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Neues Prognosemodell über Wasserbedarf

Wieviel Wasser brauchen wir wirklich? Neben klimatischen und demografischen Bedarfswerten beeinflussen auch die Gewohnheiten verschiedener Zielgruppen den Wasserbedarf. Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung entwickelte ein Prognosemodell, das einen Überblick über den künftigen Wasserbedarf gibt.

von | 28.06.18

Das Prognosemodell des ISOE ermöglicht es den Kommunen, den Wasserbedarf zu prognostizieren und somit frühzeitig auf Schwankungen zu reagieren.

Dieses Prognosemodell kann die komplexen Einflüsse in einem Versorgungsgebiet erstmals kleinräumig und verlässlich abbilden. Dadurch können Kommunen besser auf schwankende Bedarfszahlen reagieren und das bereits im Vorfeld. Mit der frühzeitigen Erkennung von Veränderungen ist für die Kommunen eine wichtige Planungssicherheit gegeben.
Weil Investitionen in die Infrastruktur lange Vorlaufzeiten benötigen, sind Kommunen auf langfristige Prognosen ihres Wasserbedarfs angewiesen. „Für ihre Planungssicherheit reichen die üblicherweise verwendeten Daten wie bundesweite Durchschnittswerte des Pro-Kopf-Verbrauchs oder Bevölkerungszahlen nicht aus“, sagt ISOE-Wasserforscher Stefan Liehr, der am ISOE ein Prognosemodell für die Ermittlung des Wasserbedarfs mitentwickelt hat.

Trends frühzeitig erkennen, um Wasserbedarfsprognosen auf Stadtteilebene zu berechnen

„Im Vergleich zu früher liegen heute viel detailliertere Daten zu sozio-ökonomischen, siedlungsstrukturellen oder technischen Faktoren vor. Diese erlauben ein deutlich genaueres und kleinräumigeres Bild über die zu erwartende Bedarfsentwicklung“, sagt Liehr. Auch müssten Trends wie ein unter Umständen wasserintensives Konsumverhalten oder die zunehmende Nutzung alternativer Wasserquellen wie Regen- und Brauchwasser berücksichtigt werden. Das integrierte Prognosemodell des ISOE schließt alle relevanten Einflussfaktoren ein und ermöglicht Kommunen einen hohen Detailierungsgrad bis hin zu einzelnen Stadtteilen oder Quartieren. Zu den besonders relevanten Einflussfaktoren zählt Wasserforscher Liehr neben den technologischen Wassersparpotenzialen bei Haushalten und Betrieben vor allem die dynamische Bevölkerungsentwicklung und die wirtschaftliche Entwicklung. „Zudem ist zu erwarten, dass in den nächsten Jahrzehnten extreme Witterungsverläufe zu Schwankungen im Wasserbedarf führen“, so Liehr. Grundlegend für die Analyse seien eine kleinräumlich gegliederte Verbrauchsstatistik und räumliche Analysen mittels eines Geografischen Informationssystems (GIS) sowie Kunden- und Expertenbefragungen. 

Weitere Informationen: www.isoe.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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