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GreeN-H2-Namibia: Wassersicherheit in Namibia unterstützen

Das Projekt GreeN-H2-Namibia – eine vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Kooperation zwischen der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie und dem ISOE Institut für sozial-ökologische Forschung – hat einen faktenbasierten Bericht zur Wasserbewirtschaftung im Central Hydrogen Valley Namibias in der Region Erongo veröffentlicht.

von | 17.12.25

Quelle: Leon Basson/Pixabay
Namibia

Namibias Central Hydrogen Valley in der Region Erongo entwickelt sich dynamisch. Walvis Bay, Swakopmund, Arandis und Uis bilden den zentralen Küstenkorridor für grünen Wasserstoff, Bergbau und Logistik. Mit der zunehmenden industriellen Aktivität wächst der Druck auf Wasserversorgung, Infrastrukturplanung und Governance. Ohne einen klaren Überblick über den künftigen Wasserbedarf und eine koordinierte Planung zur Deckung dieses Bedarfs drohen der Region kostspielige Doppelentwicklung bei der Entsalzungsinfrastruktur, höhere Tarife sowie eine stärkere Belastung sensibler Küstenökosysteme.

Bestehende Kapazitäten, potenzielle Engpässe

Der Bericht „Perspectives for Integrated Water Management in Namibia’s Central Hydrogen Valley“ fasst über 100 verstreute Informationsquellen zusammen und zeichnet ein vollständiges Bild der aktuellen Wasserver- und -entsorgung entlang des Walvis Bay–Swakopmund–Arandis–Uis-Korridors. Er beschreibt bestehende Kapazitäten der Infrastruktur zur Wasserversorgung und ihre potenziellen Engpässe, erläutert industrielle (grüner Wasserstoff und Bergbau) Wasserbedarfsentwicklungen und gibt einen Überblick über die derzeit diskutierten Entsalzungsprojekte. Durch die Gegenüberstellung dieser Entwicklungen hebt der Bericht zentrale Fragen zu Betriebssicherheit, Kosten- und Finanzierungsaspekten sowie zur langfristigen Versorgungsplanung hervor.

„Entscheidungen über Entsalzung, Infrastruktur und Governance müssen auf einem klaren und gemeinsam getragenen Bild des künftigen Wasserbedarfs basieren, dem sich die Erongo-Region möglicherweise gegenübersieht“, betont Katie Carter, Projektmanagerin für Wasserressourcen bei der DECHEMA und Hauptautorin des Berichts.

Es braucht koordinierte Planungen

Mehrere Initiativen zur Erweiterung der Entsalzungskapazitäten sind bereits im Gange – darunter das größte Projekt, eine geplante Joint-Venture-Entsalzungsanlage von NamWater und Swakop Uranium (Pty) Ltd. Der Bericht warnt jedoch, dass ohne koordinierte Planung Ineffizienzen entstehen können, was die Wasserversorgung weder sicherer noch gerechter machen würde. Daher schlagen die Autor:innen drei zentrale Maßnahmen vor:

  1. Liberalisierung des Wassermarkts, angelehnt an Reformen im Energiesektor Namibias
  2. Eine integrierte Planung und die Entwicklung gemeinsamer Infrastrukturen über industrielle Hubs
  3. Mehrstufigen Stakeholder-Einbindung, um eine integrierte Wasserplanung zu fördern.

Der aktuelle Bericht folgt auf die im August 2025 veröffentlichte Studie desselben Autorteams über die Region Kharas, Namibias Southern Hydrogen Valley. Ergänzend dazu wurde ein interaktiver, Excel-basierter Wasserbedarfsrechner für Lüderitz und Aus entwickelt, der auf verfügbaren Daten und zentralen Annahmen basiert. Dieses Toolpixa hilft Entscheidungsträger:innen, den künftigen Infrastrukturbedarf besser einzuschätzen.

Diese neuen Veröffentlichungen bilden gemeinsam eine Grundlage für Namibias nationale und regionale Planungsprozesse und unterstützen eine Industrialisierung beider Hydrogen Valleys, die langfristige Wassersicherheit stärkt, anstatt sie zu gefährden.

Bericht und Excel-Tool

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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