Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

TH Köln und Aggerverband beteiligen sich an europaweitem Forschungsprojekt

Im Forschungsprojekt ENERWATER wurde eine standardisierte Methode zur Beurteilung und Verbesserung der Energieeffizienz von Kläranlagen entwickelt. Um den Strombedarf der verschiedenen Abschnitte der Anlage zu erfassen, haben die Projektpartner – neun Hochschulen und Unternehmen aus Spanien, Deutschland, Italien und Großbritannien – ein Messsystem mit kostengünstigen Sensoren entwickelt.

von | 15.04.19

Kläranlage Krummenohl in Gummersbach, Aggerverband (Bild: Aggerverband).

Ein Prozent des jährlichen Energieverbrauchs in der EU bzw. 15.000 Gigawattstunden entfallen auf die Kläranlagen. Damit Betreiber beurteilen können, an welchen Stellen des Aufbereitungsprozesses in ihren Anlagen Energie eingespart werden könnte, haben neun Hochschulen und Unternehmen aus Spanien, Deutschland, Italien und Großbritannien im Forschungsprojekt ENERWATER eine standardisierte Methode zur Beurteilung und Verbesserung der Energieeffizienz von Kläranlagen entwickelt. Aus Deutschland haben sich die TH Köln und der Aggerverband an dem Vorhaben beteiligt.
„Die meisten Kläranlagenbetreiber kennen den Gesamtenergieverbrauch ihrer Anlage, wissen aber nicht, wie viel Strom die einzelnen Abschnitte wie Vor-, Haupt- oder Schlammbehandlung benötigen. Und wenn sie den Energiebedarf der einzelnen Abschnitte kennen, ist es für sie schwer zu beurteilen, ob dieser im europäischen Vergleich hoch oder niedrig ist“, skizziert Andreas Cronrath, Projektleiter am Institut für Automation & Industrial IT der TH Köln, das grundlegende Problem.
Um den Strombedarf der verschiedenen Abschnitte zu erfassen, haben die Projektpartner ein Messsystem mit kostengünstigen Sensoren entwickelt, das mit relativ geringem Aufwand installiert werden kann. Für manche Messbereiche müssen zusätzlich manuell Proben entnommen werden. Dieses System testeten die Forscherinnen und Forscher an 50 Kläranlagen aus ganz Europa.
Die gesammelten Daten geben Aufschluss über den Ist-Zustand der Anlage. Um im Sinne eines Benchmarkings beurteilen zu können, ob der gemessene Energieverbrauch in einem bestimmten Bereich der Anlage gut oder schlecht ist, wurden außerdem die historischen Daten von über 400 Kläranlagen aus ganz Europa gesammelt und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse hinzugezogen.
So entstand ein projekteigenes Energielabel, das die Verbräuche in Stufen von A (sehr gut) bis G (schlecht) einteilt. Dabei werden sowohl die einzelnen Abschnitte der Anlage als auch die Kläranlage als Ganzes bewertet. „Die Ergebnisse des Benchmarkings sind für die Betreiber ein wichtiger Impuls, um den Energiebedarf zu optimieren. Zudem können verschiedene Anlagen des gleichen Betreibers untereinander verglichen werden“, so Cronrath.
Am Forschungsprojekt ENERWATER waren beteiligt: Aus Spanien die Universidad de Santiago de Compostela, die das Projekt koordiniert, die Gesellschaft für Standardisierung und Zertifizierung AENOR sowie die Unternehmen Wellness Smart Cities und Espina y Delfin. Aus Deutschland die TH Köln (Campus Gummersbach) sowie der Aggerverband. Aus Italien die University of Verona und ETRA Spa. Aus Großbritannien die Cranfield University.
Interessierte Unternehmen können die Anleitungen zur Installation und die Forschungsergebnisse kostenlos beziehen und Kontakt zum Projektteam aufnehmen: www.enerwater.eu

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neuer Forschungseinsatz für die Polarstern
Neuer Forschungseinsatz für die Polarstern

Mit dem Auslaufen des Forschungsschiffes Polarstern aus Punta Arenas (Chile) begann am 6. Februar die internationale Expedition „Summer Weddell Sea Outflow Study“ (SWOS). Bis Anfang April untersucht ein multidisziplinäres internationales Forschungsteam den nordwestlichen Teil des Weddellmeeres – ein Gebiet von zentraler Bedeutung für das globale Klima- und Ozeansystem, das wegen schwieriger Eisbedingungen jedoch ausschließlich von Forschungseisbrechern wie der Polarstern vor Ort erkundet werden kann.

mehr lesen
7. Fachtagung Weseler Wasser Wissen 2026
7. Fachtagung Weseler Wasser Wissen 2026

Am 29. Januar 2026 fand im Welcome Hotel Wesel die 7. Fachtagung „Weseler Wasser Wissen“ statt. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus etwa 60 kleinen und großen Wasserversorgungsunternehmen folgten der Einladung und machten die Veranstaltung erneut zu einem wichtigen Treffpunkt der regionalen und überregionalen Wasserwirtschaft. Die Organisatoren – Stadtwerke Wesel GmbH, m. hübers GmbH und PLASSON GmbH aus Wesel – zeigten sich sehr erfreut über den großen Zuspruch und den intensiven fachlichen Austausch.

mehr lesen
Erfolgreiche Premiere für die IFAT Saudi Arabia
Erfolgreiche Premiere für die IFAT Saudi Arabia

Vom 26. bis 28. Januar 2026 versammelte die erste Ausgabe der IFAT Saudi Arabia im Riyadh Front Exhibition & Conference Center hochrangige politische Vertreter sowie führende Akteure aus Abfallwirtschaft, Recycling, Wasser- und Abwassertechnik und nachhaltigen Umweltlösungen.

mehr lesen
UN-Ziel eines weltweiten Biodiversittsschutzes bis 2030 gefährdet
UN-Ziel eines weltweiten Biodiversittsschutzes bis 2030 gefährdet

Bis 2030 die Risiken von Pestiziden, die in der Landwirtschaft ausgebracht werden, um 50 Prozent zu reduzieren, das hatten sich die Länder der Erde 2022 auf der 15. UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) in Kanada zum Ziel gesetzt. Ein Forschungsteam der RPTU Kaiserslautern-Landau hat die Entwicklung der Giftigkeit von den in der Landwirtschaft angewendeten Pestiziden mit einem neuen Verfahren analysiert und nachgewiesen, dass diese UN-Zielerreichung gefährdet ist.

mehr lesen
Neu entdeckte Käferschnecke erhält Namen
Neu entdeckte Käferschnecke erhält Namen

Im Rahmen einer Social-Media-Aktion haben die Senckenberg Ocean Species Alliance, der wissenschaftliche Verlag Pensoft Publishers und der Science-YouTuber „Ze Frank“ einen Namen für eine neu entdeckte Käferschnecke aus der Gattung Ferreiraella gesucht. Aus über 8.000 in den sozialen Medien eingereichten Vorschlägen wählte das Forschungsteam, das die neue Art beschrieben hat, den Namen Ferreiraella populi aus. Der lateinische Zusatz „populi“ bedeutet wörtlich übersetzt „der Menschen“ und würdigt die gemeinschaftliche Namensfindung.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03