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32. Mülheimer Wassertechnische Seminar: Fortschritt, Dialog und Innovation

Nachbericht zum 32. Mülheimer Wassertechnischen Seminar des IWW von Prof. Dr. Stefan Panglisch

von | 05.12.25

Anfang November fand bereits zum 32. Mal das Mülheimer Wassertechnische Seminar des IWW statt.

Das diesjährige Mülheimer Wassertechnische Seminar war erneut ein bedeutendes Branchenereignis, das Fachleute aus Wissenschaft, Forschung, Praxis und Behörden zusammenführte. Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr.-Ing. Stefan Panglisch widmete sich das Seminar am 6. November 2025 in der Mülheimer Stadthalle den drängenden Herausforderungen und aktuellen Fragestellungen der Trinkwasseraufbereitung – und das mit großem Erfolg: Über 100 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten ein hochkarätiges, abwechslungsreiches Programm und einen inspirierenden Dialog auf Augenhöhe.

Aktuelle und zukünftige Herausforderungen bewältigen

Im Mittelpunkt stand das Leitmotiv „Trinkwasseraufbereitung im Spannungsfeld steigender Anforderungen“. Das Seminar bot anerkannte Plattform für die Präsentation und intensive Diskussion von innovativen Lösungsansätzen und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Zwei inspirierende Keynotes von Dr.-Ing. Jan Ruppelt (Ruhrverband) und Björn Wölfel (Gelsenwasser AG) spannten den Bogen von komplexen Wechselwirkungen in der Wasseraufbereitung bis zu den Zielkonflikten zwischen Qualitätsanforderungen und Nachhaltigkeit.

Die darauffolgenden Fachvorträge setzten gezielte Impulse zu aktuellen Herausforderungen wie neuen gesetzlichen, sich verändernder Rohwasserqualität, neuen Aufbereitungsstoffen und Energieeffizienz. Themen wie der Umgang mit PFAS und Microcystin, die Weiterentwicklung des technischen Regelwerks, innovative Monitoringkonzepte, mobile Aufbereitung und weitergehende Abwasseraufbereitung sowie die Risikobewertung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Trinkwasserversorgung wurden praxisnah beleuchtet.

Hochaktuell war der Vortrag zur Bildung von Glyphosat und dessen Metaboliten aus bspw. in Waschmitteln eingesetzten Komplexbildnern. Prof. Dr. Carolin Huhn (Universität Tübingen) gelang es, die Bedeutung dieser neuen Erkenntnisse für das Monitoring und die Eintragsbewertung in der Trinkwasseraufbereitung nachvollziehbar darzustellen und einen bislang wenig beachteten Eintragspfad von Glyphosat anschaulich zu beleuchten.

Preisträger des DVGW Studienpreises Wasser

Ergänzend dazu präsentierten zwei Preisträger des DVGW Studienpreises Wasser 2025 ihre herausragenden Masterarbeiten. Jon Wullenweber (Technische Universität Hamburg) stellte die Implementierung und Validierung von Echtzeit-Sensorik zur Trinkwasserqualitätsbestimmung an einer Pilotanlage vor. Gabriel Elena-Manthey (IWW Zentrum Wasser) präsentierte die Entwicklung eines Online-Tools zur Abschätzung der Rehabilitationsrate in Trinkwassernetzen anhand unterschiedlicher Bestandsdatenqualitäten.

Austausch und Networking

Besonders hervorzuheben ist die lebendige und kritische Diskussionskultur, die das Seminar prägte. In den Vortragsrunden und den großzügigen Pausen kam es zu einem intensiven kollegialen Austausch, bei dem Erfahrungen, Projektideen und kontroverse Einschätzungen offen geteilt wurden. Studierende der Universität Duisburg-Essen, deren Teilnahme durch DVGW-Sponsoring ermöglicht wurde, brachten frische Perspektiven in die Diskussionen ein und sorgten für einen gelungenen Brückenschlag zur akademischen Nachwuchsförderung.

Das große Engagement der Referentinnen und Referenten, der Diskussionsbeiträge aus dem Plenum sowie die hervorragende Organisation durch das IWW-Team machten das Seminar zu einem echten Branchentreffpunkt mit Vorbildcharakter für den anstehenden Wandel in der Wasserbranche. Die inspirierende Atmosphäre und die positive Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben Rückenwind für künftige Veranstaltungen und machen Vorfreude auf viele weitere gemeinsame Schritte für eine nachhaltige Wasserversorgung. Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Erfolg des Seminars beigetragen haben.


Autor: Prof. Dr. Stefan Panglisch

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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