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Größte weltweite Studie zum Drogennachweis in Abwässern abgeschlossen

Bereits im April 2019 berichteten wir über den Nachweis von illegalen Drogen in den Abwässern von 73 europäischen Städten. Nun liegen die Ergebnisse aus 7 Jahren Probennahmen an insgesamt 143 Kläranlagen in 37 Ländern weltweit vor: Abwasseranalysen sind geeignet, Schätzungen des Drogenkonsums vorzunehmen.

von | 29.10.19

Drogenkonsum spiegelt sich in der Abwasserverschmutzung wider

Die abwasserbasierte Epidemiologie ist ein an Bedeutung gewinnender, zusätzlicher Indikator für den Nachweis von Drogenkonsum. Im Fokus der zitierten Studie, an der insgesamt 71 Autoren aus einer Vielzahl von Ländern in Europa, Asien, Nord- und Südamerika beteiligt waren, standen die auf die Bevölkerungsdichte bezogenen räumlichen und zeitlichen Eintragsmengen von Benzoylecgonin (Kokain ist der entsprechende Methylesther), Amphetamin, Methamphetamin sowie 3,4 – Methylendioxymethamphetamin (MDMA) und 19-Tetrahydrocannabinol (11-nor-9-carboxy-/19-Tetrahydrocannabinol). Aus den Analyseergebnissen sollten unter Berücksichtigung vorhandener Daten (bspw. Beschlagnahmung von Drogen) Rückschlüsse auf den gesamten Drogenkonsum pro Tag in jeder Stadt gezogen werden.
Von 2011 bis 2017 wurde über jeweils eine Woche pro Jahr eine speziell für diese Studie entwickelte, tägliche Rohabwasser-Verbundbeprobung durchgeführt. Referenzumgebungen stellten die Einzugsgebiete von 143 Kläranlagen in 120 Städten in 37 Ländern dar. Die Konzentrationen der vorab genannten Hauptsubstanzen wurden mittels Flüssigkeitschromatographie/Massenspektrometrie bestimmt. Die täglichen Massenbelastungen (mg/Tag) wurden auf die Einzugspopulation (mg/1000 Personen/Tag) normiert und in die Anzahl der kombinierten Verluste pro Tag umgerechnet.
Räumliche Unterschiede wurden weltweit bewertet, zudem wurden auf europäischer Ebene zeitliche Trends festgestellt, indem die Arzneimittelbelastungen von 2011-2013 mit denen von 2014-17 verglichen wurden. Das stimulierende Stoffwechselprodukt des Kokains, Benzoylecgonin, wurde mit höheren Belastungen in Süd- und Westeuropa nachgewiesen, während Amphetamin, MDMA und Methamphetarnin in Ost- und Nord-Zentraleuropa detektiert wurden. In den USA und Australien zeigte Methamphetamin die höchsten Werte, Benzoylecgonin in Südamerika. Im Berichtszeitraum stiegen die Benzoylecgoninlasten europaweit an, der Amphetamin- und Methamphetaminspiegel schwankte und MDMA erlebte einen zeitweiligen Anstieg.
Das Ergebnis der Studie zeigt das Potential von Abwasseranalysen, Quantifizierungen von Arzneimittelbelastung nahezu in Echtzeit zu liefern und damit global Schätzungen des Drogenkonsums vorzunehmen.
Dies ist der Link zur Orginalpublikation.

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