Die Wasseranalytik entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neue analytische Verfahren und technische Innovationen erweitern die Möglichkeiten zur Erfassung eines immer größeren Stoffspektrums. Gleichzeitig steigt der Bedarf, bestehende Verfahren leistungsfähiger und ressourcenschonender zu gestalten. Das gilt unter anderem für die Analytik von poly- und perfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) sowie von Pflanzenschutzmittel-Metaboliten. Auch Miniaturisierung und Automatisierung spielen dabei eine zunehmende Rolle.
Das zweitägige Programm deckt ein breites Spektrum der modernen Wasseranalytik ab. Zu den Schwerpunkten gehören Probenahme und Probenvorbereitung, Chromatographie und Massenspektrometrie, Spurenstoffe wie PFAS und PMT, relevante und nicht relevante Metaboliten von Pflanzenschutzmitteln sowie Datenprozessierung und -analyse. Weitere Themen sind neue Techniken und Green Analytical Chemistry sowie molekularbiologische Methoden in der Wasseranalytik.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Wasseranalytik und Digitalisierung. Auf der Tagung werden unter anderem Ansätze zur digitalen Transformation im Chemikalienmanagement, zur Digitalisierung der Trinkwasserdaten-Berichterstattung und zu einheitlichen Schnittstellen und Datenformaten für Labore vorgestellt. Weitere Sessions befassen sich mit der Analytik, Toxizität und Bewertung von Stoffen sowie mit PFAS im Wasserkreislauf.
Fachausstellung und Präsentationen
Begleitet wird das Seminar von einer Fachausstellung mit Workshops, Firmenvorträgen, Demonstrationen sowie Geräte- und Produktpräsentationen. Darüber hinaus bietet eine Posterausstellung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, aktuelle Projekte und Forschungsvorhaben vorzustellen. Die besten Poster werden von einer Kommission ausgezeichnet; der Posterpreis ist mit insgesamt 600 Euro dotiert.
Verleihung des 10. Mülheimer Water Award
Am Abend des ersten Veranstaltungstages steht zudem die Verleihung des 10. Mülheim Water Award auf dem Programm. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis würdigt praxisorientierte Forschung und Entwicklung sowie die Implementierung innovativer Konzepte in den Bereichen Trinkwasserversorgung und Wasseranalytik. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Konferenz-Dinners statt.
Mit dem MWAS 2026 bringt das IWW Hersteller, Anwenderinnen und Anwender sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen. Die Veranstaltung bietet damit ein Forum für den fachlichen Austausch über aktuelle analytische Verfahren, technologische Innovationen und die zukünftigen Anforderungen an die Wasseranalytik.
Veranstaltungsort: Stadthalle Mülheim an der Ruhr, Theodor-Heuss-Platz 1, 45479 Mülheim an der Ruhr
Termin: 16. und 17. September 2026







