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Förderaufruf des BMBF zur Erforschung mariner Kohlenstoffspeicher

Der „European Green Deal“ sieht vor, dass die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral ist. Zusätzlich zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen soll dies durch Entnahme von CO₂ aus der Atmosphäre und Speicherung in den Ozeanen ermöglicht werden.

von | 04.06.20

Die Ozeane enthalten mehr als 50-mal soviel Kohlenstoff wie die Atmosphäre

Das Ziel, bis zum Jahr 2050 die Kapazitäten von Treibhausgas-Quellen und -Senken vollständig anzugleichen und damit klimaneutral zu werden, ist aus Sicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durch die bisher von den Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention angekündigten Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen alleine nicht zu erreichen. Deshalb sollen der Atmosphäre zusätzlich Treibhausgase entzogen werden. Um dazu mögliche Technologien zu entwickeln, wurden zwei komplementäre Förderrichtlinien im Rahmen des Forschungsprogramms MARE:N – Küsten-, Meeres- und Polarforschung eingerichtet: Neben der Förderrrichtlinie „Marine Kohlenstoffspeicher als Weg zur Decarbonisierung“ wird demnächst die Richtlinie „Methoden zur Entnahme von atmosphärischem Kohlendioxid“ (CDR (Carbon Dioxide Remocal)-Förderrichtlinie) veröffentlicht.

Wie lässt sich mehr CO2 in den Ozeanen speichern?

Die Ozeane enthalten mehr als 50-mal so viel Kohlenstoff wie die Atmosphäre. Bislang haben sie wesentlich zur Minderung anthropogen verursachter CO2-Effekte beigetragen, indem die etwa 25 % der anthropogenen CO2-Emissionen aufgenommen und gespeichert haben. Es wird jedoch erwartet, dass der Anteil der ozeanischen CO2-Speicherung abnimmt, da durch Erwärmung, Versauerung, Abnahme des Sauerstoffgehalts und andere vom Menschen verursachte Störungen die physikalischen, chemischen und biologischen Fähigkeiten des Ozeans zur Aufnahme von CO2 beeinträchtigt werden. Das Wissen darüber, wie Ozeane als Pfade zur Decarbonisierung wirken und genutzt werden können, ist bislang begrenzt.
Dieses Wissen soll im Rahmen der Forschungsmission „Marine Kohlenstoffspeicher als Weg zur Decarbonisierung“, erweitert werden. Dabei stehen Fragen zu den Auswirkungen auf die Meeresumwelt, das Erdsystem und folglich auch auf die Gesellschaft im Vordergrund. Zu findende Maßnahmen zur Erhöhung der CO2-Aufnahme durch das Meer sollen hinsichtlich ihrer Nutzen und Risiken und ihrer potenziellen sowie wirtschaftlichen, politischen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen und Auswirkungen bewertet werden.

Vier Forschungsthemen

Um CO2 langfristig in den Ozeanen zu speichern, sollen in inter- und transdisziplinären Verbünden vier mögliche Strategien verfolgt werden:

  • die CO2-Speicherung in Sandsteinformationen unter der Nordsee (geologische Speichermethoden),
  • die Erhöhung der Alkalität des Meerwassers zur Steigerung der CO2-Aufnahme,
  • die biotisch induzierte Steigerung der Kohlenstoffaufnahme aus der Atmosphäre in küstennahen Meeresgebieten, sogenannte „Blue Carbon“-Ansätze (u.a. Seegraswiesen, Salzwiesen, Makroalgen und Mangrovenwälder) und
  • andere Ansätze zur Steigerung der CO2-Aufnahme und -speicherung.

Antragsverfahren

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt:
Projektträger Jülich,
Forschungszentrum Jülich GmbH
Bereich Meeresforschung, Geowissenschaften, Schiffs- und Meerestechnik (PtJ-MGS) Schweriner Straße 44
18069 Rostock
Ansprechpartnerin ist:
Frau Dr. Lydia Gustavs
Telefon: +49 3 81/20 35 63 06
E-Mail: l.gustavs@fz-juelich.de
In der ersten Verfahrensstufe können erste Projektskizzen bis zum 14. August 2020 (2020) über das elektronische Formularsystem unter easy-Online eingereicht werden.

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