwasser für die Produktion von grünem Wasserstoff zur Stärkung der Versorgungssicherheit 2035 (reSYNERGY)“ wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Fördermaßnahme „Forschung für die zivile Sicherheit“ gefördert. Die Laufzeit reicht von April 2026 bis März 2029.

Zum Projekt

Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:
Dr.-Ing. Martin Zimmermann
Forschungsfeld Gekoppelte Infrastrukturen
martin.zimmermann@isoe.de


Quelle: ISOE

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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