Souverän und mit viel Gespür für die Themen führte Moderator Markus Engelberg, Technischer Leiter der PLASSON GmbH, durch den Veranstaltungstag. Er verband die einzelnen Vorträge miteinander, griff Fragen aus dem Auditorium auf und sorgte für einen lebendigen Dialog zwischen Referenten und Teilnehmenden.
Die Vorträge: Klimawandel, Digitalisierung, Fachkräfte u.v.m.
Im Eröffnungsvortrag stellte Dr. Arnt Baer (Gelsenwasser AG) die zunehmenden Herausforderungen der Wasserversorgung im Zeichen des Klimawandels dar. Er zeigte auf, wie Trockenperioden, Starkregenereignisse und steigende Temperaturen die Infrastruktur belasten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass gezielte Investitionen und vorausschauende Planung die Versorgungssicherheit auch künftig gewährleisten können.
Prof. Dr. Mark Oelmann (Hochschule Ruhr-West) widmete sich dem Thema Datenqualität in der Wasserwirtschaft. Er erläuterte anschaulich, warum verlässliche Daten die Grundlage für effiziente Betriebsprozesse und fundierte Entscheidungen sind. Anhand praxisnaher Beispiele zeigte er, wie Unternehmen ihre Daten systematisch prüfen und verbessern können. Digitalisierung sei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug für mehr Transparenz und Sicherheit.
Einen lokalen Impuls setzte Martin Christoph (Städtische Bäder Wesel GmbH) mit seinem Rückblick auf „200 Tage RheinBad Wesel“. Er berichtete über Erfahrungen aus den ersten Betriebsmonaten und die besondere Bedeutung des Bades für Freizeit, Gesundheit und Lebensqualität in der Region. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser und Energie spielte dabei eine zentrale Rolle.
Mit Blick auf den Fachkräftenachwuchs stellte Jürgen Krieger (Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW) moderne Ausbildungswege im Rohrleitungsbau vor. Er zeigte, wie sich das Berufsbild weiterentwickelt hat und welche Chancen es für junge Menschen bietet. Praxisnahe Ausbildung und gute Betreuung seien entscheidend, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Einen historischen, zugleich hochaktuellen Blick bot Dr. Frank Hülshorst (Sachverständiger Dr. Hülshorst) mit seinem Vortrag zur Geschichte der Trinkwasserdesinfektion. Er zeichnete die Entwicklung vom Einsatz von Chlor bis zu heutigen Verfahren nach. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Desinfektion für die Gesundheitssicherheit ist und bleibt – gestern wie heute.
Aus Sicht der Verwaltung beleuchtete Odulf Weiß (Stadt Köln) Planung, Bau, Betrieb und Überwachung von Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum. Er machte deutlich, welche rechtlichen und hygienischen Anforderungen dabei zu beachten sind. Gleichzeitig zeigte er auf, wie Trinkwasserbrunnen zur öffentlichen Daseinsvorsorge beitragen und von der Bevölkerung gut angenommen werden können, wenn Planung und Betrieb stimmen.
Wasser nachhaltig schützen
Die 7. Fachtagung „Weseler Wasser Wissen“ machte eindrucksvoll deutlich, so Sandro Eller-Vainicher, Geschäftsführer der PLASSON GmbH, das Wasser keine Selbstverständlichkeit ist. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels ist es auch künftig von großer Bedeutung, hinter diese vermeintliche Selbstverständlichkeit zu blicken, um unser kostbarstes Gut Wasser nachhaltig zu schützen.
Rainer Hegmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Wesel GmbH, hob hervor, dass sich die Wasserbranche auch in Zukunft intensiv mit übergreifenden Themen wie der Digitalisierung und der Sicherung von Fachkräften auseinandersetzen müsse, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
Abschließend betonte Tim Pöpperling der m. hübers GmbH, wie wichtig der offene Austausch und das Teilen von Wissen rund um das Thema Wasser seien – ebenso wie die damit verbundene Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt.
Die drei Organisatoren kündigten an, den erfolgreichen Dialog des „Weseler Wasser Wissens“ fortzuführen und im Jahr 2028 zur 8. Fachtagung erneut einzuladen.
Quelle: Plasson










