Mit der Erweiterung des Wasserwerks Donauinsel schafft Wien zusätzliche Kapazitäten für die Trinkwasseraufbereitung. Die neue Anlage zwischen Nordbrücke und Steinitzsteg soll bis zu 1.000 Liter Wasser pro Sekunde aufbereiten können. Sie dient als zusätzliche Reserve für die Versorgung der rund zwei Millionen Menschen in der österreichischen Hauptstadt. Hintergrund des Ausbaus sind unter anderem Spitzenverbräuche, Hitzeperioden und Wartungsarbeiten an den Hochquellenleitungen. Das Projekt ist Teil der Strategie „Wiener Wasser 2050“, mit der sich die Stadt auf Bevölkerungswachstum und die Folgen des Klimawandels für die Wasserversorgung vorbereitet.
Trinkwasseraufbereitung in mehreren Stufen
Das Rohwasser für die neue Anlage stammt aus 17 Grundwasserbrunnen in den Schutzgebieten Donauinsel und Nußdorf. Für die Aufbereitung ist ein mehrstufiges Verfahren vorgesehen. Zunächst wird das Grundwasser mit Sauerstoff belüftet. Anschließend durchläuft es Grob- und Feinfilter. Den Abschluss bildet eine UV-Desinfektion. Das Verfahren ist auf die Aufbereitung des örtlichen Grundwassers ausgelegt. Die Kombination aus Belüftung, Filtration und Desinfektion soll das Wasser für die Einspeisung in die Wiener Trinkwasserversorgung aufbereiten.
Bis zu 1.000 Liter pro Sekunde als zusätzliche Reserve
Die hohe Aufbereitungskapazität ist vor allem für die Versorgungssicherheit relevant. Wien bezieht einen wesentlichen Teil seines Trinkwassers über die Hochquellenleitungen. Die neue Anlage auf der Donauinsel soll zusätzliche Kapazitäten bereitstellen, wenn dort Wartungsarbeiten stattfinden oder der Wasserbedarf besonders hoch ist. Damit erweitert die Stadt ihre Möglichkeiten, auf unterschiedliche Versorgungssituationen zu reagieren. Die Anlage ist nicht als Ersatz für die bestehende Infrastruktur vorgesehen, sondern als zusätzliche leistungsfähige Reserve.
Wien bereitet Wasserversorgung auf steigenden Bedarf vor
Die Erweiterung ist ein Baustein der langfristigen Wiener Wasserstrategie. Neben dem Bevölkerungswachstum rücken dabei auch längere Hitzeperioden und damit mögliche Verbrauchsspitzen in den Fokus. Zusätzliche Aufbereitungskapazitäten können den Handlungsspielraum des Versorgers in solchen Situationen erhöhen. Mit dem Wasserwerk Donauinsel verbindet Wien deshalb Wassergewinnung, mehrstufige Aufbereitung und zusätzliche Reservekapazitäten. Entscheidend für das Projekt ist weniger eine einzelne Verfahrenstechnik als das Zusammenspiel der Aufbereitungsstufen mit der bestehenden Versorgungsinfrastruktur. Die Anlage wird bis 2030 fertiggestellt. Mahmut Gedek, Geschäftsführer der VA TECH WABAG GmbH& CEO WABAG Europe Group kommentiert:
„Von Wien aus setzen wir Wasserprojekte in aller Welt um. Dass diese Kompetenz nun einem Schlüsselprojekt in unserer eigenen Stadt zugutekommt, hat für uns eine besondere Bedeutung. Wir danken der Stadt Wien– Wiener Wasser für das entgegengebrachte Vertrauen. Die Erweiterung des Wasserwerks Donauinsel ist ein strategisch wichtiges Infrastrukturprojekt für die langfristige Versorgungssicherheit der Bundeshauptstadt. Wir sind stolz, unser technologisches Know-how als Partner von Wiener Wasser in dieses Projekt einbringen zu dürfen.“
Quelle: VA TECH WABAG GmbH










