Die Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) erneuert im Zentrum von Bigge rund 530 Meter einer Trinkwasserleitung. Die bestehende Hauptleitung stammt in weiten Teilen aus den 1950er Jahren und hat nach Angaben des Versorgers ihr technisches Nutzungsalter erreicht. Mit der Sanierung wird zugleich der Leitungsquerschnitt von 300 auf 150 Millimeter reduziert. Damit soll insbesondere das Stagnationsrisiko im Trinkwassernetz verringert werden.
Trinkwasserleitung aus den 1950er Jahren wird ersetzt
Die Arbeiten betreffen den Bereich Bigger Platz, Josef-Rüther-Straße und Stehestraße. Am Bigger Platz laufen die Bauarbeiten bereits seit einigen Wochen. Rund die Hälfte des Projekts ist nach Angaben der HSW abgeschlossen. Anschließend werden die Arbeiten im Bereich der Josef-Rüther- und Stehestraße fortgesetzt.
„Die Arbeiten gehen gut voran“, erläutert Dipl.-Ing. Philipp Hegener, Bereichsleiter Trinkwasserversorgung der HSW.
Neben dem Alter der vorhandenen Leitung nennt der Versorger defekte Armaturen als Grund für die Erneuerung. Diese erschweren den Betrieb. Zudem ist die bestehende Graugussleitung mit einem Querschnitt von 300 Millimetern für den heutigen Bedarf deutlich zu groß dimensioniert.
Kleinerer Querschnitt soll Stagnationsrisiko reduzieren
„Wahrscheinlich hat man in früheren Jahrzehnten mit stark steigenden Verbräuchen oder auch einem erheblichen Bevölkerungswachstum gerechnet“, vermutet Hegener.
Die neue Trinkwasserleitung besteht aus duktilem Gussrohr und weist einen Querschnitt von 150 Millimetern auf. Die Anpassung der Dimensionierung ist insbesondere unter hygienischen Gesichtspunkten relevant: Ein dem tatsächlichen Bedarf entsprechender Leitungsquerschnitt soll das Risiko längerer Stagnationszeiten reduzieren.
„Das bietet Vorteile vor allem für die Trinkwasserhygiene, aber auch für die Wirtschaftlichkeit“, erklärt Hegener.
Offene Bauweise und Einzug in bestehende Leitung
Der überwiegende Teil des neuen duktilen Gussrohres wird in offener Bauweise verlegt. Auf einem 65 Meter langen Teilabschnitt nutzt HSW dagegen die vorhandene Leitung: Dort wird das neue Rohr in die bisherige Leitung eingezogen. Im Zuge der Arbeiten werden außerdem zwölf Hausanschlüsse erneuert oder saniert.
Hauptleitung versorgt weite Teile des östlichen Bigge
Die sanierte Hauptleitung übernimmt eine zentrale Funktion in der örtlichen Trinkwasserversorgung. Vom Hochbehälter Hagen wird das Trinkwasser zunächst in Richtung Ruhrufer geführt. Von dort zweigt die Hauptleitung nach Osten ab und versorgt weite Teile des östlichen Bereichs von Bigge.
Für die Erneuerung der rund 530 Meter langen Hauptleitung investiert die Hochsauerlandwasser GmbH nach eigenen Angaben rund 280.000 Euro.
Quelle: Hochsauerlandwasser










