Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Klimawandel-Projekt „Energie- und Wasserspeicher Harz“ gestartet

Am 29. August 2019 startete das Projekt „Energie- und Wasserspeicher Harz“. Die Projektbeteiligten werden in einem Zeitraum von drei Jahren erforschen, wie sich der Harz mit seinen multifunktionalen Aufgaben im Bereich der Wasserwirtschaft und des Energiesystems an den Klimawandel anpassen kann.

von | 30.08.19

Projektleiter Prof. Hans-Peter Beck und Dr. Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke. Bild: Harzwasserwerke

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur wird das Projekt in den kommenden drei Jahren mit 1,6 Mio. Euro aus EU-Fördermitteln unterstützen. Hintergrund der Forschungsarbeiten sind die Auswirkungen der Extremwettersituationen, wie sie in den Jahren 2017 und 2018 aufgetreten sind. Erst traf die Region ein 1000-jährliches Hochwasser, kurz darauf folgte eine lang anhaltende Dürreperiode mit Rekordminuswerten beim Niederschlag. Jetzt erforschen die TU Clausthal und TU Braunschweig sowie die Hochschule Ostfalia zusammen mit den Harzwasserwerken und der HarzEnergie, wie sich der Harz mit seinen multifunktionalen Aufgaben im Bereich der Wasserwirtschaft und des Energiesystems an den Klimawandel anpassen kann.
„Dieses Projekt wird wichtige Erkenntnisse liefern und konkrete Maßnahmen vorschlagen, wie sich das System der Harzwasserwerke und viele niedersächsische Regionen in Zukunft an den Klimawandel anpassen können,“ sagte Dr. Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke, zum Startschuss des richtungsweisenden Forschungsprojektes. „Mehr Sicherheit für die Trinkwasserversorgung, die aquatischen Ökosysteme und die Industrie an den Flüssen – wie wir das schaffen können, das erhoffen wir uns durch das Projekt herauszufinden.“
„Durch die systemtechnische Vernetzung der wassergebundenen Harz-Dienstleistungen – Trinkwasser, Energie durch Wasser sowie Hoch- und Niedrigwasserschutz – ergibt sich eine nennenswerte Effizienzsteigerung bei der Nutzung der vorhandenen über- und untertägigen Infrastruktur“, erklärt Projektleiter Prof. Hans-Peter Beck.

Energiespeicherung, Trinkwasserversorgung und Klimafolgenforschung

Prof. Beck und Dr. Christoph Donner danken besonders all denen Unterstützern in Politik und Gesellschaft, die sich für das Projekt in der Vergangenheit eingesetzt hatten. „Ohne Forschung und Transfer können die wichtigen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit nicht gelöst werden. Mit den Themen Energiespeicherung, Trinkwasserversorgung und Klimafolgenforschung greift das Forschungszentrum Energiespeichertechnologien der TU Clausthal drei dieser Themen auf. Das enge Netz an universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Westharz bietet dabei ideale Voraussetzungen, um neue Lösungsansätze zu entwickeln und zukunftsträchtige Ideen in der Praxis zu testen“, sagt Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Projektplanung und Ablauf

Geleitet wird das Projekt von Forschungsgruppen der TU Clausthal, TU Braunschweig und Hochschule Ostfalia, die aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit insgesamt 1,6 Mio. Euro gefördert werden. Nach der Übergabe der Förderbescheide durch Staatssekretärin Frau Dr. Sabine Johannsen am 28.08.19 beginnt das Expertenteam der niedersächsischen Hochschule mit ihren Arbeiten und wird dabei durch die Kooperationspartner Harzwasserwerke und HarzEnergie sowie einem Praxisbeirat begleitend unterstützt. In einem Zeitraum von drei Jahren wird der Harz in verschiedenen Arbeitsschritten untersucht. Dabei werden meteorologische Klimaszenarien beleuchtet, Systemoptimierungen ermittelt und mögliche Verbesserungen im Kontext mit sozio- und ökonomischen Fragen bewertet.

