Suche...
Generic filters
Filter by Themen
Abwasserbehandlung
Analytik & Hygiene
Digitalisierung
Energie
Engineering
Events
gwf - Wasser|Abwasser
Industriewasser
Kosten & Tarife
Nachhaltigkeit & Umweltschutz
Netze
Politik
Recht & Regelwerk
Wasser & Abwasser
Wasseraufbereitung
Wassergewinnung
Wasserstress
Water Solutions
Filter by Kategorien
Branche
Forschung & Entwicklung
Leute
People
Products & Solutions
Produkte & Verfahren
Publications
Publikationen
Sonstiges
Trade & Industry
Filter by Kategorien
Firmenverzeichnis
Geschützte Downloads
Mediadaten
Öffentliche Downloads
Filter by Veranstaltungsschlagworte
abwasser
ACHEMA
Automatisierung
FDBR
Hydrologie
kanalnetze
MSR
Talsperren
trinkwasser
wasseraufbereitung
wasserbau
Wassernetze
Wasserversorgung

EU-Projekt ZeroPM sucht Lösungen gegen die Verschmutzung durch PM-Stoffe

Kategorie:
Thema:
Autor: Sina Ruhwedel

EU-Projekt ZeroPM sucht Lösungen gegen die Verschmutzung durch PM-Stoffe
In den Laboren des TZW werden für das Projekt ZeroPM technische Lösungen, Methodenentwicklung und Analytik schwerpunktmäßig bearbeitet. (TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser)

Persistente, mobile Substanzen (PM) werden als ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit von Wasserressourcen angesehen. Sind sie in Rohwässern zur Trinkwasserversorgung vorhanden, sind teure Technologien zu ihrer Entfernung erforderlich. Die bekanntesten Vertreter der PM-Stoffe sind Per- und Polyfluoralkyl-Substanzen (PFAS), aber es gibt noch zahlreiche andere Substanzen, die unter diese Gruppe fallen. Im Herbst 2021 startet das europäische Forschungsprojekt Zero Pollution of Persistent, Mobile substances (ZeroPM). Es zielt darauf ab, dem Eintrag von PM-Stoffen in die Umwelt vorzubeugen, besonders problematische Substanzen zu identifizieren und Maßnahmen zur Eintragsminderung für diese vorzuschlagen.

15 Kooperationspartner, 11,6 Mio. € Fördersumme, fünf Jahre Laufzeit

Das Projekt wird vom Norwegischen Geotechnischen Institut geleitet mit Dr. Sarah Hale als Projektkoordinatorin und Prof. Hans Peter Arp als Co-Koordinator. Das Ziel des Projektes ist es, Präventions-, Priorisierungs- und Beseitigungsstrategien miteinander zu verknüpfen und Synergien zu schaffen, um die Umwelt und die menschliche Gesundheit vor PM-Stoffen zu schützen. Um dies zu erreichen, wird ZeroPM ein evidenzbasiertes, mehrstufiges Rahmenwerk etablieren, das politische, technologische und marktwirtschaftliche Anreize zur Minimierung der Emissionen ganzer Gruppen von PM-Stoffen schafft. Ziel von ZeroPM ist es, die Ambitionen der Europäischen Chemikalienstrategie vor Ort zu verwirklichen und den Weg hin zu einer schadstofffreien, giftfreien Umwelt zu unterstützen. Dies soll durch politische Verbesserungen, eine Steigerung der Geschäftsmöglichkeiten und der Wettbewerbsfähigkeit, eine verbesserte Lebensgrundlage für EU-Bürger und die Bereitstellung von über den Stand der Technik hinausgehende Methoden erreicht werden. So soll verhindert werden, dass PM-Stoffe durch Stoffe ersetzt werden, die ähnlich problematische Eigenschaften aufweisen.

Die ZeroPM-Partner sind: Universität Stockholm (Schweden), Vrije Universiteit Amsterdam (Niederlande), TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser (Deutschland), Milieu Law and Policy Consulting (Belgien), ChemSec (Schweden), Umweltbundesamt (Deutschland), ETH Zürich (Schweiz), University of Luxembourg (Luxemburg), University of the Aegean (Griechenland), TG Environmental Research (Großbritannien), Technische Hochschule Chalmers (Schweden), Norwegisches Wasserforschungsinstitut (Norwegen), Universität Wien (Österreich) und Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (Deutschland).

