Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Wie der Klimawandel den Zustand von Frischwasserseen beeinflusst

Seit 47 Jahren untersucht die kanadische Forschungseinrichtung IISD Experimental Lakes Area (IISD-ELA) den Zustand von insgesamt 58 Frischwasserseen und ihrer Einzugsgebiete auf der Erde. Damit verfügen sie über umfangreiches Datenmaterial, das belegt, wie sich diese Seen aufgrund des Klimawandels verändern.

von | 19.03.20

Die wichtigsten Resultate aus der Beobachtung der Seen und ihrer Einzugsgebiete sind:
Die Lufttemperatur steigt, aber nicht überall auf der Erde gleichmäßig, sondern in stärkerem Maße in den gemäßigten Klimazonen der nördlichen Hemisphäre. So fanden die IISD-Forscher einen durchschnittlichen Temperaturanstieg am Standort in Kanada von 0,42 °C/Dekade, während der Temperaturanstieg weltweit im Bereich 0,15 – 030 °C/Dekade lag. Des Weiteren geht man davon aus, dass vor allem die Herbst- und Wintermonate wärmer werden.
Mit kürzeren und wärmeren Wintern geht eine Reduktion der Zeiträume einher, in denen Seen der nördlichen Hemisphäre mit Eis bedeckt sind. Dieses beeinflusst nicht nur die Nutzung von Eisflächen, sondern auch eine Vielzahl von chemischen, physikalischen und biologischen Prozessen in den Seen.
In Europa und vielen Teilen Nordamerikas werden die Seen dunkler. Der Grund dafür ist in der Zunahme des Gehalts organischer Kohlenstoffverbindungen (messbar als DOC, dissolved organic carbon) zu sehen. Wasser mit hohem DOC-Gehalt hat eine braune Farbe.
Die Lebensräume für Fische verkleinern sich, u.a. weil sich die Oberflächentemperaturen der Seen erhöhen. Für Seeforellen bedeutet das eine Verengung der Bereiche, in denen sie sich wohlfühlen. Man geht davon aus, dass dieser Fisch vom südlichen Rand seines bisherigen Verbreitungsgebiets verschwinden wird. Außerdem wurde festgestellt, dass die Seeforellen im Durchschnitt kleiner werden. Dies zeigte sich an Fischen, die in natürlicher Umgebung, weit ab von möglichen Einflüssen von Landwirtschaft oder Industrie auf den Gewässerkörper, gefangen worden waren. Man geht davon aus, dass sich die Fische in den immer länger werdenden Sommern in tiefere und kühlere Wasserregionen zurückziehen, wo das Nahrungsangebot nicht so groß ist.
Weitere Informationen siehe www.iisd.org.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Digitale Lösungen stärken die Hochwasservorsorge bei Starkregen
Digitale Lösungen stärken die Hochwasservorsorge bei Starkregen

Digitale Technologien gewinnen für die kommunale Hochwasservorsorge zunehmend an Bedeutung. Eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie Sensorik, Datenplattformen und Digitale Zwillinge das Risikomanagement bei Hochwasser- und Starkregenereignissen unterstützen können.

mehr lesen
Niedrigwasser in der Donau legt historische Schiffswracks frei
Niedrigwasser in der Donau legt historische Schiffswracks frei

Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen haben den Wasserstand der Donau bei Prahovo in Serbien deutlich sinken lassen. Dadurch werden zahlreiche Wracks deutscher Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar, die bis heute die Schifffahrt behindern und umfangreiche Bergungsmaßnahmen erforderlich machen.

mehr lesen
Wasserbewusste Stadtentwicklung braucht langfristige Finanzierung
Wasserbewusste Stadtentwicklung braucht langfristige Finanzierung

Die Allianz „Gemeinsam für eine wasserbewusste Stadtentwicklung“ fordert, die Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz zu verankern. Nach Auffassung des Netzwerks sind langfristig finanzierte Maßnahmen erforderlich, um Kommunen widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Dürre und Starkregen zu machen.

mehr lesen
München beendet Wassersparauflagen nach sinkendem Verbrauch
München beendet Wassersparauflagen nach sinkendem Verbrauch

Die Landeshauptstadt München verlängert ihre Allgemeinverfügung zur Wassernutzung nicht. Nachdem der Trinkwasserverbrauch zurückgegangen ist, laufen auch die Wassersparanordnung der Stadtwerke München (SWM) sowie die damit verbundenen Einschränkungen aus. Die Versorgungssituation bleibt aufgrund der anhaltenden Trockenheit jedoch angespannt.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03