Suche...
Generic filters
Filter by Themen
Abwasserbehandlung
Analytik & Hygiene
Digitalisierung
Energie
Engineering
Events
Industriewasser
Kosten & Tarife
Nachhaltigkeit & Umweltschutz
Netze
Politik
Recht & Regelwerk
Wasseraufbereitung
Wassergewinnung
Wasserstress
Water Solutions
Filter by Kategorien
Branche
Forschung & Entwicklung
Leute
People
Products & Solutions
Produkte & Verfahren
Publications
Publikationen
Sonstiges
Trade & Industry
Filter by Kategorien
Firmenverzeichnis
Geschützte Downloads
Mediadaten
Öffentliche Downloads
Filter by Veranstaltungsschlagworte
abwasser
ACHEMA
Automatisierung
FDBR
kanalnetze
MSR
Talsperren
trinkwasser
wasseraufbereitung
wasserbau
Wassernetze
Wasserversorgung

Elektrochemische Wasserentsalzung: Saarbrücker Forscher entwickeln neues Verfahren

Kategorie:
Autor: Jonas Völker

Elektrochemische Wasserentsalzung: Saarbrücker Forscher entwickeln neues Verfahren

Salz ist nicht nur Bestandteil von Meerwasser, es findet sich zum Beispiel auch in Industrieabwässern, die in vielen Fällen in Flüsse eingeleitet werden. Dadurch steigt der Salzgehalt der Flüsse selbst, aber auch Seen und nicht zuletzt das Grundwasser sind betroffen. Um dieses sogenannte Brackwasser von Salzen zu reinigen, haben sich elektrochemische Verfahren bewährt. Diese Verfahren kommen gänzlich ohne Zusatz von Chemikalien aus. Zudem sind sie extrem energieeffizient – ganz anders als das weit verbreitete Verfahren der Umkehrosmose, bei dem Salz und Wasser separiert werden, indem das zu reinigende Wasser unter hohem Energieaufwand durch eine Membran gedrückt wird.

Wasseraufbereitung mittels Ionenelektrosorption

Das elektrochemische Verfahren der ersten Generation, die Wasseraufbereitung mittels Ionenelektrosorption (Capacitive Deionisation, CDI) ist seit 1960 bekannt. Hier kommen Elektroden aus Aktivkohle zum Einsatz und die Salzausbeute liegt bei etwa 20 mg bezogen auf ein Gramm Elektrodenmaterial. Bei dem seit 2012 eingesetzten Verfahren der zweiten Generation (Faradaic Deionisation, FDI) werden sogenannte Ladungstransfermaterialien verwendet, wie man sie auch in Batterien findet. Mit dieser neuen Methode konnte die Menge der abgeschiedenen Salze immerhin schon um das Zehnfache gesteigert werden.

Inspiration durch Metall-Luft-Batterietechnologie

Mit der erreichten Ausbeute gaben sich die Saarbrücker Forscher aber nicht zufrieden: „Um noch höhere Entsalzungskapazitäten zu erreichen, ist es notwendig, elektrochemische Prozesse und Materialien mit einer wesentlich höheren Ladungsspeicherkapazität zu nutzen, da die Salzentfernung direkt mit dieser Eigenschaft korreliert“, erläutert Materialwissenschaftler Presser. Pattarachai Srimuk, Erstautor des Artikels und Postdoc am INM, ergänzt: „Bei der Suche nach einer elektrochemischen Entsalzungstechnologie der dritten Generation ließen wir uns von der Metall-Luft-Batterietechnologie inspirieren und führten die Zink-Luft-Entsalzung ein. Die daraus resultierende Entsalzungsleistung ist mit 1300 mg pro Gramm Elektrodenmaterial allen bisher berichteten CDI- und FDI-Verfahren weit überlegen und eröffnet ganz neue Wege und Möglichkeiten.“
Die Methode zur Zink-Luft-Entsalzung ist dabei nur ein Schritt in Richtung einer neuen Technologiefamilie. Die INM-Innovation lässt sich auch auf andere Metall-Luft-Batteriesysteme erweitern. Volker Presser ist sich sicher: „Nur solche neuen Methoden werden in der Lage sein, Energiewende und nachhaltige Wassernutzung miteinander zu verbinden.“

Das könnte Sie auch interessieren:

NRW: Ausgewiesene Badestellen mit hoher Wasserqualität
Messkampagne zu hydro-meteorologischen Extremen im Bereich der Schwäbischen Alb
„Monitoring von SARS-CoV-2 im Kanalnetz“: Rückblick und Ergebnisse

Passende Firmen zum Thema:

WEHRLE Umwelt GmbH

Themen: Industriewasser | Wasseraufbereitung | Abwasserbehandlung

Mit den drei Geschäftsbereichen Energietechnik, Umwelttechnik, Fertigung und mehreren internationalen Tochtergesellschaften und Partnern entwickelt, plant, liefert und betreibt WEHRLE Anlagen und Komponenten zur Energieerzeugung aus Verbrennungsprozessen, Klärschlammverbrennung zur

Publikationen

Fused connecting lines made of HDPE in Düsseldorf

Fused connecting lines made of HDPE in Düsseldorf

Autor: Alexander Schuir / Hanjo Kanne / Kai Büßecker
Themenbereich: 3R

Home to about 600,000 inhabitants, the state capital of North Rhine-Westphalia Düsseldorf, like any other city, is constantly endeavouring to provide its citizens, commuters, and guests with a fully functional infrastructure to meet the demands of ...

Zum Produkt

Quality Assurance and modern data management

Quality Assurance and modern data management

Autor: Jörg Sebastian
Themenbereich: 3R

...

Zum Produkt

Rehabilitation of large profiles lacking long-term stability

Rehabilitation of large profiles lacking long-term stability

Autor: Dietmar Beckmann / Heinz Doll / Vladimir Lacmanović
Themenbereich: 3R

Many large interceptor sewers, predominantly installed under public roads, have been in use for over 100 years. They are made of brickwork or compressed concrete and often show serious damage, so that it would seem that long-term stability can no ...

Zum Produkt

Mehr Publikationen...