Wasser besser speichern und verteilen

Durch diese Daten und Berechnungen soll ermittelt werden, wie die bereits vorhandenen Anlagen der Harzwasserwerke optimiert werden können. Durch den jahrhundertelangen Bergbau existieren im Harz eine Vielzahl von unterirdischen Stollen und Schächten, die zum Beispiel mit Talsperren verbunden werden können, um Wasser noch besser zu verteilen und zu speichern. Schon im Zuge der extremen Trockenheit im vergangenen Jahr haben die Harzwasserwerke das vernetzte System von Teichen und Gräben der Oberharzer Wasserwirtschaft genutzt. Neben der Verbesserung von bereits existierenden Anlagen thematisiert das Forschungsprojekt aber auch mögliche Neubauten und Erweiterungen von Talsperren. „Wir sind für alle Lösungswege offen und hoffen auf weitreichende Erkenntnisse“, sagt Dr. Christoph Donner.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“
„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“

Die Wasserversorgung steht längst mitten im digitalen Umbruch – doch je stärker Systeme, Daten und Prozesse vernetzt werden, desto größer werden auch die Angriffsflächen. Dr.-Ing. Dirk Waider, Vorstand von Gelsenwasser, spricht im Interview über Cyberbedrohungen, Datensouveränität, die Rolle von KI als Entscheidungshilfe und die Frage, wie sich Versorgungssicherheit in einer zunehmend fragilen Welt realistisch organisieren lässt.

mehr lesen
Der Wassertwist
Der Wassertwist

Forschende der Abteilung Physikalische Chemie am Fritz-Haber-Institut und der Freien Universität Berlin machen die Anordnung von Wassermolekülen an der Grenzfläche von flüssigem Wasser zu Luft sichtbar. Ihre Erkenntnisse helfen die Chemie an der Grenzfläche besser zu verstehen, die maßgeblich durch die spezifische Anordnung der Wassermoleküle bestimmt wird. Die Studie zeigt, dass besonders ein bisher vernachlässigter Parameter von grundlegender Bedeutung ist: der Wasser-Twistwinkel.

mehr lesen
Antibiotikaresistenzen: Städtische Seen stark betroffen
Antibiotikaresistenzen: Städtische Seen stark betroffen

Ein Berliner Forschungsteam untersuchte Wasser- und Sedimentproben aus mehreren Gewässern sowie einer Kläranlage. In städtischen Proben fanden sie besonders viele Antibiotikaresistenz-Gene; am stärksten belastet waren Zu- und Abflüsse des Klärwerks. Resistente Keime traten jedoch auch in ländlichen Seen auf.

mehr lesen
Das war die IFAT 2026!
Das war die IFAT 2026!

Rund 142.000 Besucherinnen und Besucher aus knapp 160 Ländern und Regionen sowie etwa 3.400 Aussteller aus gut 60 Ländern kamen vom 4. bis 7. Mai nach München. Auf 300.000 Quadratmetern standen Lösungen für Wasser, Abwasser, Recycling und Circularity im Mittelpunkt.

mehr lesen
Mit Mikroblasen gegen Mikroplastik im Niederschlagswasser
Mit Mikroblasen gegen Mikroplastik im Niederschlagswasser

Mikroplastik schwebt in der Luft, treibt in den Ozeanen und befindet sich sogar im Trinkwasser. Die Kunststoffteilchen sind kleiner als fünf Millimeter, kaum abbaubar und gelten als gefährlich für die Umwelt und menschliche Gesundheit. Zu den Hauptquellen von Mikroplastik gehört der Abrieb von Reifen, der auf Straßen zurückbleibt und vom Regen in die Kanalisation und schließlich in die Gewässer gespült wird. Eine Idee, um dieses Problem zu lösen, hat das Start-up MicroBubbles aus Bad Lippspringe.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Hermann Sewerin GmbH

Thema: Netze

Technologien für die

Pipetronics GmbH & Co. KG

Thema: Netze

Niederlassung Rhein-Ruhr Produktbereich: Rohrinnendichtsysteme

Weber-Ingenieure GmbH

Themen: Abwasserbehandlung | Netze

Abwasserbehandlung, Baumanagement, Infrastruktur und Stadtentwässerung, Ingenieurbau, Konversion und Abfall, Technische Ausrüstung, Wasserbau,

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03