TZW sucht nach Aufbereitungslösungen

Das TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) wird im Projekt ZeroPM das Arbeitspaket “Technische Lösungen, Methodenentwicklung und Analytik” leiten. Dies beinhaltet experimentelle Untersuchungen zur Entfernung kurzkettiger PFAS und anderer PM-Stoffe aus Wasser durch eine innovative Verfahrenskombination aus Aktivkohlefiltration und Ionenaustausch. Auch die Regeneration der Materialien und der elektrochemische Abbau möglicher PM-Rückstände finden Beachtung. In Versuchen sowohl im Labor des TZW als auch im Pilotmaßstab in zwei Wasserwerken erfolgen die Eignungsprüfung der Verfahren für die Trinkwasseraufbereitung und zur Behandlung eines Umkehrosmose-Konzentrats zur Unterbindung des Eintrags dieser Stoffe in die Umwelt. Zusätzlich werden vergleichende Untersuchungen zum Rückhalt dieser Stoffe mit Nanofiltrations- (NF) und Umkehrosmose- (UO) Membranen an einer Laboranlage im Technikum des TZW durchgeführt.

Der PFAS-Summenparameter „Total Oxidizable Precursor“(TOP-Assay), der zukünftig im Rahmen der neuen EU-Trinkwasserverordnung an Bedeutung gewinnen kann, wird vom TZW weiter optimiert werden. Außerdem werden Untersuchungen zum Einfluss verschiedener Probenvorbereitungstechniken auf die PFAS-Gehalte in wässrigen Eluaten durchgeführt.
Im Rahmen von ZeroPM erfolgt auch die Entwicklung neuer analytischer Nachweismethoden für weitere PM-Stoffe durch das TZW und deren Anwendung bei Monitoringprogrammen in verschiedenen Wasserwerken. So kann bewertet werden, wie eine technische Entfernung für diese neuen Stoffe möglich ist.

Fachlicher Kontakt am TZW:
Dr. Marco Scheurer / Abteilung Wasserchemie
Sachgebietsleitung Wasserchemische Forschung
Karlsruher Straße 84 / 76139 Karlsruhe / Germany
T +49 (0)721 9678-255 / F +49 (0)721 9678-104
marco.scheurer@tzw.de / www.tzw.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Grundwasser: Entspannung durch feuchten Sommer, aber immer noch Defizite
Forschungsgeist gefragt: Förderprogramm für Ökosystemforschung geht in eine neue Runde
Flutgebiete für den Klimawandel fit machen

Passende Firmen zum Thema:

Publikationen

Wasserverwendung – Trinkwasser-Installation

Wasserverwendung – Trinkwasser-Installation

Erscheinungsjahr: 1970

In Ergänzung zur DIN 1988 Technische Regeln für Trinkwasser-Installation TRWI sind hier Fachvorträge des DVGW-Fortbildungskurses aktualisiert und thematisch zusammengefasst. Sie sollen ohne Gefährdung der Qualitätssicherheit zum korrekten ...

Zum Produkt

Unsicherheiten in der Hochwasser-risikoanalyse am Beispiel der Gemeinden Döbeln und Eilenburg an der Mulde/Sachsen

Unsicherheiten in der Hochwasser-risikoanalyse am Beispiel der Gemeinden Döbeln und Eilenburg an der Mulde/Sachsen

Autor: Ina Pech/Heiko Apel/Annegret H. Thieken/Karl-Erich Lindenschmidt
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2008

Durch Hochwasser entstehen vor allem in besiedelten Gebieten hohe Schäden für die Volkswirtschaft. Dabei ist die Höhe der Schäden nicht nur von der Überflutungsdauer und dem Wasserstand (Gefährdung), sondern im Wesentlichen von der Art der ...

Zum Produkt

Einfluss von Reinigungsmitteln auf das Werkstoffverhalten zement-gebundener Beschichtungen von Trinkwasserbehältern

Einfluss von Reinigungsmitteln auf das Werkstoffverhalten zement-gebundener Beschichtungen von Trinkwasserbehältern

Autor: Immanuel Schäufele/Matthias Schwotzer/Andreas Gerdes
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2008

Trinkwasserbehälter werden überwiegend aus zementgebundenen Werkstoffen hergestellt. Die wasserberührten Flächen werden häufig noch mit einer zementgebundenen Beschichtung ausgekleidet. Diese Werkstoffe sind nicht inert, sondern treten in der ...

Zum Produkt

Mehr Publikationen...

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03