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Wenn Gerüche zur Belastung werden

Gerüche aus der Kanalisation werden häufig als unvermeidbares Ärgernis wahrgenommen, können jedoch erhebliche Auswirkungen auf Lebensqualität, Gesundheit und Infrastruktur haben. Steigende Temperaturen und zunehmende Wetterextreme verschärfen das Problem zusätzlich. Gleichzeitig verursachen korrosive Gase Schäden an Kanälen und Bauwerken, die hohe Folgekosten nach sich ziehen. Moderne Filtersysteme bieten heute wirksame Möglichkeiten, Geruchs- und Korrosionsprobleme nachhaltig zu reduzieren.

von | 08.06.26

Mehr Aufmerksamkeit für ein alltägliches Phänomen: Gerüche aus der Kanalisation oder aus Prozessen können weitreichende Folgen haben.
Quelle: : COALSI

Was viele zunächst als bloßes Ärgernis wahrnehmen, kann sich zu einem ernsthaften Problem für Lebensqualität, Gesundheit und Stadtentwicklung entwickeln. Zahlreiche Kommunen verzeichnen regelmäßig Beschwerden über Geruchsbelastungen, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten und während warmer Witterungsphasen.

„Gerüche sind die unterschätzte Form der Umweltverschmutzung“, sagt Christian Elmauer aus der Geschäftsführung der coalsi GmbH. „Sie wirken unmittelbar auf das Wohlbefinden und beeinträchtigen die Wahrnehmung des gesamten Umfelds.“

Ursachen unter der Erde

Ein wesentlicher Ursprung vieler Geruchsprobleme befindet sich in der Kanalisation. Dort entstehen durch biologische Prozesse Gase wie Schwefelwasserstoff. Diese sind nicht nur für den typischen Kanalgeruch verantwortlich, sondern greifen langfristig auch die Infrastruktur an. Korrosion und Schäden an Leitungen führen zu hohen Folgekosten für Städte und Gemeinden. Durch die Auswirkungen des Klimawandels verschärft sich die Situation zusätzlich. Steigende Temperaturen begünstigen die Geruchsbildung, während Starkregenereignisse die Systeme belasten und zu vermehrten Emissionen führen.

Obwohl die Relevanz des Themas zunimmt, wird es in der öffentlichen Diskussion bislang vergleichsweise selten aufgegriffen. Gleichzeitig wächst der Druck auf Städte und Gemeinden, die Lebensqualität zu erhalten und Beschwerden ernst zu nehmen – insbesondere im Wettbewerb um Einwohner, Touristen und Unternehmen.

„Gerüche entscheiden mit darüber, wie wir Orte wahrnehmen, ob wir uns dort wohlfühlen“, sagt Elmauer.

Das Thema gehöre stärker auf die Agenda.

Grenzen herkömmlicher Lösungen

Die Bekämpfung von Gerüchen ist technisch anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick erscheint. Viele herkömmliche Systeme arbeiten mit losen Aktivkohleschüttungen und einfachen Geruchsverschlüssen. Diese Lösungen stoßen jedoch häufig an ihre Grenzen. Feuchtigkeit und Verschmutzungen können dazu führen, dass die Schüttungen versotten oder sich verdichten. Dadurch wird der Luftaustausch im Kanal erheblich beeinträchtigt oder sogar vollständig unterbunden. Hinzu kommt, dass der Austausch des Filtermaterials oftmals aufwendig ist. Die eingeschränkte Belüftung erhöht zugleich die Gefahr von Korrosionsschäden im Kanalsystem.

Moderne Filtersysteme setzen deshalb auf kompakte, strukturstabile Filtermatten mit aufgebrachter Aktivkohle. Durch ein modulares Siphon-System bleiben die Matten dauerhaft sauber und trocken, sodass die Aktivkohle ihre Wirkung ungehindert entfalten kann.

Auch bei langen Betriebszeiten besteht keine Gefahr von Verschluss oder Verdichtung. Der notwendige Luftaustausch im Kanal bleibt erhalten, wodurch die Belüftung des Systems sichergestellt und Korrosionsschäden wirksam vorgebeugt werden können.

Nachhaltige Lösungen für Infrastruktur und Umwelt

Die coalsi GmbH hat sich auf solche hybriden Filtersysteme spezialisiert. Das Unternehmen aus dem Münchner Umland entwickelt modulare Lösungen, die sich an die jeweilige Belastungssituation anpassen lassen – von punktuellen Anwendungen in der Kanalisation bis hin zu komplexeren Anforderungen in Prozessen und kommunaler Infrastruktur.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Wirtschaftlichkeit. Durch den gezielten Abbau korrosiver Gase können Schäden an Bauwerken und Leitungen verhindert werden (MIC-Korrosion). Dadurch verlängern sich Wartungsintervalle und die Kosten für Sanierung und Instandhaltung lassen sich reduzieren.

„Die Technologie ist heute so weit, dass sich Geruchsprobleme in vielen Fällen vollständig und nachhaltig lösen lassen“.

Die Herausforderung sei weniger die Technik als vielmehr, die Sache rechtzeitig anzupacken. Da sind sich wohl alle Experten einig: Um Städte und Arbeitsumgebungen langfristig lebenswert zu halten, muss das Thema Geruch stärker in den Fokus rücken – als Teil einer ganzheitlichen Betrachtung der Umweltqualität.


Quelle: Lösungen zum Thema Geruchsprobleme Kanal von COALSI

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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